Donnerstag, 23. Mai 2024

Radieschen-Kohlrabisalat

Jetzt ist Radieschen-Hochzeit! Sowohl auf den Märkten als auch auf Balkonien gibt es sie in Hülle und Fülle. Nachdem die Paradeiser, Paprika, Gurken und Konsorten schon in den Startlöchern gescharrt haben, habe ich meine Radieschen abgeerntet und es wurde dieser köstliche Salat draus. Wir haben gleichzeitig die Grillsaison eröffnet und den Salat für sehr geeignet als Grillbeilage befunden.

 

 

Zutaten für 2 Portionen

1 Bund Radieschen 
1 Kohlrabi 
Salz 
Weißer Pfeffer 
Zucker 
2 EL Haselnusskerne, geröstet
1 Schalotte 
1 EL Mayonnaise 
2 EL Joghurt  
Muskatnuss
1 Prise Kurkuma
1 EL Weißweinessig 
glatte Petersilie 

 


Radieschen putzen und waschen. Kohlrabi schälen. Beide Gemüse grob raspeln, in eine Schüssel geben, salzen und zuckern. 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen Haselnüsse grob hacken. Schalotten in feine Ringe schneiden. 

Gemüse gut ausdrücken, wieder in eine Schüssel geben.

Mayonnaise, Joghurt und Essig verrühren, zur Radieschen-Kohlrabi-Mischung geben und mischen. Den Salat mit Pfeffer, Kurkuma, Muskatnuss, eventuell Salz und Zucker abschmecken.

Petersilienblätter fein schneiden, vor dem Servieren unter die Mischung rühren. Salat auf Schüsseln verteilen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Rezeptquelle: essen & trinken



 

Mittwoch, 15. Mai 2024

Pan Bagnat

Die Abende sind lang und die Lust am Kochen schwindet. Kennt ihr das auch? Es ist jetzt wieder die Zeit im Jahr, wo wir gern mit Freunden draußen sitzen und plaudern, außerdem braucht mein Balkonien gerade jetzt viel Zuwendung, weil die letzten Frühlingspflanzen müssen raus, die Sommerpflanzen brauchen ein Zuhause. Und da bietet sich ein Salat oder ein Sandwich halt sehr an. Dieses Sandwich ist gleich zwei in einem: Quasi Salade nicoise in einem Weckerl. Noch gibt es nicht die perfekten Zutaten dafür, aber so einigermaßen kommt es schon hin. Die großen Fleischparadeiser, die perfekt wären für dieses Essen, habe ich halt durch kleine Kirschparadeiser ersetzt, denn die haben schon mehr Aroma als die großen.

Noch etwas Feines an diesem Sandwich: Man macht es schon einige Stunden vorher, denn es muss einige Stunden straff in Folie gewickelt und gepresst ruhen, damit die Aromen sich entwickeln können. Bei mir ist einfach eine Schachtel mit Eiern im Kühlschrank draufgestanden, was gut geklappt hat. Und nach der Balkonarbeit war es dann fertig und musste nur mehr gegessen werden.

 


 

Zutaten für eine Person
⅓ - ½ Baguette (wäre optimal, bei mir ein Ciabatta-Weckerl, hat auch sehr gut gepasst)
100 g Thunfisch in Öl, gut abgetropft
1 Ei, hart gekocht
2 kleine Radieschen
4 Kirschparadeiser
1 Frühlingszwiebel
1 Hand voll Salat (hier Rucola)
1 Hand voll Basilikumblätter
3-4 Oliven
1 TL Kapern
2 TL Balsamico-Essig
1 EL Olivenöl (bei mir gleich das aus der Fischdose)

 

 

Den Thunfisch in ein Sieb geben, dabei das Öl in einem Schüsserl auffangen. Das Brot aufschneiden und aushöhlen. Olivenöl in das Brot träufeln. Ei, Jungzwiebel und Radieschen in Scheiben schneiden. Kirschparadeiser halbieren. Den Thunfisch mit den entsteinten Oliven, den Kapern und dem Balsamico vermischen. Alle Zutaten auf das Brot legen. Straff in Folie wickeln und im Kühlschrank beschwert einige Stunden (geht auch über Nacht) ruhen lassen.

 

 



Banner Blog-Event CCVII - Sandwiches (Einsendeschluss 15. Mai 2024)Dieses Rezept darf zu Zorras Blogevent, das Sarah von kinderkommtessen ausrichtet.

