Freitag, 22. Mai 2020

[Kulinarische Weltreise] Radieschenblättersuppe

Was macht ein Rezept landestypisch? Ich bin mir bei dieser Radieschenblättersuppe nicht so sicher, ob die als französisch durchgeht, aber sie wurde in Frankreich von David Lebovitz kreiert und daher gehe ich nun einfach davon aus, dass die französisch ist. Klassiker ist es jedenfalls keiner, dennoch nehme ich diese Suppe mit auf Volkers Kulinarischer Weltreise durch Frankreich. Geschmeckt hat die Suppe so gut, dass ich finde, man muss sie verbreiten. Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack abgewandelt, das Original kann man im ersten Link nachlesen.

Es ist für mich in keiner Weise neu, dass man Radieschenblätter essen kann: Seit 2011 gibt es bei uns jährlich, wenn die Radieschenernte auf Balkonien fällig ist, jährlich dieses Radieschenrisotto. Ich bin immer froh, wenn ich solche Rezepte finde, denn bei den Radieschen sind immer wieder Pflänzchen dabei, die keine Knöllchen bilden, aber das schöne Grün will ja auch verwertet werden. Die Blätter sind wohlschmeckend, aber man muss eine ausreichende Menge nehmen, weil sie nicht sehr intensiv sind. Was auch kein Fehler ist: Die halten richtig viel Knofel aus! Und die Blätter sind störrisch, das heißt, man muss sie einige Male zerschneiden, bevor man sie klein mixt. Zumindest meine alte Moulinette würde das nicht überleben, wenn sich die Fasern der Blätter um die Klinge wickeln. In den Blättern hält die Erde übrigens besser als auf den Radieschen, daher sehr gründlich waschen!


Für 4 Portionen

1 EL Butter
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Knoblauchzehen, geschält und in Scheiben geschnitten
2 mittelgroße Erdäpfeln, gewaschen und grob gerieben (350-450 g)
1 l klare Hühnersuppe
2 Bund Radieschengrün
1 Bund Radieschen, die Knollen
1 EL Dijon-Senf
1 Prise Cayennepfeffer
125 ml Mascarpone (angeblich geht auch Obers oder Crème Fraiche)
Saft und Schale einer Zitrone

Butter und Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Geschnittene Zwiebel hineingeben und unter häufigem Rühren ca. 5 min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Knoblauch hinzugeben und weiter braten, bis die Aromen freigesetzt sind. Suppe zugießen und zugedeckt aufkochen lassen
Die geriebenen Erdäpfeln in den Topf geben und 5-10 min. durchkochen lassen. Radieschenblätter einige Male durchschneiden und in die Suppe geben. Wieder zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die Rettichblätter durchgegart sind.
Vom Herd nehmen und ein wenig abkühlen lassen (mein Stabmixer mag es nicht, wenn man ihn zu tief in kochend heiße Flüssigkeit hält).
Mascarpone einrühren, mit Zitronensaft und -schale abschmecken. Alles zu einer glatten Suppe mixen.

Radieschen fein hobeln. Suppe erhitzen, in Teller geben, die Radieschen als Einlage hineingeben.



Ich könnte mir auch Croutons gut als Einlage vorstellen, wenn man richtig Hunger hat bzw. die Suppe als Hauptspeise für 2 Personen gedacht ist.
Sicher sehr hübsch schauen essbare Blüten aus, aber um diese Jahreszeit findet sich da auf Balkonien noch nichts.


Wenn die Reise durch Frankreich beendet ist, werde ich wieder die Links aller Mitreisenden eintragen.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Frankreich

Kommentare :

  1. Ich empfehle für Radieschenblätter das Pesto von Delicious Days. Das ist bei mir seit 2010 fest im Programm. Deine Suppe klingt aber auch sehr köstlich

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    1. Danke für den Tipp, aber ich mach immer das Radieschenblätterpesto, das ich oben verlinkt habe, das schmeckt uns sehr gut.

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  2. Ich glaube, nächste Woche sind Radieschen in der Abokiste - da merke ich mir die Suppe gleich mal vor.

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  3. Ich habe auch schon öfter mit Radieschenblättern gekocht, das lohnt wirklich! Eine Radieschen-Buttermilch-Suppe sowie eine Radieschenblättersauce zu Kalbsfilet haben uns besonders gut gefallen.

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    1. Ich eile sofort und schaue bei dir, ob ich die Rezepte finde.

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  4. Deine Radieschensuppe kommt mir gerade recht, die Radieschenernte hat bei uns im Garten begonnen und nun können auch die Blätter vernünftig verwertet werden. Vielen lieben Dank.

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    1. Bei mir sind die Radieschen leider vorbei, da wohnen schon Paradeiser und Konsorten stattdessen.

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  5. Gerade zur rechten Zeit! Bei uns steht auch die erste Ernte an. Ich freu mich schon drauf.
    Liebe Grüße
    Simone

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  6. Meine Radieschen im Hochbeet sind auch ganz bald soweit - da kommt dein Rezept ja wie gerufen! Immer wieder toll, was man bei der kulinarischen Weltreise so alles (kennen)lernt.
    Liebe Grüße
    Tina

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  7. Hallo Susi,

    eine tolle Suppe hast Du gezaubert. Die Blätter verarbeite ich übrigens auch gerne in einem Salat Dressing. Quasi als flüssiges Pesto. Auch sehr lecker.

    Schöne Grüße
    Volker

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  8. Mir ist das auch neu und das Grünzeug darauf fängt nach ein paar Tagen lagern im Kühlschrank immer zu müfflen an. Die Suppe jedoch hört sich gut an. Ist sicher schon alles aufgegessen gell
    Liebe Grüße

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  9. Man kann sehr viele Blaetter essen, das habe ich von den Chinesen gelernt, die werfen nichts weg. Deine Suppe sieht lecker aus!

    LG Wilma / Pane-Bistecca

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    1. Liebe Wilma,
      ein bisschen beneide ich dich um dein exotisches Zuhause und die vielen frischen Zutaten, die du sicher an jeder Ecke findest.

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  10. Liebe Susi,
    ich verarbeite die Blätter sehr gerne und deine Suppe bereichert die Auswahl. Danke dafür. :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Liebe Nadine,
      bisher habe ich nur Pesto damit gemacht, aber diese Suppe kommt ab nun auch jedes Jahr auf den Tisch.

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  11. Ooooh, und ich werfe das Grün von den Radieschen immer weg. Kann man denn alle Blätter verwenden oder gehen da nur die jungen Triebe?

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    1. Liebe Cornelia,
      man kann alle Blätter verwenden, aber wie oben geschrieben, habe ich die Blätter zerleinert, weil mein alter Mixer wahrscheinlich kapitulieren würde.

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