Donnerstag, 20. Juni 2024

[Kochbuchbesprechung] Korea Küche - Authentisch koreanisch kochen mit heimischen Zutaten von Ae Jin Huys

 

Könnt ihr euch noch erinnern, dass ich schon einmal ein Kochbuch dieser Autorin rezensiert habe? Das war ein tolles Buch! Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass sie ein neues Kochbuch gemacht hat, denn ihre Rezepte kenne ich als alltagstauglich und auch von den Zutaten her sehr unproblematisch.

Kurz einige Worte noch zur Autorin: Sie stammt aus Südkorea, wurde aber mit vier Jahren von einem belgischen Paar adoptiert. Erst in jungen Erwachsenenjahren zog es sie in ihre ursprüngliche Heimat zurück, wo sie sich intensiv mit der Küche des Landes beschäftigte. Sie leitet nun in Belgien ein koreanisches Catering-Unternehmen. In dem vorliegenden Buch stellt sie nicht nur typische koreanische Rezepte aus heimischen Zutaten, sondern auch Gedanken zum Essen von Persönlichkeiten aus der koreanischen Küche vor.

Wie ich das gehofft hatte, ist auch dieses Kochbuch sehr unkompliziert und sehr, sehr easy. Die wichtigsten Würzzutaten sind fermentierte Sojasauce (Ganjang), Sojabohnenpaste (Doenjang) und Chilipaste (Gochujang). Hat man eines der drei Gewürze daheim, kann man mit dem Kochen aus dem Buch beginnen. Wenn man wagemutig genug ist: Am Ende des Kochbuchs finden sich Rezepte, wie so etwas hergestellt wird. Ich gestehe, da habe ich gekniffen.

Die Fotos sind alle sehr stimmig und klar. Das Gerichte werden sehr schön präsentiert. Die gesamte Linie des Buches schließt sich vorigen Buch der Autorin an.

Sehr fein finde ich, dass alle Rezepte auf eine Person zugeschnitten sind. Nichts ist einfacher, als alles x4 zu rechnen, wenn man eine vierköpfige Familie bekochen will. Für meinen 2-Personen-Haushalt ist es da schon mühsamer, wenn ich die üblichen Rezepte auf die Hälfte reduzieren möchte − wer schon mal versucht hat, ein halbes Ei zu verwenden, weiß, was ich meine. Und damit bin ich nicht allein: Die 4-Personen-Haushalte sind in meinem Umfeld sehr spärlich gesät. Dass auf so etwas Rücksicht genommen wird, rechne ich dem Verlag und der Autorin sehr hoch an!

Ob es schwer ist, aus dem Kochbuch zu kochen? Nein. Keine speziellen Kochtechniken, keine besonderen Küchengeräte, keine ausgefallenen Zutaten. Die Autorin zeigt nur Rezepte, die wirklich einfach zu machen sind. Wie links auf der Beispiel-Seite zu sehen ist, sind die Rezepte in eine Zutatenliste und eine Arbeitsanweisung unterteilt. Beide sind sehr kurz und knackig gehalten.

Was mir entgegen kommt: Die Rezepte sind gemüselastig. Es gibt ausreichend Fleisch- und Fischrezepte, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig auf heimischem Gemüse. Bei den Aromen steht Sojasauce stark im Vordergrund.

Nix zu nörgeln an dem Buch? Was mir ein bissi fehlt, sind Kräuter. Die werden fast nie verwendet. Zum Beispiel Perillaöl wird fertig gekauft. Ich habe Perilla auf Balkonien und mir gehen immer die Ideen aus, was ich damit anstellen könnte. Für den Kochbuchtest habe ich also meine vielen Asia-Kräuter einfach nach eigenem Gutdünken verwendet, aber ob das jetzt authentisch ist, weiß ich halt nicht.

Nun geht es ans Nachkochen. 

Mariniertes Ribeye-Steak

Hinter diesem Rezepttitel verbirgt sich Bulgogi, das halt in diesem Fall aus einem Stück Rostbraten gemacht wird, was sehr gut gepasst hat. 

Es gibt bei jedem Rezept ein "Gut zu wissen", in dem entweder Spezielles zur Zubereitung oder zu möglichen Beilagen notiert wird. Hier gab es auch einen Rezepttipp aus dem Buch, nämlich SSam, Reisbällchen in Krautmantel, die es aber leider nicht auf das Foto geschafft haben.