Es finden sich schon viele spannende Sandwiches bei dem Event, also schaut mal dort hin!



 

 

Donnerstag, 9. Mai 2024

Zitronen-Shandy

Balkonien ist eröffnet und damit braucht es Getränke, mit denen man gemütlich draußen sitzen kann. Bei mir am liebsten mit wenig bis gar keinem Alkohol drinnen, denn sonst schlaf ich im Sitzen ein. Diesen Shandy habe ich bei Petra gefunden und für sehr gut befunden. 

Ein Shandy ist übrigens ein Bier-Mischgetränk. In diesem Fall mit Ginger Ale, das es mit wenig oder gar keinem Alkohol gibt. 

Falls jemand keinen Zitronensirup hat: Ich mach den so wie unten beschrieben und der steht immer im Kühlschrank. Gerade in der schönen Jahreszeit ist der für Getränke eine ganz feine Sache.

Noch ein Dankeschön an eine Bloggerin: Barbara hat mir den Tipp gegeben, dass es beim großen A den Kidia Clear Ice Maker gibt. Nun besitzt der Turbohausmann so etwas und wir können endlich auch große, klare Eiswürfel machen. Das klappt tatsächlich, was seine Nachtruhe deutlich verbessert hat!


 


 

 

Zitronensirup 
100 ml Saft von Bio-Zitronen (ca. 2 Stück), Schale in Streifen abgezogen
100 ml Wasser 
75 g Zucker 

Die Zitronen heiß waschen und die Schale mit dem Sparschäler abziehen (das Weiße der Schale soll nicht mit abgezogen werden). Auspressen. Alle Zutaten in einen Topf geben, den auf den Herd stellen und alles 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Der Zucker sollte komplett aufgelöst sein. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den Sirup abkühlen lassen. Zitronensirup durch ein Sieb gießen und in saubere Flaschen abfüllen.

 


Zutaten für 2 Gläser à 300 ml
Eiswürfel 
20 ml Zitronensirup 
200 ml Ginger Beer; nach Belieben alkoholfrei oder mit Alkohol 
Eiskaltes Sprudelwasser zum Auffüllen 
5-10 Tropfen Angustora Bitter; mehr nach Geschmack 
1 Zitronenscheibe zum Servieren

Zitronensirup mit Angustora und Ginger Ale vorsichtig verrühren. Eiswürfel in ein Glas geben, die Mischung dazugeben, mit Sprudelwasser aufspritzen. Mit einer Zitronenscheibe servieren.

 

 

Mehr alkoholfreie Getränke bei der Turbohausfrau:

Getränkespecial Getränke für die Hundstage
Kalter Kaffee: Shakerato
Kalte Milchmixgetränke: Rosenwasser-Kardamom-Lassi, Pefferminz-Buttermilch-Lassi, Mango-Lassi
Sirup-Varianten: Zitrussiger Sirup, Rhabarbersirup, Zitrus-Minze-Sirup und um diese Jahreszeit natürlich Holunderblütensirup
Wassermelonensaft
Zitronenpelargonienlimonade
Ananas-Thaibasilikum-Saft
Alkoholfreier Hugo
Holunderblüten-Grapefruit-Cocktail 

 



Mittwoch, 1. Mai 2024

Foodie-Rückblick auf April 2024

Gegessen

 

Wie immer sehr fein gegessen haben wir bei Das Fritz. Auf dem Foto zu sehen sind Rindsmedaillons mit Morcheln und Kräuterschnitte, dazu gebratene Seitlinge und Pak Choi. Das Fleisch genau wie bestellt, sehr zart, der Rest auch perfekt. Und wie immer bekommt man in dieser Location ein gewaltiges Stück Urlaubsfeeling mit serviert.






 

Gekauft

 

Mein Gemüsekisterl im April war eine Freude. So schnell hab ich selten ein Kisterl verkocht. Der Spargel wurde zum Start in die Saison einfach gekocht, serviert mit diversen Saucen, dazu geb es Petersilerdäpfel und Eichblattsalat. Pak Choi, Karotten, und Frühzwiebel wurden zum Wok-Gemüse. Der Lauch wanderte in meine geliebten Blauschimmel-Pasta. Der Bärlauch wurde zu Pesto, das ich immer wieder gern als knofeliges Gewürz zu allem möglichen einsetze. Die Radieschen waren köstlich auf einem Butterbrot.

