Dienstag, 7. Juli 2020

[Buchbesprechung] Gutsküche: Geschmack ist meine Heimat von Matthias Gfrörer

Enthält Werbung (Rezensionsexemplar, Verlinkungen, Namensnennungen) ohne Auftrag, ohne Bezahlung.

Mein Balkonien ernährt uns trotz aller Bemühungen ganz und gar nicht, daher lese ich Kochbücher wie dieses hier immer mit einem tiefen Seufzer: Matthias Gfrörer betreibt nach Lehrjahren in Berlin und Wanderjahren von New York nach Südfrankreich, Dubai und Spanien mit seiner Frau das Gut Wulksfelde als Bio-Landwirtschaft. Im Kochbuch präsentiert er die Lieblingsrezepte seiner Landhausküche, sich selber, seine Art zu leben und zu kochen.

Die Fotos stammen von Elissavet Patrikiou, einer Wahl-Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, die bisher sechs eigene Kochbücher veröffentlicht hat. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Kochbuch und Reportage, zu ihren Kunden zählen unter anderem Lufthansa, Beef, Stern, Effilee, GU, Hölker, Matthaes und der Südwest Verlag. Die Fotos sind schnörkellos und klar, das Essen liegt nicht in der Gegend herum. Manche Fotos sind auffällig kontraststark, insgesamt jedenfalls sehr harmonisch.

Das Buch ist sehr schön gestaltet: Ganz edel in schwarzweiß mit Goldprägung kommt der Umschlag daher. Man wird mitgenommen, um ein ganzes Jahr auf dem Hof, mit der Familie, mit den zuliefernden Produzenten und in der Küche mit Matthias Gfrörer zu verbringen: Die nachhaltige Philosphie wird der/m LeserIn nahe gebracht und man merkt den umsichtigen Umgang und den Respekt, den der Autor mit seinen Produkten hat. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten gegliedert. In jedem Kapitel finden sich Vorspeisen, Suppen, Fisch-, Fleisch- und vegetarische Rezepte sowie Desserts und Kuchen. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen Produkten. Am Ende des Buches findet man kurze Exkurse zu Fisch & Meer und Fleisch, Geflügel & Wild. Schön finde ich die Basis-Rezepte, in denen Gewürz-Salze, Fonds und Saucen gezeigt werden. Was mir fehlt, ist ein alphabetisches Register.

Die Rezepte sind auf hohem Niveau, ohne dass man zum Nachkochen eine Ausbildung haben muss. Grundkenntnisse sind allerdings schon nötig, weil die Rezepte kurz gehalten sind und man daher ein gewisses Wissen mitbringen muss. Auch eine gute Ausrüstung wird vorausgesetzt. Als Beispiel: Ich hätte keinen zusätzlichen Kühlschrank, den ich auf 2 Grad herunterkühlen kann, um Rahmeis über Nacht bei dieser Temperatur reifen zu lassen. Mit der Espuma-Flasche muss man gut umgehen können, um zu wissen, wenn man die Nussbutter ohne zu filtern hineingibt, verstopft die Düse und das Cheesecake-Mousse bleibt drinnen. Auch bei den Zutaten ist das Niveau hoch, aber nicht unerreichbar. Ich habe mir immer helfen können, indem ich die Zutaten durch andere ersetzt oder weggelassen habe.