Lauchsalat

Das ist ein Gericht, bei dem man unbedingt darauf achten muss, dass man ganz zarten Junglauch verwendet und dass man den Lauch in wirklich ganz feine Steifen schneidet. Mariniert wird der Salat nur kurz in einer Soja-Marinade. Auch wieder ein sehr schnelles Rezept.





Spargel mit Rindfleisch

Zubereitet wird das Fleisch, nachdem es in der Soja-Marinade durchziehen durfte, getrennt vom Spargel. Im Kochbuch werden Fleisch und Spargel vor dem Servieren noch auf Spieße gesteckt, was ich faulerweise nicht gemacht habe. Es war ein gutes Essen.








Gurkensalat

Hier braucht es keine besonderen Küchentechniken wie beim Chinesischen Gurkensalat, wo die Gurke geprügelt wird, sondern die Gurke wird einfach in dickere Scheiben geschnitten und mit einer knofeligen Soja-Marinade vermischt. Fertig in 5 Minuten.

Schweineschnitzel mit Paprika

Dieses Rezept stelle ich im kommenden Posting genauer vor.

 

 







Was es nach dem Kochen zu sagen gibt: Dieses Buch hätte den Untertitel "Korea easy" verdient, denn einen niederschwelligeren Zugang zur koreanischen Küche kann ich mir nicht vorstellen. Alles, was ich nachgekocht habe, hat problemlos geklappt und hat uns geschmeckt.


Fakten zum Buch
ISBN: 978-3-7913-8030-8
Hardcover, Pappband
Format: 20,0 x 28,0 cm
90 farbige Abbildungen
Erschienen: 13. März 2024

 

Bestellen kann man das Buch wie immer beim Buchhändler ums Eck, direkt beim Verlag oder im Internet bei einem der vielen Buchhändler, die versenden.
 

Die Links sind alle keine Affilate-Links.

Danke an den Prestel Verlag,  der mir das Buch für die Rezension zur Verfügung gestellt hat.  

 


Donnerstag, 13. Juni 2024

Spargelsalat mit Garnelen und Erdbeeren

Mein Spargelbauer hat das Spargelstechen schon Anfang des Monats eingestellt, aber auf den Märkten wird doch noch welcher verkauft. Und ich muss sagen, es ist auch okay, wenn es bald gar keinen mehr gibt. Anfang der Saison gab es bei uns jeden zweiten Tag Spargel, jetzt nur mehr einmal in der Woche − es ist also eine gewisse Sättigung eingetreten. Aber dieses Rezept musste ich unbedingt noch ausprobieren und es war gut genug, dass es auf den Blog darf, was immer ein Zeichen ist, dass es empfehlenswert ist. Gefunden habe ich das Rezept schon vor langer Zeit hier, nun hab ich es für unsere Gelegenheit umgebaut. Was mich besonders interessiert hat, war die Kombination von Estragon mit Dille. Man muss tatsächlich mit beiden Kräutern nicht sparen bei diesem Salat, denn hier harmonisieren sie wirklich gut miteinander.

 


 

Für 2 Hauptspeisenportionen

½ kg grünen Spargel
250 Gramm Erdbeeren 
250 Gramm Riesengarnelen (hier TK gegart)
1 EL Weißweinessig 
1 EL pürierte Erdbeeren 
1 TL Zucker
3 EL Öl 
frisch gemahlener Pfeffer 
3 Zweige Dill 
3 Zweige Estragon 

 

Salzwasser zustellen. Spargel waschen, die Enden so weit wie nötig abbrechen, in mundgerechte Stücke schneiden, im Salzwasser je nach Dicke 3-5 min. kochen. Abgießen und kalt abschrecken, damit der Spargel nicht weiter gart.

Die Garnelen waschen, abtropfen lassen.

Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, putzen und wenn nötig in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Kräuter waschen, gut abtropfen lassen, abzupfen und grob schneiden.

Kurz vor dem Essen Öl, pürierte Erdbeeren, Essig, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen zu einer Emulsion rühren. Alle anderen Zutaten dazugeben und alles vermischen. Auf Tellern anrichten und servieren.


Donnerstag, 6. Juni 2024

Marcella Hazans superschnelles Thunfisch-Sugo

Marcella Hazan ist eine meiner Kochheldinnen. Wenn es um Mittelmeerküche geht, reichen ihr nicht viele das Wasser. Und dann siehe da, es gibt tatsächlich ein Rezept von ihr, das ich noch nicht kannte! Natürlich musste ich das gleich nachkochen. 

