Donnerstag, 5. Juli 2018

Den Hut drauf hauen

Eigentlich war der Plan, mich mit vielen Sommerrezepten und mehr oder weniger eleganten Worten in den Sommer zu verabschieden. Aber ich sag's mal so: Es macht grad wenig Spaß zu bloggen, wenn die Wohnung saniert wird und man mitten im Chaos sitzt, das Zipperlein im Rücken einen plagt und man viel lieber in der Alten Donau schwimmen will als zu kochen und das Resultat dann hier festzuhalten. Ich verabschiede mich daher und hau einfach für einige Zeit den Hut drauf.

Allen einen wunderbaren Sommer mit langen lauen Abenden und lieben Leuten!


Mittwoch, 4. Juli 2018

Bombay-Erdäpfeln

Wie versprochen kommt nun ein Rezept aus dem Kochbuch "Shiok Singapur".  An sich ist das eine Belage für Curries und Fleischgerichte. Man kann aber auch mehr davon gut aushalten und isst die Erdäpfeln mit Raita - einige Ideen für Raitas findet man schon hier.

Ich habe die Erdäpfel mit Sonnenblumenöl zubereitet, dadurch ist das ein veganes Essen gewesen. 



Für 2 Hauptspeisen oder 4 Beilagenportionen:

3-4 EL Ghee (bei mir Öl)
1,2 kg festkochende Erdäpfel (geschält ca. 1 kg)
1 EL grobes Meersalz
1 TL Kurkuma, gemahlen
1 Zwiebel
1 - 1 ½ EL rote oder Massaman-Currypaste
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 ½ TL braune Senfkörner
½ TL feines Meersalz
4 - 5 Stiele Koriandergrün
2 Frühlingszwiebel

Backrohr auf 200 Grad vorheizen.

Erdäpfel schälen, waschen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit dem groben Meersalz und Kurkuma in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen und je nach Größe der Würfel 6 - 8 min kochen. Das jetzt schön knallgelbe und entsprechend gut färbende Kochwasser abschütten.

Während die Erdäpfel kochen, kann man den Zwiebel schneiden und wenn erforderlich den Kreuzkümmel mörsern.
Backblech mit 1 − 2 EL Ghee (ich: Öl) gut einfetten.

Das restliche Fett über die Erdäpfel geben. Currypaste, Kreuzkümmel, Senfkörner, Zwiebelwürfel und feines Meersalz dazugeben, Deckel auf den Topf setzen und alles gut durchschütteln. Dadurch wird die Oberfläche der Erdäpfel rau und sie werden wunderbar knusprig. Außerdem verteilen sich die Gewürze dadurch gleichmäßig.

Gewürzte Erdäpfel mitsamt den Gewürzen auf dem eingefetteten Bleich verteilen und ab damit ins Rohr für 30 − 40 min. Nach der Hälfte der Zeit die Erdäpfel wenden, danach immer wieder einmal schauen, ob man sie vielleicht noch einmal wenden sollte, damit sie nicht an manchen Stellen zu dunkel werden. Man kann auch die letzten 10 min. den Grill dazuschalten, dann muss man aber dauernd schauen.

Frühlingszwiebel waschen und putzen, Koriander waschen, alles trockentupfen und fein schneiden, mit den fertigen Erdäpfeln mischen.




Die Zwiebelstücke werden wie zu erwarten sehr dunkel, aber erstaunlicherweise sind sie bei uns nicht bitter geworden.

Es war ein wirklich erstaunliches Essen, denn die Erdäpfel schmecken intensiv, aber sind dennoch eine perfekte Beilage, weil sie sich nicht nach vorne drängen im Geschmack. Das wird ganz sicher eine Lieblingsbeilage bleiben bzw. auch mal als Hauptgericht auf den Tisch kommen.