Ich möchte kurz die Rezepte aus der Frühlingsküche nennen, damit man sich vorstellen kann, was einen erwartet: "Frankfurter grüner Soße", "Erbsen-Cappucchino mit Schwertmuscheln", "Glasiertes Saiblingsfilet mit Radieschen, Hüttenkäse und Bärlauch-Stampf", "Gebeizte Eismeerforelle mit Wildkräutersalat und saurer Sahne", "Bunter Spargel 'family style' mit Sauce Hollandaise und frischem Weißbrot", "Spargelfondbasis ... ein Muss für alle warmen Spargelgerichte", "Bunter Spargelsalat Royal", "Landhausfrikassee von der Holsteiner Poularde mit Frühgemüse, Risibisi und jungem Giersch","Lackiertes Osterzicklein mit geröstetem Spargel, Taglilien und Vanille-Polenta", "Hof-Ferkel-Kotelett mit Frühlingsgemüse und Bärlauch-Gersten-Risotto", "Spanische Mispeln mit Schmandeis, Granola und Süßdolde", "Quarkplinsen mit glasiertem Rhabarber und Ziegenfrischkäse". Dieses Kapitel wird übrigens abgeschlossen durch ein Kapitel namens "Weinlust - im Gespräch mit Rakhshan Zhoule und Rebecca Gfrörer".

Nun koche ich mich teilweise durch Frühling und Sommer, die Jahreszeiten, in denen ich mir dieses Buch vorgenommen habe.


Kleverhof-Caprese mit Büffelmozzarella

Eine elegante Variante vom Tussi-Teller (hüstel ...), nämlich mit Pesto. Hier wären Süßdolde und Bronzefenchel als Gewürze nötig gewesen, aber ich konnte leider keines von beiden bekommen. Dennoch ein sehr gutes Gericht!















Erbsen-Cappucino

Im Buch wird dieser Cappucino mit Schwertmuscheln dazu serviert, die ich leider nicht bekommen konnte. Das Süppchen war jedenfalls sehr gut! Nur das wirklich dunkle Grün der Suppe wie im Buch habe ich nicht zusammengebracht.


Nussbutter

Die brauche ich immer wieder, daher nehme ich gern Tipps an, wie man sie noch besser machen kann. Ich habe bisher die Butter immer einfach geschmolzen. Hier wird aber gerührt und die Nussbutter außerdem mit Muskatnuss, schwarzem Pfeffer und Meersalz gewürzt.
Marinierte Erdbeeren mit frischen Buchteln und Romanov-Jus

Ich gestehe, mit dem Teig für die Buchteln habe ich arg gerauft, weil der so weich war, dass ich keine Buchteln formen konnte. Da half aber ein Bild im Buch weiter, denn die Buchteln werden mit Löffeln abgestochen. So wurde dann doch etwas aus den Buchteln. Jus Romanov geht so, dass ein Teil der Erdbeeren mit grünem Pfeffer, Zucker, Portwein und Zitronensaft püriert wird, was seeehr elegant schmeckt.
Gebeiztes Forellenfilet mit Wildkräutersalat und saurer Sahne

Das war nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch eine Gaumenfreude! Im Buch wird Eismeerforelle verwendet, bei mir war es schlicht eine Forelle aus dem Waldviertel, was sicher noch einmal ein Unterschied ist. Es hat uns jedenfalls ausgezeichnet geschmeckt!
Spargelfondbasis

Noch eines der schönen Basisrezepte: Zwiebel, Staudensellerie, Gewürze und Zitrone werden mit jeder Menge Spargeschalen ausgekocht. So erhält man eine gut schmeckende Basis, mit der Spargelgerichte von vornherein gleich gut Geschmack mitgibt.







Bretonische Artischocken aus dem Sud mit Sommerdips

Wenn ich Artischocken gekocht habe, dann bisher immer in Salzwasser so wie hier. Ganz anders in dem Buch: ein gehaltvoller Sud aus Fenchel, Weißwein, Zwiebel und verschiedenen Kräutern wird hergestellt und die Artischocken werden darin gekocht. Das bringt natürlich schon von vornherein mehr Geschmack in das Gemüse. Dazu habe ich zwei der drei vorgeschlagenen Dips gemacht, die waren beide himmlisch und dabei richtig einfach zu machen.











Für wen das Buch funktioniert? Ambitionierte HobbyköchInnen wie mich und ganz sicher für Gäste des Lokals von Matthias Gförer, die mehr über ihn wissen wollen. Als Anfängerkochbuch würde ich es nicht empfehlen.