Für 2 Hauptspeisen-Portionen

1 Dose Thunfisch in Olivenöl  
½ Teelöffel Knoblauch, sehr fein gehackt 
1 Ei, leicht geschlagen 
2 Esslöffel Butter, auf Raumtemperatur  (Original 3 EL)
100 ml Schlagobers
Salz 
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle 
1 Hand voll frisch geriebener Parmigiano + mehr zum Servieren
1 Hand voll Basilikum (ich: rotes, Original Petersilie)
milde Chiliflocken (meine persönliche Empfehlung, z. B. Urfa)
200 g Spaghetti oder andere lange Nudeln 

 

Den Thunfisch in einem Sieb gut abtropfen lassen, danach in eine große (!) Rührschüssel geben. Thunfisch mit einer Gabel zerzupfen. Knoblauch, Ei, Butter, Obers, Salz, milde Chiliflocken und Parmigiano hinzugeben. Gut mischen, bis alle Zutaten gründlich vermengt sind. Grob zerzupftes Basilikum, Salz und Pfeffer einrühren. 

Währenddessen die Nudeln in einen Topf mit viel kochendem Salzwasser geben und kochen, bis sie noch Biss haben. Abgießen und sofort mit der Thunfischmischung gründlich vermengen. 

Mit zusätzlichem Parmesan servieren.


 

Es war richtig, richtig gut! Sehr fein cremig aber doch mit ein wenig Biss durch die Thunischstückerln. Ein ganz lässiges Sommerrezept, das im Nu gemacht ist und auf die All-Time-High-Liste gekommen ist.

Samstag, 1. Juni 2024

Foodierückblick auf Mai 2024

Gegessen

Der Turbohausmann hat mich ausgeführt und wir waren endlich im Azzurro essen. Jede Menge hatte ich schon darüber gelesen und es hat sich alles bewahrheitet: Das Essen ist zum Niederknien gut dort! Die Speisekarte ist klein, aber sehr fein. Auf dem Foto sieht man meinen Lieblingsgang: Sehr kräuterig gefüllte Teigtascherl, die in einem himmlischen Sojasaucensud und on top mit einer richtig scharfen Creme daherkamen. Auch alles andere war extrem gut.
Der Nachteil ist das Lokal selber: Es ist ein großer Speisesaal wie in meiner Jugend beim Schulschikurs und es wurde auch nichts gemacht, was die Akustik ein wenig bremsen würde. Man sitzt unbequem auf Holzbänken, nicht einmal ein Polster ist zu finden.

Ein Familienfest fand im Gasthaus Nährer statt. Der vielfach ausgezeichnete Koch Mike Nährer hat einen sehr modernen, stahl-glasigen "Stadel" in Rassing bei St. Pölten bauen lassen, wo man hervorragend tafeln kann. Auf dem Foto sieht man den Kalbskopf. Was man nicht sehen kann: Rund um den Erdäpfel-Vogerl-Salat war ein Mayo-Ring, auf dem Senfkaviar ruhte. So eine schöne Idee, dieses Essen zu servieren! Man erwischt mit jedem Bissen vom Salat ein bissl was von Mayo und Senfkaviar. Das heißt, der Salat wird ein kleines bissi mayonnaisiger, aber halt nicht so üppig, wie bei wirklichem Mayo-Salat. Und der Senfkaviar ist sowieso immer ein Hammer. Auch alle anderen waren sehr zufrieden mit ihrem Essen. Die Getränke waren genau so top.

Mit meinen Marktfreundinnen war ich wieder einmal am Kutschkermarkt. Paul & Worthmann ist eine Aperitivo-Bar, die genau dort ist, wo früher der Marktstand Pöhl-Mayr sein quasi Kaffeehaus hatte. Jedenfalls bieten sie auch Kleinigkeiten zum Essen an. Wir haben uns mit diesen drei Sachen durch die kleine Speisekarte (= eine Tafel vor Ort) gegessen. Alles war recht in Ordnung. Das Pastrami-Sandwich war ein Toast und zu meinem Tussiteller mit wirklich sehr guter Burrata von den Fratelli Valentino hätte italienisches Brot besser gepasst als das Toastbrot, aber das ist jetzt fast schon Haarspalterei. Getränke (Muskateller, Prosecco und O-Saft) waren ausgezeichnet.