Montag, 2. Juli 2018

[Buchbesprechung] Shiok Singapur - Nicole Stich

Werbung, weil Buchrezension mit Verlinkungen

Asiatische Küche ist total mein Ding. Welche? Egal! Und damit ist dieses Buch, das ich hier vorstellen will, genau das, was mir gefällt: Nicole Stich, die viele als Bloggerin der ersten Stunde mit deliciousdays kennen, hat in "Shiok Singapur" zusammengetragen, was diese Stadt kulinarisch ausmacht. Singapur ist ein Schmelztiegel asiatischer Kulturen und entsprechend sind auch die Rezepte; chinesisch, thailändisch, malaysisch, indisch, japanisch und indonesisch kann man hier finden. Es ist kein Buch, in dem kulturelle Hintergründe oder dramatische Kochtechniken gezeigt werden, sondern es geht um Rezepte, die funktionieren, und Essen, das schmeckt.

Entsprechend der Buntheit der Rezepte braucht man auch immer viele Zutaten. Die sind aber nicht sehr exotisch. Das meiste findet man im Supermarkt, den Rest in einem nicht einmal besonders gut bestückten Asia-Supermarkt. Die Rezepte sind fast immer recht schnell zubereitet und vor allem kein Kunststück. Ich bin sicher, auch Anfänger kommen mit dem Kochbuch gut zurecht.

Optisch ist das Buch gut gemacht: Hardcover, bunt und wirklich ansprechend. Freundliche Farben geleiten einen durch das gesamte Buch. Die Fotos stellen das Essen in den Mittelpunkt, schöne Accessoires verleihen eine asiatische Note. Lebensmittel werden nicht wahllos in der Gegend verstreut, es sind weder Teller haltende Hände noch Füße von wem auch immer auf den Fotos.

Das Buch ist in die Kapitel "Frühstück und Snacks", "Salate und Suppen", "Nudeln, Reis und Gemüse", "Fisch und Fleisch", "Süßes und Gebackenes" und "Basics" unterteilt. Fisch und Fleisch kommen oft vor, aber nicht unbedingt als Hauptdarsteller, sondern es gibt viele Gemüsegerichte, in denen ein wenig Fleisch mitspielen darf. Die "richtigen" Fleischgerichte sind nicht "Filet-Küche", sondern da wird mal da ein wenig Faschiertes in Teig gepackt, mal dort ein wenig Ente in den Fried Rice gerührt oder Schweinsschulter in Miso-Ramen gelegt, also wirklich leistbares Essen.

"Shiok" ist das Wort, das in Singapur für "es hat geschmeckt" steht. Uns hat alles, was ich nachgekocht habe, gut geschmeckt. Es gibt bei fast allen Rezepten zusätzliche Tipps, was man variieren kann oder was die Besonderheit des Gerichts ausmacht. Bei jedem Kapitel findet man ein bis zwei Seiten mit weiteren Infos. Das alles macht es leicht, dass die Rezepte gelingen und dass man auch bereits Bekanntes abwandeln kann.

Und was hab ich gekocht? Am liebsten wäre mir gewesen, ich kann alles kochen (und vor allem essen ...). Ich habe Neues gekocht, aber auch mir bereits Bekanntes. Mal schnell einen Salat zwischendurch oder eher aufwändigere Speisen, wenn ich mehr Zeit hatte. Es ist also wirklich ein Kochbuch für jeden Tag: Man kann "auf schön" kochen oder "auf schnell", wie es das Zeitbudget gerade hergibt.

Scharfer Gurkensalat

Mein Name ist Susi und ich bin gurkensalatsüchtig. Eigentlich könnte ich im Sommer jeden Tag Gurkensalat essen, daher war dieses Rezept auch sofort auf meiner To Do-Liste. Ich habe mich auch in der beschriebenen Freestyle-Schneidetechnik versucht. Das schöne an der Schneidetechnik: Man kann eigentlich nichts falsch machen: Gurke während des Schneidens drehen und immer mundgerechte Stücke abschneiden. Der Salat schmeckt gut und mir fällt auf die Schnelle kein Asia-Gericht ein, zu dem er nicht passen würde.
Fischcurry

Bei diesem Gericht habe ich mich ordentlich aus dem Fenster gelehnt, denn ich habe es mit Forelle zubereitet. Siehe da, es hat sehr gut geklappt. Es handelt sich um ein mildes Curry mit Paradeisern und Curcuma. In einer halben Stunde ist das Essen fertig − als erstes stellt man den Reis zu, der Rest geht während des Garens. Leider ist mir gerade mein Koriander ausgewachsen, daher dufte Holy Basil, das dafür wuchert wie irre, auf das Essen drauf. Auch das hat sich gut gemacht. Mit einem Wort ein schnell zuzubereitendes, wandelbares Gericht, das schmeckt.
Gyoza