Eine weitere Rezension mit zwei Rezepten: Bushcook

Fakten zum Buch
Preis: 32,- € (D), 32,99 € (A), 43,90 CHF
ISBN: 978-3-517-09860-9
Hardcover, Pappband,
Umfang: 240 Seiten
Format: 19,5 x 24,0 cm
150 farbige Abbildungen
Erschienen am  21. Oktober 2019

Bestellen kann man das Buch wie immer beim Buchhändler ums Eck, direkt beim Verlag oder im Internet bei einem der vielen Buchhändler, die versenden. Für Österreich hier eine Liste der Buchhandlungen mit Online-Versand.
Die Links sind alle keine Affilate-Links.
Danke an den Südwest Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Donnerstag, 2. Juli 2020

[Genuss in rot-weiß-rot] Rindfleisch-Käferbohnensalat

Die Damenrunde vom "Genuss in rot-weiß-rot" wird dieses Mal von Friederike vom Fliederbaum
geleitet und zwar zum Thema "Kühlgenuss". Neu im Kreis der Genießerinnen ist Julia von Backebackekuchen − herzlich willkommen!

Von mir gibt es einen Lieblingsalat, den wir sehr oft essen, wenn ich Suppe gekocht habe. Das bietet sich immer an als Verwertung vom Rindfleisch, das ich in der Suppe mitgekocht habe. Und jetzt im Sommer natürlich auch als Salat, den man in der Kühltasche an einen See mitnehmen kann. Ich koche den immer am Vorabend, dann kann der Salat gut durchziehen.



Für 2 Hauptspeisenportionen

150 g Käferbohen (getrocknet)
200 g gekochtes Rindfleisch
1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
3 EL Kernöl
5 EL Apfelessig
1 Prise Pfeffer
1 TL Salz
½ TL Zucker
½ Bund Schnittlauch
(eventuell 2 hart gekochte Eier)

Käferbohnen am Vorabend in lauwarmem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in dem eingeweichten Wasser weichkochen, das dauert ca. 60 Minuten.

Rindfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die gekochten Käferbohnen noch heiß in eine Schüssel geben, Rindfleisch dazugeben, ebenso die geschnittene Zwiebel, Salz, Zucker und Pfeffer drüberstreuen, Essig und Kürbiskernöl untermengen. Zugedeckt mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.

Auf Tellern anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und die geschnittenen Eier dazulegen. Mit Schwarzbrot servieren.





Und nun freue ich mich auf die Rezepte der anderen Genießerinnen!

Friederike bringt eine Sommer-Schale.
Daniela kühlt uns mit Marmoriertem Eis-Gugelhupf.
Von unserem Neuzugang Julia kommt Gegrillter Zucchinisalat.
Brigitta serviert Melonensuppe.
Christina hat Kräuterlimo gebraut.
Maria stellt uns Sommersalat mit Gartenbeeren und Borretsch-Dressing auf den Tisch.



Mittwoch, 1. Juli 2020

Foodierückblick auf Juni 2020

Enthält Werbung, weil ich Namen nenne und auch verlinke, aber es ist alles selbst bezahlt und ich hatte keinen Auftrag für Werbung.



Gegessen

Der Turbohausmann ist nun endlich auch einmal in den Genuss von Bolani gekommen. Das sind große afghanische Teigtaschen mit einer Erdäpfel-Gemüsefülle und einem sauscharfen Dip. Von der Menge her würde ich sagen, es entspricht einer Pizza. Es ist dasselbe afghanische Fladenbrot, von dem ich eh schon einige Male geschwärmt habe. Nun habe ich den Mann angesteckt, denn er findet diese Fladen auch sehr gut.

