Freitag, 28. Mai 2021

[Rettungsaktion] Tarte Apfelland

So, wir retten wieder und zwar Quiches, Tartes, Wähen oder wie immer diese flachen Kuchen je nach Land heißen. Die gibt es ja wirklich auf der ganzen Welt! Und halt leider auch als Fertigfutter. Wir zeigen aber, dass das gar keine Hexerei ist, so etwas selber zu machen. Besser, abwechslungsreicher und vor allem ohne Chemie drinnen.

Ich hatte noch ein paar Äpfel in meiner Gartenhütte, wo wir die Äpfel nach unseren Beutezügen zum Lorenz oder zur Familie Zwickl immer lagern. Die Jahreszeit ist nun nicht mehr so, dass die heimischen Äpfel Prachtstücke sind, sondern ich musste schon einiges an braunen Stellen wegschneiden. Also die besten Voraussetzungen für diese Tarte, die ich in dem tollen Tartes-Kochbuch gesehen hatte. Weil ich eigentlich nur für Buchbesprechungen direkt nach Rezept koche und backe, habe ich mir aber einige Änderungen erlaubt.

Wie immer: Danke an Britta, Barbara und Tamara für die Abwicklung der Rettung.


Walnussmürbteig
120g Mehl (glatt)
20 g Walnussmehl 
40 g Puderzucker 
70 g Butter (zimmerwarm)
1 Ei, Größe M
etwas Salz

Wer wie ich weder Walnussmehl noch Staubzucker daheim hat, nimmt einfach geriebene Walnüsse und Kristallzucker und mahlt beides miteinander so fein wie möglich in der Küchenmaschine. Miteinander deswegen, weil Nüsse oder Mandeln allein beim Reiben zu einer Paste werden, mit dem Zucker zusammen klappt das ganz gut. Aber auch da: Nicht zu lange und pulsierend mixen, denn sonst macht man Nusspaste.

Hier weiche ich vom Originalrezept ab, weil mir persönlich Mürbteig mit weicher Butter am besten gelingt. Ganz einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine geben, mit dem Flachrührer so lange rühren, bis sich alles gut vermischt hat. Mit der Hand dann noch einmal kurz durchkneten. Teig in einen 6 l fassenden TK-Beutel geben und auf gewünschte Größe auswalken. 2 mm ist eine sehr gut bewährte Teigstärke. Diese Teigplatte im Plastiksackerl auf einen großen Teller heben und so in den Kühlschrank stellen. Mindestens eine Stunde durchkühlen lassen.

Vor der Verwendung ca. 15 min auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Apfel-Kräuter-Füllung
1 Zitrone
550 g Äpfel (ich hatte noch Bellefleur)
50 g brauner Zucker
10-12 Blätter Basilikum, grob zerzupft
8-10 Blätter Minze, grob zerzupft
etwas brauner Zucker


Zitrone mit dem Messer schälen und samt Schale in kleine Würferl schneiden, dabei die Kerne entfernen.
Die Hälfte der Äpfel in Würfel schneiden und mit Zucker und Zitrone sowie einem kleinen Schluck Wasser in einen Topf geben und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Danach Deckel öffnen und die Flüssigkeit komplett einkochen (noch einmal 10 bis 15 Minuten). Die Äpfel sollen ganz weich sein und zerfallen. Anschließend von der Hitze nehmen, auskühlen lassen, dann die Kräuter unterrühren.

Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Die restlichen Äpfel in nicht zu feine Scheiben schneiden. Man kann die Schale ruhig auf den Äpfel lassen, ich musste schon relativ viel ausschneiden und habe daher alle Äpfel geschält.

Das Plastiksackel mit dem Teig drinnen aufschneiden, den Teig herausheben und in eine Tarteform legen. Überstehenden Teig mit einem Messer abschneiden. Die Apfel-Kräuter-Fülle auf dem Mürbeteigboden verteilen, mit dem Löffel glattstreichen und die Apfelscheiben darauf arrangieren. Großzügig mit braunem Zucker bestreuen und 35 Minuten backen.

Ich kannte es schon, dass man Basilikum mir Früchten mischen kann, denn fast jährlich wieder kommt die Erdbeer-Basilikum-Biskuitroulade bei uns auf den Tisch. Dass das mit Äpfeln auch eine gute Kombination ist, war mir nicht klar. Schmeckt aber richtig gut. Schön frisch!