Gefüllte Teigtaschen gibt es wohl in jeder Kultur, aber nirgends findet man so eine Vielfalt wie in Asien. Bei mir ist das ein Muss, wenn wir chinesisch essen gehen: Gyoza bestelle ich fast immer. Nur ums Selbermachen habe ich mich bisher immer gedrückt. Damit ist nun Schluss, denn die sind wirklich keine Hexerei und schmecken mindestens so gut wie im Chinarestaurant.
Stir-fry mit Melanzani

Das sind die berühmten Melanzani mit Fischduft, die ich bereits verbloggt habe. Auch im Rezept im Buch findet sich kein Fisch bei den Melanzani, nicht einmal Fischsauce, sondern es ist ein rein veganes Gericht. Eines von der Sorte, wo einem absolut nichts fehlt, wenn kein Fleisch oder Milchprodukt oder Ei dabei mitspielen darf. Die passenden dünnen Melanzani habe ich im Asia-Laden gefunden, man kann aber sicher auch normale Melanzani verwenden. Wichtig ist die fermentierte scharfe Bohnensauce (Doubanijang), denn die verleiht dem Essen das gewisse Etwas.
Teh Tarik Crème Brulée

Süßes aus Asien? In Singapur gibt es das anscheinend oft, denn schon im Vorwort berichtet die Autorin von einem Dessert. Das ist natürlich jetzt eine ganz tolle Sache, denn Süßes findet man in den wenigsten Asia-Kochbüchern.

Das hier ist Brüllercreme, bei der starker schwarzer Tee in der Obers-Basis ziehen darf. Für mich ungewohnt ist die verwendete Kondensmilch. Das Ergebnis ist jedenfalls gut und zur Wiederholung vorgesehen. Sicher perfekt für ein Asia-Menü, wenn Gäste kommen, denn man kann die Creme gut vorbereiten und flämmt nur mehr schnell die Zuckerkruste, bevor man die Creme serviert.

Wasserspinat

Den mögen wir sowieso gern, aber ich habe ihn bisher immer scharf gekocht. In diesem Rezept sind stolze vier bis fünf Knoblauchzehen drinnen und Ingwer, aber keine Chilis. Der Wasserspinat schmeckt wie zu erwarten sehr knofelig, aber richtig gut. Man sollte halt nicht unbedingt nachher ein romantisches Date haben.
 Green Bean Belachan

Scharfe Fisolen mit getrockneten Garnelen? Das klang so aberwitzig, dass ich es probieren musste. Im Original verwendet man Schlangenbohnen, aber die waren in meinem Asia-Laden ausverkauft, daher eben Fisolen.

Die Aromenkombination war natürlich ungewöhnlich, aber sehr gut.











Korean Popcorn Chicken

Frittierte, mundgerechte Hendlstücke, umhüllt von einer gewürzintensiven Sauce - ein Traum.

Hier muss ich sagen, dass ich mit dem Rezept gerauft habe: 1 EL fein geriebener Ingwer, 1 EL Reiswein, die Hendlstücke und Kartoffelstärke werden miteinander vermischt. Bei mir haben Ingwer und Reiswein sich mit der Stärke verklumpt, aber ich habe alles in ein Plastiksackerl umgefüllt und herummassiert, schlussendlich hat es geklappt und wir wurden mit einem wunderbaren Essen belohnt.

Linsensuppe

Eigentlich hätte die Suppe für zwei Tage reichen sollen, aber als ich an einem Abend später heimkam, erwarteten mich ein strahlender Mann und ein leerer Suppentopf. Soweit ich vom Kosten sagen kann, verstehe ich, warum da nichts mehr übrig geblieben war.

Ich habe die Linsenmenge allerdings verdoppelt, weil das bei uns als Hauptgericht serviert hätte werden sollen, sonst wäre die Suppe eine Vorspeisensuppe gewesen.