Kaufen kann man die um die ungeheure Summe von 2,- € hinter dem Reumannplatz. Ich habe die Fladen bisher immer nur mittags dort bekommen. Homepage zum Verlinken gibt es keine, daher nur die Adresse: 1100 Wien, Wielandgasse 26, die Bäckerei ist zwischen Amalienbad und Quellenstraße recht versteckt, aber trotzdem gut zu finden, denn ein gelbes Schild mit symbolisiertem Weizen drauf weist einem den Weg.
Irgendwie passieren da immer Änderungen über Nacht! Eine davon ist, dass in Wien die Otto Bauer-Gasse teilweise zur Fußgängerzone wurde. Ich bin ja nun nicht die, die Shopping als Quelle der Freude betrachtet, daher bin ich auch nicht so oft auf der Mahü (= Mariahilferstraße), aber nun war ich einmal und war echt erstaunt, dass die Otto Bauer-Gasse, eine Seitengasse der Mahü, echt hübsch geworden ist. Auch Seitengassen der Otto Bauer-Gasse sind verkehrsberuhigt und der eine oder andere schöne Schanigarten ist dort aufgebaut. Weils halt gar so schön ist, in so einem Schanigarten zu sitzen, wo kein Verkehr vorbeibraust, war ich im Otto Bauer auf einen Espresso. Ich hab mir auch die Speisekarte angeschaut und die klang durchaus empfehlenswert. Mal schauen, ob ich nicht wieder einmal dort hin muss. Der Kaffee war jedenfalls sehr empfehlenswert! Schöne Crema, schwarz wie die Nacht und bitter wie das Leben. Genau so liebe ich Espresso.
Der erste Badetag am Meer der Wiener (= Neusiedlersee) durfte schon stattfinden. Der See ist mit 24 Grad noch recht erfrischend. Übrigens haben mir Leute dort gesagt, dass dieses Jahr die Chancen gut stehen, dass der See im Sommer komplett austrocknet. Das passiert angeblich alle 100 Jahre, weil der See nur einen winzigen Fluss als Zufluss hat. Der fehlende Regen im Frühling hat dazu geführt, dass der Wasserstand denkbar niedrig ist.

Erstmals waren wir nach unserem ersten Badetag in der Blauen Gans in Weiden am Neusiedlersee essen. Ich war schwerst beeindruckt! Einerseits ist die Aussicht von der Terrasse ein Wahnsinn, man sitzt nämlich gleich neben dem Jachthafen und sieht die ganzen schönen Boote und den Schilfgürtel drumherum und − hach! Einfach nur toll. Aber das Essen erst! Ich habe noch nie so guten Kalbskopf (siehe Foto) gegessen. Eingewickelt in hauchünne Brotscheiben, die total toll knusprig gebraten waren, serviert auf cremigem Spinat. Zum Niederknien! Auch der Rest vom Essen war richtig, richtig gut.

Das erste Tichy-Eis der Saison! Ich war eigentlich schon vorbeigegangen am Tichy, dann musste ich wieder retour um zu schauen, ob da wirklich als Eis des Tages mein Aschanti-Eis zu sehen war! Ja, war. Na keine Frage, dass ich da rein musste. Das Tichy-Eis ist wie immer sehr süß, aber das Aschanti gehört einfach zu den Highlights. Gerührter Eiskaffee, Eismarillenknödel und Aschanti-Eis, mehr muss ich nicht haben vom Tichy, aber auf diese drei kann ich nicht verzichten.















Gelernt

Die netteste Sache diesen Monat: Corona-bedingt fand das Multikulti-Kochen bei mir lange nicht statt, aber nun haben wir uns wieder zusammengefunden. Ich kann jetzt eine afghanische Linsen-Hühnersuppe kochen, meine Schützlinge wissen, wie man Strudelteig auszieht. Es hat wieder viel Spaß gemacht und wir haben mit unseren Liebsten gemeinsam im Anschluss an die Kocherei ausgiebig getafelt. Das sind so nette Tage, die ich wahnsinnig vermisst habe während des Lockdowns.















Gekocht

Schon wieder hab ich Kimchi-Pankaces gemacht. Das ist wirklich ein willkommenes Gemüsereste-Essen, das im Nu fertig ist. Dieses Mal war es ganz besonders fein, weil ich Kewpie-Mayo verwendet habe. Die muss ich einmal selber machen. Sie hat sogar weniger Gewürze drinnen als die normale, aber mehr Eier und ist mit Reisessig angesäuert.

