Freitag, 29. Mai 2020

[Rettungsaktion] Belegtes Brot

Wir retten wieder etwas und zwar belegtes Brot, in meinem Fall Smoerrebroed. Das ist nun nicht irgendein belegtes Brot, sondern die Luxusvariante. Bei uns hat es das seit Jahren nicht mehr gegeben! 2008 waren wir in Dänemark, wo dieses belegte Brot Kultstatus hat, danach habe ich dauernd Smoerrebroed gemacht, dann ist das irgendwie eingeschlafen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, warum das so sanft entschlummert ist, denn das schmeckt richtig gut. Das hier ist ganz klassisch nordisch mit entsprechenden Zutaten. Da ist aber der Fantasie keine Grenze gesetzt, also einfach drauf los!

Dieses Brot macht man mit dunklem Kastenbrot, sehr roggig. Ich habe kein solches Rezept am Blog, aber Britta: Pumpernickel. Also falls jemand so wagemutig ist und Brot selber bäckt, das Rezept schaut mit sehr vielversprechend aus.

Für 1 Portion

1 Scheibe dunkles Roggenbrot
1 EL Mayo (am besten asiatische, Kewpi genannt)
Rucola
Gurkenscheiben
Eischeiben (am schönsten, wenn mit Harfe geschnitten)
Garnelen, gegart

Brot mit Mayo bestreichen, den Rest schick drauf verteilen.



So einfach kann es gehen! Leider schaut mein Ei nicht schön aus, weil ich das mit meinen derzeit nicht sehr scharfen Messern nicht so gut schneiden kann, aber gut war es! Muss ich jetzt öfter machen.

Und nun warte ich gespannt, was die Mit-RetterInnen aufs Brot legen!
Danke an Britta, Barbara und Tamara für die Abwicklung. 



Brittas Kochbuch - Roastbeef-Brot mit Remoulade
Cakes, Cookies and more - Chicken Wraps
BrigittasKulinarium - Farinata di ceci
Pane-Bistecca - Avocado-Spargel-Ei Brot
BackeBackeKuchen - Gefüllte Partybrezel
evchenkocht - Erdbeer-Crostini
genial lecker - Sandwich mit Grillgemüse
our food creations - Sandwiches international
Kleines Kuliversum - Spargel Ziegenfrischkäse Stulle
Cahama - Hähnchen-Fajitas
Lieber Lecker - Salami-Sandwich




Montag, 25. Mai 2020

[Genuss in rot-weiß-rot] Spargelgröstl

Meine Damen von "Genuss in rot-weiß-rot" stellen heute etwas ganz typisch Österreichisches vor: Gröstl. Sogar Wikipedia weiß, dass das ein einfaches Pfannengericht ist. Zum Blunzengröstl habe ich es schon gebracht, aber weiter nicht mehr. Wahrscheinlich deswegen, weil es so ein typisches Resteessen für mich ist, das nicht unbedingt würdig genug ist, um auf den Blog zu dürfen. Daher habe ich mich arg bemüht und dieses Mal ganz und gar keine Reste genommen, sondern dafür extra frisches Gemüse gekauft, das jede Menge Arbeit macht: Erbsen und Saubohnen, beides noch in den Schoten, außerdem meinen saisonalen Liebling Spargel. Die wichtigste Zutat ist Zeit − nicht für die Zubereitung, sondern für die Vorbereitung. Mann kann diese vorbereitenden Arbeiten aber schon am Vortag machen, dann steht das Essen in 20-30 min. fertig.



Zutaten für 2 Portionen

½ kg Erdäpfel
400 g Spargel
½ Erbsen in der Schoten (oder 2 Hände voll TK-Erbsen)
½ Saubohnen in der Schote (oder 1 Hand voll TK-Saubohnen)
1 Schalotte
1 Hand voll Speckwürferl (gut durchzogenen Speck, am besten Bauchspeck)
2 EL Öl zum Braten
Salz
Pfeffer


Saubohnen aus der Schote lösen. Die ummantelten Bohnen in Salzwasser 3 min. blanchieren, kalt abschrecken, dann die Kerne aus den Hülsen drücken. Nur so zur Info: ½ kg Saubohnen Ausgangsgewicht waren am Ende ca. 65 g verwertbare Bohnen.
Die Erbsen sind gnädiger, die muss man nur aus den Schoten schälen und dann 2 min. blanchieren.
Erdäpfel kochen, schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden.
Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Spitzen separat legen.