 


 

 

 

Gekocht

 

Krautfleckerl

Das erste Frühkraut ist am Markt und da mache ich immer sehr gern Krautfleckerl. Das Frühkraut ist fein zu verarbeiten, weil es innerhalb der Zeit, die das Nudelwasser zum Kochen braucht, weich gedünstet ist. Also los! Kauft Frühkraut!

Spargel Caesar Salad

Habt ihr den Salat schon nachgemacht? Wenn nicht, dann ist jetzt die beste Zeit, denn der Spargel ist echt super im Moment. Der Salat ist für "nur ein Salat" zwar viel Arbeit, aber die lohnt sich auf jeden Fall. Die vielen Zutaten bringen halt auch eine Vielfalt an Aromen mit sich. Und es gibt jede Menge Texturen in dem Essen. 

 

Fishcakes

Wie konnte es passieren, dass ich die Fishcakes von Christine bei der letzten Monatsrükschau unterschlagen habe? Nun muss ich sie halt jetzt posten, denn die haben echt gut geschmeckt und ich brauche eine Erinnerung daran in meinem Blog. Ich hatte das Glück, dass ich am Naschmarkt beim Umar ein schönes Heilbutt-Filet ergattern konnte und bei der Nordsee geräucherten Heilbutt. Eine hervorragende Kombination, die ich sehr empfehlen kann. Dazu habe ich eine unechte Bozener Sauce und Salat serviert.

Pasta mit Zucchini und Feta

Ein ganz einfach zu kochendes und extrem flottes Essen, das immer wieder so erfreulich frisch schmeckt. Man muss nur zwei Stunden vorher den Feta mit Limette marinieren, danach ist das Essen in der Zeit, die man zum Nudelkochen braucht, fertig. Ich bin sicher, das steht bald wieder auf dem Tisch.





Radieschensalat mit geräucherter Forelle

Nun hab ich tatsächlich ausreichend viele Radieschen auf Balkonien, dass sich dieser Salat für zwei Personen ausgegangen ist. Wie immer wuchert auch meine ausdauernde Gartenkresse und die schmeckt jetzt am besten. Später im Jahr werden die großen Blätter zu ledrig. Die Forelle war in diesem Fall ein Saibling und stammte einfach aus dem Supermarkt − ich muss sagen, dass JaNatürlich das echt gut macht! Wird sicher wieder gekauft.



Huhn mit frischem grünem Pfeffer

Frische grüne  Pfefferkörner haben mich in einem sehr gut sortieren Asia-Laden bei mir ums Eck extrem angelacht. Wie immer, wenn ich ein neues asiatisches Lebensmittel in die Finger bekomme, schau ich beim Felix nach. Da findet man zuverlässig eine gute Erklärung, wie man damit umgeht, und ein feines Rezept. Eigentlich ist dieses Rezept bei ihm ein authentisches Thai-Rezept mit Schweinefilet, aber bei mir ist waren ausgelöste Hendlhaxen im Tiefkühler, die aufgebraucht werden wollten. Gut hat das geschmeckt!





Geladen


Mich kann man ja nicht so einfach beeindrucken mit Essen, weil ich diesbezüglich schon viel gesehen hab in meinem Leben. Nun waren der Turbohausmann und ich bei einer Freundin eingeladen und sie ist tatsächlich drei Tage lang in der Küche gestanden und hat für 8 Personen eine indonesische Reistafel zubereitet. Es waren tatsächlich noch mehr Gerichte als auf dem Foto zu sehen sind, aber der Tisch hat nicht mehr fassen können und wir mussten auf Beistelltische ausweichen. Und es war soooo köstlich! Die Rezepte stammten übrigens aus diesem Kochbuch und ich kann nur noch einmal eine warme Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Jedenfalls war ich extrem beeindruckt. Der Turbohausmann und ich haben viel zu viel gegessen, weil es so extrem köstlich war. Ein großes Dankeschön an die liebe Dagmar, die sich so viel Mühe gegeben hat!







Gesehen





Bitte wie kann es sein, dass es 40 Jahre her ist, dass Stop Making Sense in die Kinos gekommen ist? Das war doch gerade erst gestern ... Vielleicht sollte ich darüber nicht zu intensiv nachdenken.