Aus meinem letztjährigen Lieblingskochbuch habe ich nun endlich Seltz limone e sale nachgemacht. Ein hervorragendes Erfrischungsgetränk für den Sommer, dem neben einer Prise Salz eine ebensolche aus Natron beigegeben werden. Das Natron nimmt einerseits dem Zitronensaft die Spitze, das Salz macht alles noch einmal erfrischender. Lustig ist, dass dieses Gemisch das Zitronenwasser zum Schäumen bringt.


Wir essen dauernd selbstenen Salat! Noch lieben die blöden Dickmaulrüssler meine Rosen mehr als meine Salate. Ich fürchte, das wird sich bald ändern, aber bis dahin kann ich laufend ernten. Der wilde Rucola wächst wirklich wie wild! Der kommt jedes Jahr an denselben Stellen wieder und weil ich mit dem Ernten nicht nachkomme, blüht er nun auch schon. Ich bin sicher, im kommenden Jahr werde ich den an noch mehr Stellen finden. Daneben habe ich noch zwei verschiedene Asia-Salatmischungen aus Samen, eine Mischung von Reinsaat, eine von Sperli. Die Mischung von Reinsaat hat deutlich mehr Sorten, wachsen tun aber beide gleich gut. Außerdem habe ich noch eine Samenmischung namens "Baby Leafs", das sind Sorten wie Eichblatt und ähnliche Salate, die keine Köpfe bilden. Die kann man laufend beernten, immer außen rundherum die Blättchen wegzupfen. Das geht ca. ein Monat so, dann wachsen die Pflanzen aus und ich säe wieder neu. Mittlerweile habe ich das hingekriegt, dass ich jede Woche an irgendeiner Stelle neu säe, damit kann ich ohne Pause bis in den Herbst hinein ernten.


Nachgekocht aus anderen Blogs habe ich natürlich auch: Einer der Blogs, die ich immer lese und aus denen ich sehr gern nachkoche, ist Susanne vom Blog Magentratzerl, dieses Mal ist es das Schnelle Fenchel-Speck-Ragu geworden. Beim Kochkurs in Chianti habe ich gelernt, dass man immer ein paar frische Paradeiser in Sugos mit konservierten Paradeisern hineingibt, weil das dem Essen mehr Frische verleiht, also hab ich das gemacht. Fazit: Ein wirklich gutes Essen, das ich gern wieder einmal nachkochen werde, wenn es schnell gehen muss.










Noch ein Rezept habe ich nachgekocht: Gratinierten Spargel habe ich bei Chili & Ciabatta entdeckt. Ich habe keine Canneloni gemacht, sondern Palatschinken, in die ich Spargel und Schinken eingewickelt habe. Beachten muss man, dass bei dieser Variante die Palatschinken wirklich hauchdünn sein müssen, außerdem reicht eine halbe Palatschinke pro eingewickeltem Spargelpackerl, sonst ist das viel zu üppig. Aber bitte dieses Parmesankrusterl! Ich hoffe, man sieht es auf dem Foto, dass die Kruste richtig fest ist und bricht, sodass sie gut knuspert. Das Rezept ist also zur Wiederholung notiert für die nächste Spargelsaison.






Gekauft

Mit Begeisterung essen wir immer wieder das Waldstaudenroggenbrot vom Joseph. Durch die Zugabe von Apfel ist das Brot sehr schön durchfeuchtet und bleibt das auch eine Woche lang. Geschmacklich ist es sowieso top! Wenn jemand knusprige Rinde braucht, dann ist dieses Brot vielleicht nicht das Richtige, aber uns schmeckt es sehr gut. Falls das jemand braucht: es ist weizenfrei, hefefrei, laktosefrei und vegan.