Bombay-Erdäpfeln

Eigentlich war es bis gestern der Plan, dass ich aus diesem Kochbuch die Crème brulée vorstellen werde, aber dann kamen mir diese Erdäpfeln in die Quere. Ich dachte, ja, klingt nicht schlecht, aber wie gut die dann wirklich waren, damit hätte ich nicht gerechnet.

Die Erdäpfeln werden geschält, angekocht, mit Gewürzen im Kochtopf geschwenkt, um die Oberfläche anzurauen, dann wandern sie für 30 - 40 min. ins Backrohr, um dort fertig zu garen und wundervoll knusprig zu werden. Details folgen!








Was es unterm Strich zu sagen gibt: Das Buch ist toll! Es zeigt bekannte und neue Gerichte, ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Und so ganz persönlich gesehen? Von Nicole Stich gibt es das Zitat: "In Singapur ist Essen Volkssport. Für mich war klar: Da muss ich hin!" Ich jetzt auch!


Fakten zum Buch 
Autorin: Nicole Stich
Verlag: ZS Verlag
ISBN: 978-3-89883-759-0
Einband: gebunden, 208 Seiten
Erscheinungsdatum: Juni 2018
Preis: 19,95

Ein Rezept zum Ausprobieren findet man hier.

Wie immer gibt es das Buch beim Buchhändler an der Ecke zu kaufen, man kann beim Verlag hier alle möglichen Online-Versender finden, ÖsterreicherInnen finden es versandkostenfrei beim Buchhändler.at.

Herzlichen Dank an den ZS Verlag dafür, dass er so ein gutes Buch herausgebracht hat und mir ein Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Die Links sind alle keine Affilate-Links.


Freitag, 29. Juni 2018

[Kulinarische Weltreise] Mac 'n Cheese

Schon wieder eine Premiere: Es gibt ein echt tolles Blogevent, nämlich eine kulinarische Weltreise. Jedes Monat gibt es ein anderes Land, aus dem typische Gerichte nachgekocht werden. Und endlich bin ich auch einmal dabei! Was ich gekocht habe, stand schon sehr, sehr lange auf meiner To Do-Liste: Mac 'n Cheese. Ein halber Kontinent, nämlich Nordamerika, isst das − wie es sich für dort gehört, meistens als Fertiggericht. Als ob das nötig wäre! Es gibt eine Variante, die ich auch schon vor sehr langer Zeit bei Robert von lamiacucina gesehen habe: Alles fertig in 15 min. Da muss man allerdings schon dabei stehen, denn es wird keine Bechamel gemacht wie bei den meisten Rezepten, sondern die Nudeln werden in Milch gekocht, dabei wird immer wieder gerührt. Da kann man daneben maximal den Käse reiben, aber viel mehr geht nicht nebenbei. Den Käse habe ich übrigens nicht original verwendet, denn ich mag keinen Cheddar. Will man ganz original amerikanisch bleiben, dann muss man möglichst kräftigen Cheddar nehmen.




Zutaten für 2 Personen:
600 ml Milch (eventuell ein bisschen mehr)
200 g Maccaroni (Penne)
75 g Asiago (der alte), gerieben
75 g Parmesan, gerieben
Pfeffer
Muskatnuss
Cayenne

3 EL Semmelbrösel
2 EL Butter
1 EL Olivenöl

Die Milch in einem (möglichst beschichteten) Topf erhitzen und mit Pfeffer, Muskat und Cayenne würzen. Wenn man einen stark salzigen Käse wie Parmesan nimmt, braucht man die Milch nicht salzen. Wenn die Milch aufkocht, die Pasta dazugehen und zum Sieden bringen. Man muss ab jetzt ständig in der Nähe des Topfes stehen, denn einerseits muss man schauen, dass die Milch nicht überkocht, andererseits muss aber alles ganz sacht geköchelt werden und man muss die Stärke aus den Nudeln rausrühren und in die Milch hineinrühren. Rührt man zu viel, dann wird die Sauce zu dick und man muss noch Milch zugeben.

Wenn die Nudeln noch nicht ganz gar sind, gibt man den geriebenen Käse dazu, schaltet die Platte ab und rührt ca. 3 min. lang, bis sich der Käse ganz aufgelöst hat und schön lange Fäden zieht. Wenn nötig nachwürzen.