Man kann übrigens gleich mehr von dem Nuss-Mürbteig machen und einfrieren. Um diese Jahreszeit mag ich Obst mit Crumble sehr gern und da kann man diesen Teig einfach über in Stücke geschnittenen und marinierten (z. B. Vanillezucker + Orangenlikör) Rhabarber drüberbröseln. Ab ins Rohr und bei 180 Grad Umluft backen, bis der Teig appetitlich braun ist. Aus Gründen weiß ich, dass das richtig gut schmeckt ... 😉




Brittas Kochbuch - Spinattarte 
Barbaras Spielwiese - Rhabarber-Zitronenmelisse-Tarte 
Cakes, Cookies and more - Walliser Spargeltarte 
Brotwein - Paprika Quiche mit Käse 
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Spaghetti-Pie 
Pane-Bistecca - Zwiebel Confit und 4 Kaese Quiche 
CorumBlog 2.0 - Rhabarber-Tarte 
evchenkocht - Tarte mit karamellisierter weißer Schokolade 
Kleines Kuliversum - Erdbeer Tarte mit Vanillecreme 
Cahama - Quiche vom grünen Spargel 
Kaffeebohne - Caprese Quiche 
Volkermampft - Linsen-Cotechino Tarte mit Rotwein-Ricotta Creme 
Möhreneck - vegane Schokoladentarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 25. Mai 2021

Bolani

Es gibt Gerichte, bei denen liegt meine Latte ordentlich hoch. Zum Beispiel bei Bolani. Das sind afghanische Fladenbrote mit Füllung drinnen. Ich habe schon öfter hier am Blog drüber geschrieben, dass wir hier im zehnten Hieb einen Bäcker haben, der die so gut macht, dass um die Mittagszeit dort Schlangen angestellt stehen, um einen der begehrten Fladen ergattern zu können.

In dem Buch Parwana ist ein Bolani-Rezept drinnen mit verschiedenen Füllungen. Eine der Bolani-Füllungen in dem afghanischen Kochbuch besteht zu 90 % aus diesem Schnittknoblauch, was mir dann doch ein wenig zu deftig war. So machte ich mich ans Werk, mischte die Erdäpfelfülle mit Schnittknoblauch und es entstand ein wahnsinnig gutes Bolani-Rezept.
 
 
 
 

Für 4 gefüllte Fladen
240 g Mehl (glatt oder Allzweck)
1 TL frische Germ
180 ml handwarmes Wasser 
½TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
2 EL Sonnenblumenöl zum Bestreichen der Fladen

Das Mehl in eine Rührschüssel geben, eine tiefe Grube graben, das Wasser da reingeben, Germ reinbröseln und die Germ-Wasser-Mischung mit ein wenig Mehl vom Rand vermischen. Den dickflüssigen Brei mit Mehl bedecken. Ca. 20 min stehen lassen, dann sollte dieser Vorteig aufgegangen sein und das Mehl darüber deutliche Sprünge zeigen. Öl und Salz dazugeben, alles sehr gut verkneten. Das macht bei mir die Küchenmaschine, die darf ca. 7-8 min. auf mittlerer Stufe arbeiten.

Teig eine Stunde lang zugedeckt gehen lassen, bis sich die Menge verdoppelt hat.


Erdäpfel-Schnittknoblauch-Fülle 
350 g Erdäpfel, am besten mehlig, gekocht und geschält
50 g Schnittknoblauch, fein geschnitten
1 kleine rote Zwiebel, klein gehackt
1-2 Frühlingszwiebeln, mit dem Grün fein geschnitten 

½ TL Salz 
½ TL mittelscharfe Chiliflocken (Pul Biber passt perfekt)
1 Prise schwarzer Pfeffer
2-3 EL klare Gemüsesuppe

Erdäpfeln durch eine Presse quetschen oder mit einem Stampfer ganz fein zerstampfen. Mit allen Zutaten und 2 EL von der Suppe mischen. Die Konsistenz soll dick-breiig sein wie ein festerer Erdäpfelstampf, den man danach auf dem Teig verstreichen kann. Nötigenfalls noch den dritten Löffel Suppe einrühren. Die Fülle soll kräftig schmecken, fast ein wenig überwürzt.

