Dienstag, 1. Februar 2011

Kürbiskern-Biskuitroulade

Am Wochenende ist traditionell Backzeit im Hause Turbo. Dieses Mal musste es schnell gehen, daher musste die gute alte Biskuitroulade herhalten. Vor zweieinhalb Jahren bekam ich das Rezept für eine Variante mit Kürbiskernen von einer Köchin im Montafon, nur ist das leider in den Untiefen meiner Rezeptsammlung (diesem unglaublichen Sauhaufen) verschollen, also half nur Versuch und Irrtum. Und es hat bestens geklappt!

Für eine Roulade:
5 Eier
100 g Kristallzucker
60 g gemahlene Kürbiskerne
40 g Mehl griffig
Staubzucker
1 kleines Glas Marillenmarmelade - aber es gilt nur die selbstgemachte aus Wachauer Marillen!

Von Edith für Andrea: Man kann die gesamte Mehl-Menge auch durch Maizena ersetzen. ;)


Backrohr auf 200 Grad (keine Umluft!) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Eier in Dotter und Klar trennen. Die Eiklar aufschlagen, mit der Hälfte des Zuckers weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Die zweite Hälfte des Zuckers zu den Eidottern geben, mit dem Mixer bearbeiten, bis die Masse schön hellgelb wird. Dann den Eischnee vorsichtig unter die Eigelbmasse heben, gemahlene Kürbiskerne und Mehl unterheben. Die Biskuitmasse auf das Backpapier streichen und 8 - 10 min. backen. Dann auf ein mit Staubzucker bestreutes Stück Backpapier stürzen, mit der Marmelade bestreichen und mit dem Backpapier einrollen - eleganterweise sollte man die Biskuitroulade so rollen, dass die offene Stelle an der Unterseite landet.

Tagliatelle mit Mangold



Der Winter ist immer die beste Zeit für Mangold. Am Markt aber auch im Supermarkt findet man derzeit wirklich schöne Ware - na ja am Markt derzeit sogar eher die schlechtere, weil alles erfriert. Der Winter reicht mir im Moment schon ziemlich. Nicht nur einkaufstechnisch, sondern auch sonst. Aber egal, ein Kochblog ist nicht dazu da, um übers Wetter zu jammern!






Zutaten für 2 Personen:
1 eher kleine Staude Mangold (ca. 250 g)
1 TL Butter
250 g Kirschparadeiser (wer die nicht kriegt, nimmt Cocktailtomaten :P )
2 EL Senf
1 Becher Creme fraîche Olivenöl
Salz, Pfeffer
Parmesan
200 g Tagliatelle




Den Mangold waschen, die Blätter von den Stielen trennen und beides in Stücke schneiden. Die Butter schmelzen, die geschnittenen Mangoldstiele darin dünsten, bis sie glasig sind, dann die Mangoldblätter zufügen und gemeinsam ca. 5 min. dünsten.. In der Zwischenzeit die Nudeln kochen. Creme fraîche, Senf, Schlagobers, Salz und Pfeffer zum Gemüse geben und alles noch einmal 5 min. köcheln lassen. Die Kirschparadeiser in wenig Olivenöl braten. Alle Gemüse in eine Schüssel geben, die Nudeln dazu und alles vorsichtig vermengen. Mit Parmesan bestreuen und servieren.

Fotoupdate vom August 2021

Donnerstag, 27. Januar 2011

Topfen-Weichsel-Auflauf

Etwas zum Aufbrauchen meines Grieß-Vorrates musste gefunden werden, außerdem war da noch ein Glas Weichselkompott im Schrank. Die Weichseln sind recht schwer und daher alle zum Boden runtergesunken.

1/2 l Milch20 g Butter
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100  g Grieß (Weichweizengrieß)
250 g Topfen (Magertopfen)
5 Ei(er)
100 g Zucker
1 Glas Weichseln
100 Gramm Mandelblättchen
Etwas Butter für die Form


Den Backofen vorheizen (175°C, keine Umluft) 
Milch, Butter, Vanillezucker und Salz aufkochen. Grieß einrühren und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Dank der derzeitigen Temperaturen auf Balkonien war die Masse in ein paar Minuten abgekühlt.

Eier trennen, Eiweiß mit 3 EL Zucker steif schlagen. Die Eigelbe mit 3 EL Zucker aufschlagen, bis die Masse hellgelb wird.
Topfen und Grießbrei verrühren. Eischnee und Eigelbmasse unter den Grieß-Topfenbrei heben. Vorsichtlich die Weichseln einrühren.
Eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm, die Form sollte nur bis zur Hälfte gefüllt sein, da der Auflauf schön aufgeht) einfetten und mit Bröseln ausstreuen. Himbeer-Grießmasse in die Form geben, ca. 10 min auf der mittleren Schiene backen, dann die Mandelblättchen draufstreuen.

Ich habe Halbfettmilch und Magertopfen verwendet, was dem Genuss keinen Abbruch getan hat.
Der Auflauf ist wunderbar saftig geworden Und alt wird der bei uns sicher nicht! :D

Spinatsalat



Aus den herrlichen Herzen des Spinats klöpple ich immer Salate. Heute gibt es einen mit Joghurtdressing - für den Turbohausmann mit Speckkrusterln, für mich mit gehacktem Ei. Für 2 Personen als Hauptspeise nehme ich 250 g Babyspinat und serviere Baguette dazu.
Für das Dressing einen Becher Jogurt mit 1 TL Dijon-Senf, Salz, Pfeffer, 1 klein geschnipselten Schalotte, 1 EL Olivenöl und 1 EL Balsamico vermischen, die gut gewaschenen und geschleuderten Blätter unterheben.
Dazu passen verschiedene Toppings: geröstete Pinienkerne, geröstete Speckwürfeln, gehackte Eier oder gebratene Kirschparadeiser.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Radicchio Trevisano

Es ist die Jahreszeit für eine meiner liebsten Gemüsesorten: den Trevisano. Es gibt davon zwei verschiedene Sorten, einerseits den Radicchio Rosso di Treviso Precoce, der einen festeren Kopf mit länglichen Blättern ausbildet, andererseits den Radicchio Rosso di Treviso Tardivo, der lose Blätter hat. In Wien weiß ich nur, wo man den Letztgenannten kaufen kann. Der Geschmack ist sehr leicht bitter, zart und viel zur schade, um daraus "nur" einen Salat zu machen, denn das volle Aroma entwickelt sich erst durch das Erhitzen.
Der Radicchio Treviso eignet sich am besten für sehr puristische Zubereitungsarten: al forno ist eine Möglichkeit, bei der der Radicchio einfach im Rohr gebraten wird, bis sich die Blätter kräuseln, dann mit Parmesan und Olivenöl servieren.
Anders Sarah Wiener, die einen üppigen Strudel und einen Risotto daraus macht. Hier geht es zu ihren Radicchio-Rezepten.

Von mir ein Mittelweg: Den Strunk aus dem Radicchio schneiden, sodass die Blätter auseinanderfallen. Ein paar Speckwürfelchen bei schwacher Hitze anrösten, bis das meiste Fett ausgetreten ist und der Speck eine schöne Farbe hat. Den Radicchio dazugeben und bei schwacher Hitze einige Minuten braten. Salzen, pfeffern, fertig. Ein Stück Brot dazu und eine perfekte Mahlzeit steht auf dem Tisch.