Bitte man beachte die zum Lavendel passende Serviette. Irgendwo ganz tief drinnen hab ich doch ein Deko-Gen vergraben!
Die Bäckerei Ströck hat einen wunderbaren Ableger, den Ströck-Feierabend. Ich habe Glück, denn auf dem Viktor Adler-Markt gibt es eine Ströck-Filiale, die viele Brote aus dem Angebot vom Feierabend führt. Eines meiner liebsten Brote ist die Walnusskrone. Leider habe ich kein Foto vom ganzen Brot, weil ich selten so viel Brot kaufe, jedenfalls ist es kreisrund gebacken. Es ist geschmacklich topp, hat am ersten Tag eine wunderbare Knusperkruste und ist gut haltbar.

Ja, der Turbohausmann und Schokobananen, das ist so ein Kapitel. Es müssen immer welche daheim sein, so schauts nämlich aus. Letztens bin ich beim Heindl vorbeigegangen, war eigentlich schon vorbei, auf einmal hat's mich eingebremst: Schokobananen in Aktion! Und ich wusste, wenn ich die mitnehme, dann hab ich eine Blödheit gut bei meinem Mann. Also nix wie rein. Erfreulicherweise fair trade. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass da wirklich Bananen beteiligt sind! Jedenfalls waren noch welche von Casali daheim und ich habe einen Blindversuch gemacht, welche nun besser sind. Erstaunlicherweise ist der Bananen-Anteil in den Casali-Schokobananen deutlich höher als beim Heindl. Von außen kennt man zwar einen minimalen Unterschied, aber den habe ich morgen wieder vergessen. Innen sind die vom Heindl deutlich gelber und süßer. Aber das wars dann auch schon so ziemlich mit den Unterschieden, die ich feststellen konnte. Der Turbohausmann würde sagen, beide gleich köstlich ...



Mir ist mein Lieblingsessig, die Riesling Spätlese vom Gegenbauer ausgegangen! Das ist der Essig, auf den ich nicht verzichten kann. Den nehme ich nicht für den Alltag, sondern für ganz speziell. Zum Beispiel wenn ich Sarde in saor koche oder Steinpilze mit Pfirsichen, also komme ich recht lang damit aus. Aber wenn er aus ist, dann muss ich zum Gegenbauer! Dieses Mal durften die Hausgurken mitkommen. Die Gurkerl sind recht süß, der Sud ist genialst! Den hebe ich ganz sicher auf und der kommt in Gerichte rein, die ein bissi süßsauer vertragen, in Einbrennte Hund zum Beispiel oder in Specklinsen oder Rindsrouladen − wo bitte sind denn diese Rezepte? Ich blogge eh dauernd und dennoch fehlen die hier!


In St. Favoriten einkaufen ist ja oft lustig: Kaum ein Mensch gibt hier das Doppelte als unbedingt notwendig für eine Semmel aus, also ist auch kaum eine Bäckerei auf solche Wünsche eingestellt. Einmal habe ich in einer Filiale vom Mann hier gesehen, da liegt etwas im letzten Eck, das schaut nach Handsemmerl aus. Ich habe also zwei Handsemmeln verlangt und bekam prompt die Antwort: "Na in Favoriten können wir so etwas nicht anbieten." Ich habe mich gefreut, dass ich darauf hinweisen konnte, dass da hinten oben etwas liegt, das aber so aussieht. Und tatsächlich! Also bitte, den 8.7.2020 kann ich mir rot im Kalender anstreichen: Handsemmel ohne Vorbestellung gekauft! Geschmeckt hat sie sehr gut! Knackige Kruste, festes Innenleben, kein wattiges, groß aufgeblasenes Ding, sondern ein richtiges Kaisersemmerl.

Bei Erdbeermarmelade bin ich eine schreckliche Zezn! Geht eigentlich nicht, weil viel zu nett und lieblich. Ich mag Marmeladen mit Ecken und Kanten. Aber ganz frisch eingekocht und dazu auf Clotted Cream serviert, da geht nicht viel über Erdbeermarmelade. Allerdings geht die bei mir nur so.