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Erdäpfel schön langsam darin knusprig braten.

In einer zweiten Pfanne 1 EL Öl erhitzen, den Speck darin bei mittlerer Hitze sanft anbraten. Es sollte nicht rauchen, denn da verbrennt man das Fett. Wenn der Speck knusprig ist, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenrolle abtropfen lassen (dadurch bleibt er knusprig). Wenn zu viel Fett in der Pfanne ist, das überschüssige wegschütten, ca. 2 EL Fett in der Pfanne belassen. Darin die Spargelstücke ohne Spitzen rundherum anbraten. Schalotte und Spargelspitzen nach etwa 2 min. zugeben und mitbraten. Nach ca. 5 min. sind die Spargelstücke gar. Blanchierte Erbsen und Saubohnen dazugeben, alles erwärmen. Die nun knusprigen Erdäpfelstücke dazugeben, ebenfalls erwärmen. Alles salzen und pfeffern. Ganz am Ende die Speckwürferl unterheben.

Mit Blattsalaten servieren.



So einfach kann richtig gutes Essen sein! Übrigens kenne ich es als Mär, dass Gröstl nur in einer eisernen Pfanne gut wird. Ich nehme schon gern meine Oma-Pfanne, weil ich gut mit der umgehen kann, aber sonst würde ich dem nicht unbedingt zustimmen. Es gibt ein paar Grundregeln wie den Speck langsam braten und nicht verbrennen und ihn danach auf einer saugfähigen Unterlage abtropfen lassen. So bleibt er knusprig. So generell würde ich sagen, dass eine gewisse österreichische Gemütlichkeit solchen Gröstl-Gerichten nicht schadet.




Und das servieren die Mit-Köchinnen:
Brigitta zeigt uns Pilzgröstl mit Bachsaibling und Veltlinersauce.
Friederike kocht Gröstl vom Waldviertler Räucherkarpfen mit Erdäpfelknödeln.
Verena macht Lachsgröstl mit Erbsenschoten.
Daniela bringt Erdäpfel-Karotten-Gröstl mit Brennnesseln.


Freitag, 22. Mai 2020

[Kulinarische Weltreise] Radieschenblättersuppe

Was macht ein Rezept landestypisch? Ich bin mir bei dieser Radieschenblättersuppe nicht so sicher, ob die als französisch durchgeht, aber sie wurde in Frankreich von David Lebovitz kreiert und daher gehe ich nun einfach davon aus, dass die französisch ist. Klassiker ist es jedenfalls keiner, dennoch nehme ich diese Suppe mit auf Volkers Kulinarischer Weltreise durch Frankreich. Geschmeckt hat die Suppe so gut, dass ich finde, man muss sie verbreiten. Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack abgewandelt, das Original kann man im ersten Link nachlesen.

Es ist für mich in keiner Weise neu, dass man Radieschenblätter essen kann: Für die zarten jungen Radieschenblätter eignet sich Radieschensalat sehr gut. Seit 2011 gibt es bei uns jährlich, wenn die Radieschenernte auf Balkonien fällig ist, jährlich dieses Radieschenrisotto.

Ich bin immer froh, wenn ich solche Rezepte finde, denn bei den Radieschen sind immer wieder Pflänzchen dabei, die keine Knöllchen bilden, aber das schöne Grün will ja auch verwertet werden. Die Blätter sind wohlschmeckend, aber man muss eine ausreichende Menge nehmen, weil sie nicht sehr intensiv sind. Was auch kein Fehler ist: Die halten richtig viel Knofel aus! Und die Blätter sind störrisch, das heißt, man muss sie einige Male zerschneiden, bevor man sie klein mixt. Zumindest meine alte Moulinette würde das nicht überleben, wenn sich die Fasern der Blätter um die Klinge wickeln. In den Blättern hält die Erde übrigens besser als auf den Radieschen, daher sehr gründlich waschen!


