Dienstag, 14. Januar 2020

[Buchbesprechung] Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr von Kate Young

Enthält Werbung (Namensnennungen, Verlinkungen, Belegexemplar)

So schnell kann's gehen: Kaum habe ich das Little Library Cookbook besprochen, kam schon ein zweites von derselben Autorin heraus. Nachdem ich das erste schon sehr mag, habe ich mit Freude ja gesagt, als mir der Verlag ein Rezensionsexemplar angeboten hat. Es ist wieder ein schön gemachtes Buch mit Leinenrücken und Bändchen, also da wurde in keiner Weise nachgelassen in der Qualität. Erfreulicherweise auch sonst nicht: Die nachgekochten Rezepte waren wieder toll gelingsicher und viele davon haben mich gleich beim ersten Reinschauen ins Buch angelacht.

Näheres zur Autorin findet man im oberen Link. Das Buch ist unterteilt in sechs Kapitel, die die Jahreszeiten immer paarweise zusammenfassen: "Lange Winternächte", "Erste Frühlingsboten", "Der verschwenderische Frühling", "Hochsommer", "Wenn die Blätter sich verfärben", "Wenn die Tage kürzer werden", dazu kommen noch eine Einleitung und ein Anhang.  Ich habe mich im Buch gut zurecht gefunden.

Kate Young hat meistens wieder relativ kurze Zutatenlisten, die auf einige wenige Fertigprodukte zurückgreifen, sonst wird sehr viel Frisches verwendet und zu meiner Freude saisonales Obst und Gemüse. Bei der Relation Fleisch/vegetarisch wird auf die üblichen Konsumgewohnheiten Rücksicht genommen, das heißt, es wird eher weniger vegetarisch gekocht. Es sind aber immer noch genug Rezepte da, wenn man wie ich gern ohne Fleisch kocht. Es gibt Kuchen, die leicht zu machen sind, und − wie ich es gern mag − viele davon Obstkuchen. Es ist also wieder einmal ein Buch, das wie für mich gemacht ist.

Es geht ans Nachkochen! Nachdem es in diesem Buch ja nicht nur um Rezepte geht, sondern auch ums Lesen, schreibe ich jeweils dazu, bei welchem Buch der Autorin die Idee zum Rezept gekommen ist.

Kimchi

Ich gestehe, ich bin Kimchi-süchtig. Egal ob einfach so ein paar Bissen davon, als Beilage zu diversen Asia-Gerichten oder als Zutat, mir schmeckt das in allen Varianten. Im Buch wird veganes Kimchi gemacht. Mir persönlich sind Kimchi-Arten mit kleinen Shrimps oder Fischsauce lieber, weil ich finde, dass die mehr Geschmack mitbringen, aber die Variante ist okay, wenn man eben nicht extra in ein Asia-Geschäft gehen mag oder rein vegan oder nur auf regionale Produkte zur Herstellung zurückgreifen will.

Idee nach Min Jin Lees "Ein einfaches Leben".
Erdnuss-Brownies mit Rauchsalz

Brownies gibt es bei mir einmal im Jahr, wenn ein vergessenes Schoko-Osterei auf einen Schoko-Nikolaus trifft, also meistens um den Jahreswechsel herum. Diese hier sind sehr schokoladig, da treffen 300 g Schokolade und 250 g Butter auf 70 g Mehl, also bekommt man einen herrlich schmierigen, so richtig amerikanischen Kuchen. Für meinen erdnussüchtigen Mann dann noch Erdnüsse drinnen und er war im Siebten Himmel!

Rezept nach John K. Tooles "Verschwörung der Idioten".
Würzige Rote Rüben-Suppe

Eine dicke Wintersuppe, die bei uns als Hauptgericht durchgeht mit Pfeffer, Senfsamen und Ingwer zwecks a bisserl Schärfe. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das schmeckt, aber es tat, sogar sehr!


Vorbild für das Rezept war ein Zitat aus "Alice im Wunderland" von Lewis Caroll: "Köstliche Suppe! Wer will da noch Fisch, Wildbret oder sonst etwas auf dem Tisch? Wer lässt hier nicht alles stehen für einen Teller dieser köstlichen Suppe!"
Erdäpfel-Thymian-Pancakes mit Räucherforelle

Ein Rezept wie für mich erfunden: Ein kleines bisschen Fisch, heimischer noch dazu, geht als Resteessen durch, weil Erdäpfelpüree verwendet wird, und schmeckt sehr gut! Die Pancakes werden durch das Erdäpfelpüree ganz flauschig, die Eier gießen ihr flüssiges Inneres auf diese kleinen Küchlein, sodass dieses Essen keine Dipp braucht, um saftig zu sein.

Nach einem Zitat aus Sue Townsend, "Das Intimleben des Adrian Mole".
French Toast mit gesalzenem Karamell

Dass ich bisher noch nicht auf diese Idee gekommen bin! Bei uns gibt es immer wieder mal "Armer Ritter", wie das hierzulande heißt, aber die Salzkaramellsauce hebt die Angelegenheite in andere Sphären. Wir waren ganz begeistert.

Maria Semples "Wo steckst du, Bernadette" hat die Autorin zu dem Rezept inspiriert, da sich in dem Buch eine schwangere Frau salziges Karamelleis in ein Sandwich quetscht. Klingt so, als könnte das auch Nichtschwangeren schmecken!


Wan-Tan-Suppe

Das Rezept werde ich vorstellen, denn uns hat es verdammt gut geschmeckt. Auch wenn es eines der wenigen Rezepte ist, das eine lange Zutatenliste hat. Manchmal geht es halt nicht anders.

Sehr frei nach dem Buch "Töchter des Himmels", denn dort werden Wan Tans mit Fleisch gefüllt, die Variante aus dem Cookbook ist mit Tofu und Shiitake-Pilzen.











Und unterm Strich: Ich bin begeistert! Neue Ideen, was ich lesen könnte, gepaart mit wunderbaren Rezepten. Wirklich ganz große Empfehlung.

Fakten zum Buch 
Gebundenes Buch, Halbleinen
Umfang: 320 Seiten
Format: 17,0 x 24,0 cm
120 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-336-54809-5
Erschienen im 2019
Verlag: Wunderraum
Originaltitel: The Little Library Year
Preis: 22,- €

Man kann das Buch direkt beim beim Verlag bestellen oder beim Buchhändler des Vertrauens oder bei einem der vielen Internetanbieter.

Vielen Dank an den Wunderraum-Verlag, dass er dieses Buch herausgebracht hat und mir ein Belegexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Die Links sind alle keine Affilate-Links.

Kommentare :

  1. Liebe Susi,
    da hast du ja wieder wunderbare Gerichte nachgekocht, da fällt es schwer, sich zu entscheiden. Aber die Rote Bete Suppe lacht mich besonders heute morgen an.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Liebe Sigrid,
      das ist eine richtig dicke Wintersuppe, von der ich denke, sie wäre genau nach deinem Geschmack.

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  2. Du bist immer so fleißig mit Nachkochen... Brave :-)
    Das Buch schau ich mir an, es klingt wirklich gut!
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Maria,
      es gibt nichts Unnötigeres als eine Kochbuchbesprechung, bei der kein Praxistest gemacht wurde. Und nachdem ich einen Foodblog habe, wäre es ein Jammer, wenn ich nicht gern kochen würde. 😀

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