Das Treffen mit einer Freundin hat im im Hansen zum Mittagessen geführt. Sie hat schwarzes Risotto mit Garnelen und einen kleinen Salat dazu gegessen, ich hab bei Fish & Chips zugeschlagen. Das Risotto meiner Freundin war gut. Das Fett hätte bei meinem Fisch ein wenig heißer sein dürfen, denn der Teig war sehr angesaugt mit Öl, aber sowohl die Pommes als auch Remoulade und Erbsencreme waren tadellos. Auch die Getränke bis hin zum Espresso waren in Ordnung. Interessanterweise war trotz Kaiserwetter der Gastgarten weniger besetzt als das Lokal innen. Und wie immer, wenn ich in der Gegend bin, musste ich abschließend noch durch die Gärtnerei, mit denen sich das Lokal den Keller der Börse teilt, besuchen. Was für eine Augenweide!

Was ist wichtig bei einer Damenrunde? Kaffee! Und wenn das Wetter passt, dann nimmt man Eiskaffee. In diesem Fall im Landtmann. Es war erstaunlicherweise Platz auf der Terrasse frei und da konnten wir nicht anders. Wie immer ist der Service dort enorm freundlich. Der Eiskaffee war gut. 

Meine Erkenntnis des Tages dort: Es gibt einen unterirdischen Gang vom Landtmann ins Burgtheater! Das war mir neu! Tagsüber ist der geschlossen. Ich muss endlich wieder mal ins Burgtheater gehen und schauen, ob man nach der Vorstellung dann noch rübergehen kann ins Landtmann und dort etwas trinken.

 

 

 

Gekauft

Wir haben Freunde in Salzburg und die waren wir Ende April/Anfang Mai wieder mal besuchen. Ich war noch nie in meinem Leben zuvor auf der Schranne. Das ist der immer am Donnerstag stattfindende Wochenmarkt. Es ist der größte Markt Österreichs und tatsächlich beachtlich. Vom Angebot her wirklich umwerfend! Jetzt um diese Jahreszeit natürlich auch viele Blumen und Pflänzchen aller Art, vor allem aber Lebensmittel. Auf dem Foto sind Salzburger blaue Garnelen. Und ich hatte keine Kühltasche mit! Sie durften also nicht mit nach Wien. Mit einem ganz tiefen Seufzer schwöre ich mir, dass mir so ein Fauxpas nie mehr passiert.
Wisst ihr noch, wie man bei Erdbeeren testet, ob sie wirklich reif sind? Einfach am Strunk ziehen und der sollte dann zur Gänze, also mit einem quasi kleinen "Stempel" aus der Beere flutschen und dort einen Krater hinterlassen. Mitte Mai war das perfekt möglich.
Falls jemand Einkaufstipps braucht: Wir sind aus Verwandtschaftsgründen öfter im Burgenland, daher kennen wir das Standl in Jois recht gut. Das ist an einem kleinen Parallelweg direkt an der Durchzugsstraße. Die Beeren sind bio und wirklich köstlich. Mit meinem Gemüsekisterl von Iris Wallner kann ich auch sehr gute mitbestellen. In Wien kauf ich meine Erdbeeren immer beim Brandenstein, wo ich auch meinen Spargel her habe, die sind top.

Der Kutschkermarkt ist insgesamt eine große Freude. Sehr fein ist das Pilzstandl mit ausgesucht schöner Ware. Es gibt dort nicht nur die üblichen Zuchtpilze, sondern auch tolle Wildpilze. Lustigerweise sind aber die Pilze, die am besten gehen, die Champignons. Aber die waren auch wirklich überzeugend: kleine, fest geschlossene Köpfe, sehr frisch. Ich hab damit diese Champignons vom Grill mit Safran Couscous gemacht. Außerdem gab es diese Portobello mit Gremolata und Parmesan.

 

Ich hab zu meiner großen Freude einen Staudigl-Gutschein geschenkt bekommen. Und nachdem mich die Schenkerin kennt, war noch ein Packerl Knabberzeugs dabei. "Snack Attack" nennt sich diese Mischung und die ist echt gut. Bei mir wird sie übers Porridge oder Müsli oder selbst gemachtes Fruchtjoghurt gestreut werden.
 

 


 



 

Gekocht

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

Wie jedes Jahr ist das die erste Marmelade im Jahr. Wir mögen sie sehr gern, weil das Säuerliche vom Rhabarber ein wenig Spannung in die Erdbeermarmelade bringt. Zu beachten gibt es nicht viel, nur muss man den Gelierzucker ein wenig höher dosieren, weil beide Früchte wenig eigenes Pektin haben.