In einer kleinen Pfanne Butter in Olivenöl aufschäumen und die Bröseln darin hellbraun rösten. (Der Beweis: Pangratatto wurde nicht von Jamie Oliver erfunden!)

Nudeln auf zwei Teller verteilen und die Bröseln drüber verteilen.


Das Rezept stammt aus dem Jahre 1861 aus dem Godey's Lady's Book, also ein richtiges amerikanisches Rezept. One Pot Pasta! Das ist also absolut keine neumodische Erfindung.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft auchwas Lomi-Lomi-Salmon
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Mittwoch, 27. Juni 2018

[Synchronbacken] Erdäpfelfladenbrot

Es ist ja unglaublich, dass ich es tatsächlich noch nie geschafft habe, beim Synchronbacken von Kochtopf-Zorra und Sandra From Snuggs Kitchen teilzunehmen. Aber jetzt! Und gleich ein Volltreffer. Gerade so konnte ich noch ein Stückchen für den nächsten Tag retten um zu schauen, ob es tatsächlich so lange frisch bleibt. Und siehe da: Ja, auch das kann dieses Fladenbrot. Der Fladen schaute zwar abenteuerlich aus, weil ich ihn beim Rüberschupfen auf den Backstein zusammengeschoben habe, aber er hat toll geschmeckt!



Rezeptquelle: Ploetzblog
 
Hauptteig
300 g Weizenmehl (Allzweck)
100 g Eräpfel (gekocht, geschält, grob geraspelt)
180 g Wasser (30°C)
2 g Frischhefe
6 g Salz


Die Zutaten erst 5 Minuten auf niedriger, dann 8 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten, mittelfesten Teig kneten. Teig für 20-24 Stunden in den Kühlschrank geben.

Im Originalrezept wird der Teig langgewirkt, das ist mir irgendwie entgangen und ich habe ihn rundgewirkt. Danach darf er eine Stunde in Leinen gewickelt bei Raumtemperatur gehen.

Den Teig auf der mit Mehl bestaubten Arbeitsplatte mit Olivenöl besprenkel. Mit den Fingerspitzen beider Hände zum Körper hin flachdrücken. Dabei sollten sich eigentlich große Blasen und eine Berg-Tallandschaft bilden, was mir nur teilweise gelungen ist.

Backrohr auf 280 Grad vorheizen - wenn es das kann! Meines zeigt bis 240 Grad an, danach kann man noch ein wenig weiterdrehen, was ich auch gemacht habe, aber Gradangaben kann ich keine nennen. Ich habe den Backstein mit aufgeheizt.

30 Minuten ruhen lassen, ein weiteres Mal mit den Fingern in die Breite und Länge drücken.

30 Minuten ruhen lassen. Man könnte den Teig nun mit Salz und/oder Kräutern oder Speck oder was auch immer bestreuen.

12-15 min. mit Dampf backen.



Geschmacklich war der Fladen top! Auch die beschriebene längere Haltbarkeit durch die Erdäpfel kann ich bestätigen. Bei mir ungeübten Backanfängerin hat es halt ein Hoppala im Handling gegeben.

Was ich beim nächsten Mal machen werde: Einfacher zu handhaben sind sicher kleinere Fladen und nicht ein großer, wie ich das gemacht habe. Oder man bäckt nicht wie ich auf dem Backstein, sondern formt den Fladen gleich auf einem Backblech, dann passiert so etwas wie das teilweise Zusammenschieben des schön aufgegangenen Fladens nicht.



Die anderen TeilnehmerInnen:
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Nora von Haferflocke
Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
Conny von Mein wunderbares Chaos
Lynn von Küchenkränzchen
Yvonne von Yvonne’s Rezept Tagebuch
Anna vom Küchenwiesel
Christina von The Apricot Lady
Franzi von DynamiteCakes.de
Rebekka von Pfanntastisch!
Tamara von Cakes, Cookies and more
Caroline Kaiser von Linal’s Backhimmel
Dagmar von Dagmars brotecke
Bettina von homemade & baked
Simone von zimtkringel
Soni von Soni-Cookingwithlove
Tina Scheu von Küchenmomente
Ingrid von auchwas
Britta von Backmaedchen1967