Für 4 Portionen

1 EL Butter
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Knoblauchzehen, geschält und in Scheiben geschnitten
2 mittelgroße Erdäpfeln, gewaschen und grob gerieben (350-450 g)
1 l klare Hühnersuppe
2 Bund Radieschengrün
1 Bund Radieschen, die Knollen
1 EL Dijon-Senf
1 Prise Cayennepfeffer
125 ml Mascarpone (angeblich geht auch Obers oder Crème Fraiche)
Saft und Schale einer Zitrone

Butter und Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Geschnittene Zwiebel hineingeben und unter häufigem Rühren ca. 5 min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Knoblauch hinzugeben und weiter braten, bis die Aromen freigesetzt sind. Suppe zugießen und zugedeckt aufkochen lassen
Die geriebenen Erdäpfeln in den Topf geben und 5-10 min. durchkochen lassen. Radieschenblätter einige Male durchschneiden und in die Suppe geben. Wieder zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die Rettichblätter durchgegart sind.
Vom Herd nehmen und ein wenig abkühlen lassen (mein Stabmixer mag es nicht, wenn man ihn zu tief in kochend heiße Flüssigkeit hält).
Mascarpone einrühren, mit Zitronensaft und -schale abschmecken. Alles zu einer glatten Suppe mixen.

Radieschen fein hobeln. Suppe erhitzen, in Teller geben, die Radieschen als Einlage hineingeben.



Ich könnte mir auch Croutons gut als Einlage vorstellen, wenn man richtig Hunger hat bzw. die Suppe als Hauptspeise für 2 Personen gedacht ist.
Sicher sehr hübsch schauen essbare Blüten aus, aber um diese Jahreszeit findet sich da auf Balkonien noch nichts.


Wenn die Reise durch Frankreich beendet ist, werde ich wieder die Links aller Mitreisenden eintragen.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Frankreich

Volker von Volkermampft mit Boeuf Bourguignon - das französische Gulasch
Britta von Backmaedchen 1967 mit Clafoutis-französischer Kirschauflauf
Ulrike von Küchenlatein mit Sauerteigbrot im Poilâne-Stil
Susanne von magentratzerl mit Galette mit Sardine und eingelegter Zitrone
Susanne von magentratzerl mit Gefüllte Artischocken
Ronald von Fränkische Tapas mit Tarte Tatin
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Cannelés Bordelais
Sylvia von Brotwein mit Französisches Landbrot mit Sauerteig
Britta von Brittas Kochbuch mit Quiche Lorraine
Britta von Brittas Kochbuch mit Coq au Riesling
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Tarte Dijon
Britta von Backmaedchen 1967 mit Éclairs mit Crème pâtissière
Simone von zimtkringel mit Tarte Bourdaloue
Cornelia von SilverTravellers mit Französisches Gulasch mit Pilzen und Rotwein
Ulrike von Küchenlatein mit Orgeat-Sirup hausgemacht 
Petra von Chili und Ciabatta mit Fondant au chocolat
Susi von Turbohausfrau mit Radieschenblättersuppe
Nadine von Möhreneck mit Crème caramel (vegan)
Volker von Volkermampft mit Pain au cafe - Espresso Brot
Volker von Volkermampft mit Le pain au levain - Französisches Weizenbrot
Wilma von Pane-Bistecca mit Gougeres von Alain Ducasse
Gabi von Langsam kocht besser mit Blanquette de Veau (Kalbsfrikasse aus dem Slowcooker)
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Pain Brié
Petra von Chili und Ciabatta mit Le broufado - Schmorgericht aus der Camargue
Ulrike von Küchenlatein mit Tartine For’Bon
Petra von Chili und Ciabatta mit Chinois alsacien - Schneckekueche aus dem Elsass
Ulrike von Küchenlatein mit Straßburger Zwiebelsuppe
Ulrike von Küchenlatein mit Kastenbrot mit Pfeffer und der perfekte Toast
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Crepe Suzette
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Caramel Madeleines
Wilma von Pane-Bistecca mit Rhabarber Tarte Tatin
Ulrike von Küchenlatein mit Avocado Tartine mit Banane und Zitrone
Britta von Brittas Kochbuch mit Chouquettes
Ulrike von Salon Matilda mit Matcha Macarons, Avocado, Lemon Curd
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Souffle
Katja von Kaffeebohne mit Zwiebel-Tarte
Nanni von Helden der Vorzeit mit Cuisine francaise: Schoko-Kuchen – Gâteau reine de Saba
Carina von Coffee2Stay mit Französisches Käsesoufflé
Carmen von Tanz auf der Tomate mit Le Croque Monsieur  