Ragù alla Bolognese

Das beste Rezept für Bolognese ist immer noch das von Marzella Hazan. So experimentierfreudig ich auch sonst bin, da probier ich gar nicht mehr lang herum, sondern das ist und bleibt mein Standardrezept. Es sind immer mehrere Portionen im Tiefkühler, wenn es mal schnell gehen muss und wenn eine Ehekrise droht.

Topfentorte

Wir hatten Gäste zum Grillen und bei Gästen mache ich gern erprobte Rezepte. Es gab Topfentorte mit Erdbeeren. Ich hab einfach dieses Tortenrezept genommen und in die Creme Saft und Schale einer Limette eingerührt. Die Torte durfte über Nacht im Kühlschrank durchkühlen. Vor dem Servieren kamen nur noch Erdbeeren oben drauf. Hui, die Torte haben wir enorm dezimiert!


Spargel-Rahm-Salat

Wie seit vielen Jahren durfte auch in diesem Jahr mein Spargel-Rahm-Salat auf den Tisch. Dieses Mal in der Abwandlung mit Schinkenwürferln und gekochten Eiern, oben drauf einfach Schnittlauch. Ein Löfferl Senf in der Marinade hat sich zu dieser Variante super gemacht.










Erdbeeren mit Rahm

Wenn es reife Erdbeeren gibt, dann gibt es natürlich auch meine Kindheitserinnerung Erdbeeren mit Rahm mehrmals in der Woche entweder als Spätstück oder als Abendessen oder als Dessert. Also geht bei mir einfach immer!






Schon öfter habe ich gesehen, dass Spargel mit Sauce Hollandaise gratiniert wird. Das wollte ich nun ausprobieren. Natürlich mit selbst gemachter Hollandaise. Die verabschiedet sich aber während des Übergrillens vom Spargel runter in das Gefäß. 

Wenn man das machen will, dann muss man offensichtlich die gekaufte aus dem Packel nehmen. Also keine Option für mich.



 

Holunderblüten-Grapefruit-Cocktail 

Sehr fein war dieser schon fast vergessene Cocktail. Nachdem die Holunderblütenernte dieses Jahr ganz toll war und ich wieder meinen Sirup angesetzt hatte, hab ich ein bissi auf meinem Blog gestöbert und nicht nur den, sondern auch den Alkohlfreien Hugo wiedergefunden. Man kann ja wirklich coole fancy Sachen trinken, auch wenn man keinen Alkohol mag.

Das war so ein Ding: Ich hab diesen Bananenschaum bei Ulrike gesehen und schon war der Nachkochzwang da. Geht extrem einfach und schmeckt richtig gut! Ich werde im Sommer auch noch den gesamten Bananensplit damit nachbauen, aber wir haben den Schaum bisher einfach so aufgegessen.
Zur Notiz von mir an mich: 3 Bananen (ca. 250 g), 80 g Staubzucker, 40 ml Zitronensaft (1 Zitrone), 200 g Schlagobers - zematschen, verrrühren, durch ein Sieb streichen (wichtig!), ab in die Espumaflasche. Eine Kapsel gibt einen sehr formlosen Schaum, zwei machen so richtig standfesten.

Liptauer

Mai ist Liptauer-Zeit! Wisst ihr, wieso das so ist? Da gibt es den guten, intensiven Schaf-Brimsen aus der Slowakei auch in Wien zu kaufen. Dazu muss man aber am Samstag auf den Karmelitermarkt oder Bauernmarkt beim Naschmarkt zu kaes.at, leider habe ich den sonst nirgends gefunden. Auch sonst ist der Brimsen von den wirklichen Käsehandwerkern derzeit sehr gut, weil die Schafe nach dem Winter wieder auf die Alm können und die ganzen Frühlingskräuter abernten. Es gibt Brimsen auch bei mir im Supermarkt, aber der darf dort bleiben. Aus Gründen ...




 

Gelesen

Eine der Segnungen der modernen Küche sind Microplane-Reiben. Leider werden auch die mit der Zeit stumpf. Hier ein Artikel, wie sie länger die Schärfe halten. Spoiler: Kren kommt mir nicht mehr an meine Microplane! Und bitte kaufts nicht wie ich den Nachbau von WMF, der reißt bloß Fetzen aus dem raus, was man fein reiben will.

In der Washington Post gab es einen spannenden Artikel über die Folgen des Konsums von hochverarbeiteten Lebensmittel. Kurze Conclusio: Bitte, bitte kochts euch was Gscheites und kaufts nicht das fertige Klumpert. 