Die Clotted Cream habe ich beim Haas & Haas ergattert. In Wien habe ich sie bis jetzt auch bekommen beim Meinl am Graben (derzeit gibts dort ganz wunderbare Matjes) und bei Bobbys (wo man auch gleich die allerbesten englischen Frühstückswürscht von Britwurst mitnehmen kann ...).

Immer wieder stelle ich fest, ich wäre eine gute Lebensmitteleinkaufsberaterin. Wurde dieser Beruf schon erfunden? Braucht mich jemand zu diesem Zweck? Ich sattle direkt um!









Womit ich sonst so meine Zeit verplempere: Hangerl (für Deutsche: Geschirrtücher) bügeln und natürlich auch Tischwäsche. Mein Lieblingstischtuch habe ich schon viele, viele Jahre und das kommt immer "für schön" zum Einsatz. Nach dem Waschen bügle ich dann immer die Spitze ganz exakt aus, sonst ist das falsch und macht ganz schlechtes Karma. Aber nicht fragen, was ich für Verrenkungen mache, um sonst nicht zu viel bügeln zu müssen ...

Aber sonst gehts mir eh gut. Ich hoffe, euch auch! Ich wünsche euch allen einen schönen Start in den Juli. Lasst es euch gut gehen und genießt das Leben.






















Sonntag, 28. Juni 2020

Kärntner Seen



Nein, leider bin ich an keinem dieser Seen auf Urlaub und werde auch diesen Sommer zu keinem hinkommen. Aber ich bin ein Fan der Kärntner Seen. Das ist also ein Sehnsuchtsposting. Jeden der Seen kann ich nur empfehlen. Die einen sind groß und spektakulär, die anderen sind klein und lauschig − für jeden Gusto das Richtige vorhanden. Wer also kann: Bitte hinfahren und genießen!

Das sind übrigens noch lange nicht alle Seen in Kärnten. Hier ein Überblick mit den fast immer erfreulichen Wasserqualitäten: Institut für Seenforschung


Aichwaldsee

Faaker See

Magdalensee

Millstätter See

Ossiacher See

Silbersee

Weißensee

Wörthersee

Afritzsee

Rauschelesee

Und wenn das Wetter mal nicht zum Baden einlädt, gibt es die grenzgeniale Urquelle im Warmbad Villach.

Freitag, 26. Juni 2020

Prentl Hofladen

Enthält Werbung (Verlinkung, Namensnennung) ohne Auftrag, ohne Bezahlung.



Weil ich schon dabei bin, über Sank Favoriten zu schwärmen: Was macht ihr, wenn euch am Wochenende die Eier ausgehen? Zur Tankstelle fahren? Ich nicht. Ich kann nämlich innerhalb des Bezirks, wenn auch zugegebenermaßen am äußersten Eck, alle möglichen Bio-Lebensmittel kaufen. Der Prentlhof hat vor einiger Zeit ein hübsches kleines Lädchen in die Scheunenstraße 11 gebaut, wo man rund um die Uhr von Automaten einkaufen kann. Funktionierte bisher immer vollkommen problemlos.




Direkt von Herr Sandbichler (Prentl sind seine Vorfahren mütterlicherseits), der gemeinsam mit seiner Partnerin Frau Mühlparzer den Betrieb bewirtschaftet, gibt es neben den Eiern und den daraus hergestellten Nudeln Wiener Bio-Kürbiskernöl und Bio-Knabberkürbiskerne. Vom Nachbarbetrieb, dem Biohof Taschner-Kolmar, der auch Selbsternte-Felder hat, gibt es Bio-Gewürze, Bio-Leindotteröl, Bio-Schwarzkümmelöl. Aus der dazu Manufaktur werden Bio-Senf, Bio-Ketchup und Bio-Honig angeboten.



Im Herbst gibt es dann Erdäpfeln und Kürbisse von Familie Prentl zu kaufen.


Und wer will jetzt noch zur Tankstelle fahren, um Eier zu kaufen?