Dienstag, 19. Mai 2020

Spargel-Staudensellerie-Rahm-Salat mit Mimosa-Topping

Ein Lieblingssalat ist erwachsen geworden! Dieser Salat hier ist eigentlich schon seit 2011 auf dem Blog, aber er hat sich in der Zwischenzeit so geändert, dass er eigentlich ein ganz anderer Salat geworden ist. Ich mag den gern als Grillbeilage oder als Hauptspeise, einfach nur als kleine Beilage ist er zu mächtig. Der Kerbel durfte dem um diese Jahreszeit noch winzigen und daher feinen Sauerampfer weichen. Mit den Jahren hat der Salat auch eine knackige Komponente dazubekommen, diesen Frühling ein Topping, das ich Nicole Stich verdanke. Ich habe etliche Rezepte aus ihrem Buch "Reisehunger" nachgekocht und in einem war das dabei: Man drückt ein hart gekochtes Ei durch ein feines Sieb, heraus kommt winzig fein geschnittenes Ei, das sich zu diesem cremigen Salat echt toll macht.


Zutaten für 2 Personen:
¾ kg Spargel
3 Stangen Staudensellerie
⅛ l Sauerrahm
3 EL Mayo
1 Bund Sauerampfer
Salz, Pfeffer (weiß)
Saft von 1/2 Zitrone
1 hart gekochtes Ei

Den Spargel schälen und kochen. Staudensellerie waschen und in Streifen schneiden. Während der Spargel kocht (5 min. reichen), Mayo und Sauerrahm mit dem gehackten Sauerampfer, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Spargel kalt abschrecken, damit er nicht weiter gart. Mit dem Sellerie in die Marinade mischen. Salat auf Schalen verteilen.

Das gekochte Ei schälen und durch ein feines Sieb drücken, am besten direkt auf den Salat drauf, denn dann liegt das atomisierte Ei schön locker oben.


Freitag, 15. Mai 2020

Rote Rüben-Salat mit Feta und Walnüssen

Weil ich nicht anders kann, habe ich natürlich auch aus dem Roman "Eine Prise Marrakesch" etwas nachgekocht. Ich fand den Salat sehr stimmig.





Zutaten
750 ml Wasser
250 ml Weinessig
200 g Zucker
2 Zimtstangen
1 EL gemahlener Koriander
2 ganze Sternanis
500 g Rote Bete, geputzt
50 g Walnüsse
150 g Schafskäse


2 EL Olivenöl
1 EL Rotweinessig
2 EL Honig
1 TL körniger Senf
Salz
Pfeffer

Wasser, Essig, Zucker und Gewürze unter Rühren in einem Topf zum Kochen bringen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In diesem Sud die Rote-Rübenknollen kochen, bis sie gar sind (ca. 1 Stunde). Herausnehmen, abkühlen lassen und schälen (luftdicht verpackt und bedeckt mit dem Kochsud halten sie sich bis zu einer Woche im Kühlschrank). Rote Rüben in Scheiben schneiden und auf einer Servierplatte anrichten.
Die Zutaten für das Dressing miteinander verrühren und über die Roten Rüben geben. Schafskäse und grob gehackte Walnüsse darüberbröseln und sofort servieren.






Was es dazu zu sagen gibt: Das Garen der Knollen bringt schon Aroma mit ins Gericht. Dass ich bisher noch nicht auf die Idee gekommen bin! Ein guter Salat, der kein Beilagensalat, sondern ein kleines Haupt- oder Zwischengericht ist. Mir gefällt die Kombination sehr gut.  Einen sehr ähnlichen Salat habe ich aus einem anderen Kochbuch nachgekocht, das Rezept findet man hier am Blog.