Liest noch jemand außer mit die Wiener Zeitung? Ich mag die immer noch recht gern und lese sie halt jetzt online. Spannend fand ich den Artikel über Milch, denn um dieses Nahrungsmittel ranken sich viele Mythen. Auch interessant war Nunu Kallers Artikel über Supermarktblumen. Da bin ich nicht so dramatisch anfällig dafür und ehrlich gesagt auch sehr froh drüber. Ich hab immer schon lieber eine Tulpe aus heimischem Anbau gekauft statt um dasselbe Geld einen ganzen Strauß im Supermarkt. Meine Quellen für heimische Schnittblumen: Schreimarkt in St. Favoriten und Bauernmarkt bei der Kettenbrückengasse.


 

Gesehen

It's Raining Men ist in diesem Fall keine Hommage an den Regen, sondern es regnet auf einmal wirklich Männer im Leben von Iris. Sie ist eine hübsche, erfolgreiche Frau mit zwei Töchtern und einem lieben Mann, sie hat bloß eines nicht, das ist Sex. Die Leidenschaft ist irgendwann zwischen Haushalt, Arbeit und Kindererziehung verloren gegangen. Aber das Internet macht es möglich: Auf einmal sind in ihrem Leben Männer in Hülle und Fülle in ihrem Leben und sie entdeckt ihre Sexualität wieder. Die Geschichte ist sehr französisch und wird mit einem heiteren Augenzwinkern erzählt. Es ist ein beschwingter Film und bestens geeignet, wenn man einen unbeschwerten Abend im Kino verbringen will. 

Der Film läuft seit 24.5. in den Wiener Kinos.


 


Das Foto hab ich im Volksgarten gemacht. Die Rosenblüte war wieder einmal ein Wahnsinn! Im Theseustempel ist gerade ein Teil einer Ausstellung: Im Weltmuseum ist eine große Ausstellung über Kamele, die ich unbedingt noch anschauen will. Eine Künstlerin aus den Emiraten hat Kamelen eine sehr schöne Hommage gewidmet. Sie hat Ölfässer mit Kamelfell verkleidet und zu einem Kunstwerk aufgebaut. Man darf das Kunstwerk angreifen und ich war sehr erstaunt, wie unterschiedlich Kamelfell aussieht und sich angreift. Jedenfalls sehr fesch das alles.

Jedenfalls war der Monat insgesamt toll. Ich hab wirklich viel nachgeholt, was ich im April versäumt habe. Balkonien ist nun auch auf Sommerbetrieb und es macht viel Spaß zu garteln. Viele liebe Leute habe ich getroffen, mit ihnen gemeinsam gegessen oder auch nur einen Kaffee getrunken. 

Geht es euch auch so gut? Sagt's was! Ich schick euch allen ein Zwickerbussi durchs Internet.



Donnerstag, 23. Mai 2024

Radieschen-Kohlrabisalat

Jetzt ist Radieschen-Hochzeit! Sowohl auf den Märkten als auch auf Balkonien gibt es sie in Hülle und Fülle. Nachdem die Paradeiser, Paprika, Gurken und Konsorten schon in den Startlöchern gescharrt haben, habe ich meine Radieschen abgeerntet und es wurde dieser köstliche Salat draus. Wir haben gleichzeitig die Grillsaison eröffnet und den Salat für sehr geeignet als Grillbeilage befunden.

 

 

Zutaten für 2 Portionen

1 Bund Radieschen 
1 Kohlrabi 
Salz 
Weißer Pfeffer 
Zucker 
2 EL Haselnusskerne, geröstet
1 Schalotte 
1 EL Mayonnaise 
2 EL Joghurt  
Muskatnuss
1 Prise Kurkuma
1 EL Weißweinessig 
glatte Petersilie 

 


Radieschen putzen und waschen. Kohlrabi schälen. Beide Gemüse grob raspeln, in eine Schüssel geben, salzen und zuckern. 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen Haselnüsse grob hacken. Schalotten in feine Ringe schneiden. 

Gemüse gut ausdrücken, wieder in eine Schüssel geben.

Mayonnaise, Joghurt und Essig verrühren, zur Radieschen-Kohlrabi-Mischung geben und mischen. Den Salat mit Pfeffer, Kurkuma, Muskatnuss, eventuell Salz und Zucker abschmecken.

Petersilienblätter fein schneiden, vor dem Servieren unter die Mischung rühren. Salat auf Schüsseln verteilen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Rezeptquelle: essen & trinken