Jedenfalls ist der Film nun neu überarbeitet und wird in neuer 4K-Qualität in einigen Wiener Kinos gezeigt. Egal, ob man den schon einmal gesehen hat oder nicht, man sollte ihn anschauen, denn das ist ein Meisterwerk. Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") hat es geschafft, einen Konzertfilm in einer Intensität auf die Kinoleinwand zu bringen, wie das selten zu sehen ist. Immer noch ist das einer der besten Konzertfilme, der je gedreht worden ist. Und die Musik hat noch immer nichts an Faszination verloren.

Es gibt in Wien etliche Party-Vorstellungen (z. B. Filmcasino), bei denen im Kinosaal gesungen und getanzt werden kann, auch mit dem Ersuchen um Dresscode. Insider: Big Suit ist nicht Pflicht ...


Auf Balkonien ist gerade so viel zu ernten! Ich hab Salate ohne Ende und verschiedenste Radieschensorten. Es ist eine Freude! Wie jedes Jahr habe ich schon meine Sommerblumen in Schönbrunn gekauft und die warten drauf, dass alles aufgegessen wird und sie in ihr neues Zuhause einziehen dürfen. Es juckt gewaltig in meinen Fingern!

Sonst war der Monat zu vergessen. Der Mann und ich waren fast durchgehend krank, weil wir mit diversen Viren Pingpong gespielt haben. Aber egal, wir haben ja zum Glück eine gute medizinische Versorgung und es scheint nun alles ausgestanden. Vielleicht schaffen wir es, dass wir im Mai einiges nachholen, was wir im April absagen mussten. Ich hab enorm Kultur-Hunger, denn außer einmal Kino hab ich nix hingekriegt.

Hattet ihr ein besseres Monat? Gehts euch allen gut? Sagts was! Ich schick euch ein Zwickerbussi!



Donnerstag, 25. April 2024

Spargel im Blätterteig

Das ist ein echt faules Rezept und schmeckt dabei so gut, dass ich euch das nicht vorenthalten kann. Für mich war es außerdem der Abschied von der Bärlauchsaison. Ich habe schon erste Maiglöckchen gekauft und damit pflücke ich weder selbst Bärlauch noch kaufe ich welchen, weil ich trau dem nicht mehr. Nachdem ich nun je ein Blatt nebeneinander hingelegt habe, weiß ich, wie verdammt ähnlich die Blätter aussehen.

Zu beachten gibt es sehr wenig. Wichtig ist, dass man dem Blätterteig quasi erklärt, ab wo er aufgehen soll. Das macht man durch einen oberflächlichen Schnitt zwei Finger breit vom Rand weg. Der Teig hält sich dann brav an die Spielregeln und macht einen feschen Rand, der die Fülle gut in ihren Grenzen hält.


 

Für 2 Personen

  • 1 Butterblätterteig (ca. 270-280 g)
  • 1 Hand voll Bärlauch
  • 1 Becher Ziegenfrischkäse (ca. 120 g)
  • 50 g Feta
  • 2 EL Sauerrahm
  • 250 g grüner Spargel
  • 1 Zitrone (unbedingt bio, denn wir brauchen die Schale)
  • 50 g Rohschinken
  • 1 Ei
  • Salz
  • Pfeffer

 

Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen, damit er auf Zimmertemperatur kommt.

Den Spargel waschen, angetrocknete Enden abschneiden. Das untere Drittel der Spargelstangen schälen.

Bärlauch waschen, gut trocken schütteln, hacken. Ziegenfrischkäse in eine Rührschüssel geben. Bärlauch und Sauerrahm dazugeben, salzen und pfeffern, alles gut verrühren und abschmecken.

Den Blätterteig auf dem mitgelieferten Backpapier gleich am Backblech ausrollen. 2 Finger breit vom Rand die Teigoberfläche anritzen. Innerhalb dieser Grenzen nun die Frischkäse-Kräuter-Mischung aufstreichen. Mit dem Spargel belegen. Den Feta über den Spargel bröseln. Den Rand des Blätterteigs mit verquirltem Ei bestreichen. 

Ins Rohr damit und 20-25 min backen, bis der Blätterteig eine schöne Farbe hat. 

In der Zwischenzeit die Zitrone gründlich waschen. Mit einer feinen Reibe die Schale direkt über den Spargel reiben. Rohschinken auf den Kuchen legen. Servieren.