Backrohr auf 250 Grad bzw. Maximum vorheizen, dabei gleich zu Beginn den Pizzastein auf der untersten Schiene mit aufheizen.

Den Teig in vier Bällchen teilen und diese rundschleifen. Zum Entspannen 15 min. auf einer leicht bemehlten Fläche ruhen lassen. Dann einigermaßen runde Fladen auswalken. Ich habe sie in etwa in Speisetellergröße ausgewalkt. Jeweils ein Viertel der Fülle auf eine Hälfte eines Fladens streichen. Die zweite Teighälfte drüberklappen und die Ränder sehr gut verschließen. Die Oberseite des gefüllten Fladens mit Sonnenblumenöl bepinseln.

Ich habe jeweils 2 Fladen auf den Pizzastein gelegt und 10-12 min. gebacken, bis die Fladen appetitlich braun waren. Das ist jetzt die Backdauer bei meinem brustschwachen, 20 Jahre alten Herd. Moderne Backöfen sind wahrscheinlich schneller.

Ein bisschen muss man nach dem Backen warten, denn die Füllung der Fladen ist wirklich extrem heiß!



 

Bei uns gibt es die Fladen einfach so zum Essen mit einem scharfen Chili-Dip, notfalls fertige Srirarcha-Sauce, besser selbst gemachte, passen aber auch gut zu Gegrilltem oder zu einem Salat, der dadurch zu einer Hauptmahlzeit wird.

Ich habe das Glück, dass ich Schnittknoblauch auf Balkonien habe. Man bekommt den sonst in Asia-Läden, denn das ist eine der wichtigsten Zutaten für doppelt gegarten Schweinebauch. In Favoriten gibt es Schnittknoblauch auch auf dem Schreimarkt, also dem ehemaligen Bauernmarkt, jetzt Marktfahrermarkt beim Viktor Adler-Markt.

Freitag, 21. Mai 2021

Knoblauchbrot

Irgendwie ist gegrillter Knoblauch nix Neues, ganz und gar nicht. Aber nachdem die Grillsaison gerade so schön anläuft, wollte ich einfach mal daran erinnern, dass man dieses Knoblauchbrot zu deftigen Grillgerichten unbedingt braucht. Wir essen das seit vielen Jahren sehr gern. Und man braucht dazu nicht kochen zu können.

Man nehme eine Knolle jungen, frischen Knoblauch, schneide oben ein kleines Stückerl ab, damit man später durch diese Öffnungen die gegarten Knofelzecherln rausdrücken kann. Da oben kommen ein paar Tropfen Olivenöl drauf. Diese Knolle wickelt man dann mehrlagig in Alufolie und schmeißt dieses Packerl direkt in die Kohle, sobald sie zu glühen beginnt. Man kann diese Knolle ruhig länger in der Glut lassen, das schadet ihr nicht. Dann grillt man, was man halt sonst grillen will. In der Zwischenzeit bepinselt man ein paar Scheiben Brot mit wenig Olivenöl. Diese Brotschreiben röstet man am Grill. Wenn es ans Servieren geht, angelt man den Knofel aus der Glut und wickelt sie aus. So kommt sie auf den Tisch. 

Jeder darf sich dann die gewünschte Menge Knoblauch aus der Knolle aufs Brot drücken. Der Knoblauch ist butterweich und man kann ihn mit einem Buttermesser eben wie Butter auf dem Brot verstreichen.

Passt zu gegrilltem Gemüse, Fisch und Fleisch.


Dienstag, 18. Mai 2021

Australische Laksa

Australien kenne ich leider noch nicht, aber es ist schon ein Sehnsuchtsort für mich. Umso netter finde ich, dass die Kulinarische Reise im Mai dort hinführt. Kulinarisch finde ich erstaunlich, dass man dort alles findet, was man schon aus anderen Ländern kennt. Nicht ohne Grund, denn Australien war einmal ein Einwandererland, und die Menschen haben natürlich ihre heimatlichen Gerichte mitgebracht.

Laksa kenne ich aus Südost-Asien, besonders in Malaysia ist Nyona Laksa ein Nationalgericht. In Australien hat sich das Rezept den dortigen Gegebenheiten angepasst. Ich habe da ein bissl mit reingepfuscht, denn in allen australischen Laksa-Rezepten, die ich gefunden habe, wird Lachs verwendet. Ich finde Lachs nun ganz und gar nicht prickelnd. Es gibt Biozuchten, die schon gut sind, aber ich habe einfach keinen Lachs aus so einer Zucht finden können, also habe ich ihn durch heimische Lachsforelle ersetzt.

Es war eine ausgezeichnete Sattmacher-Suppe, die man beim derzeitigen Mistwetter gut als Hauptmahlzeit essen kann

 

3-4 Portionen
¾ l klare Fischsuppe 
400 ml  Kokosmilch 
100 g Glasnudeln 
1 Bio-Zitrone (Saft und Schale)
1 EL gelbe Currypaste 
1 Stängel Zitronengras 
2 Kaffirlimetten-Blätter
1 TL geriebener Ingwer
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz 
Zucker 
100 g Erbsenschoten 
½ Bund Frühlingszwiebeln 
200 g Babyspinat 
400 g Lachsfilet (bei mir Lachsforellenfilet)
Koriandergrün  

Fischsuppe mit der Kokosmilch aufkochen. Zitronengras quetschen, Kaffirlimetten-Blätter einreißen, Zitronenschale mit einem Sparschäler abziehen, alles in der Suppe 30 min ziehen lassen, dann mit einem Siebschöpfer wieder herausholen.

Glasnudeln in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen. Nach ca. 2 Min. in ein Sieb seihen, kalt abschrecken und mit der Schere einige Male hineinschneiden, um die endlos langen Nudeln in brauchbare Ess-Größe zu bringen. Die Suppe mit Currypaste, Ingwer, Knoblauch, Salz, Zucker, und 2-3 EL Zitronensaft würzen. 

Alle Gemüse waschen und putzen. Frühlingszwiebeln schräg in ganz feine Sreifen schneiden. Suppe aufkochen, Frühlingszwiebeln hineingeben, einmal aufkochen. Erbsenschoten zwei- bis dreimal durchschneiden, in die Suppe geben, noch einmal aufkochen, gut gewaschenen Spinat hineingeben, wiederum aufkochen. Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden, in die Suppe geben, ebenso die Glasnudeln und alles miteinander aufkochen lassen. Abschmecken. Mit Koriander bestreut servieren.


 

Eine sehr empfehlenswerte Suppe, die wunderbar zur Jahreszeit passt − nicht nur wegen der Kälte, sondern wegen der Frühlingsgemüse, die es nun überall auf den Märkten zu kaufen gibt. Durch die Zitrusaromen ist die Suppe schön frisch.

Und nun freue ich mich auf die Mitreisenden und ihre Rezepte!

 

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

 

 

 

 

 

Britta von Backmaedchen 1967 mit Kokoswürfel/Lamingtons 

Michael von SalzigSüssLecker mit Lamingtons 

Sonja von fluffig & hart mit Chicken parmigiana 

Sonja von fluffig & hart mit Fairy Bread mit Flat White 

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Lamingtons 

poupou von poupous geheimes laboratorium mit Impossible Pie 

Gabi von Slowcooker.de mit Mini-Pavlovas mit Erdbeeren 

Tina von Küchenmomente mit ANZAC-Kekse aus Australien 

Simone von zimtkringel mit Australian Meat Pie 

Anna fuer Wilma von Pane-Bistecca mit Anna's ANZAC Biscuits! 

Britta von Brittas Kochbuch mit Banana Macadamia Cookies 

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden 

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lemon Myrtle Dampers 

Sylvia von Brotwein mit Meat Pie - Rezept für Fleisch Pastete 

Susanne von magentratzerl mit Dimmies - Australische Dim Sun 

Carina von Coffee2Stay mit ANZAC Biscuits aus Australien 

Dirk von low-n-slow mit Boxing Day Beach Barbie Cocktails

Freitag, 14. Mai 2021

Sardinen-Reis

Wie im letzten Posting angekündigt, stelle ich nun ein Gericht aus dem Buch Algarve vor. Es war ein richtig nettes Gute-Laune-Essen, weil nicht nur schön bunt, sondern auch geschmacklich von einer erfreulichen Vielfalt. Uuuuund: Der Turbohausmann hat es gekocht. Sprich: Es geht sehr einfach und man braucht dazu echt nicht kochen können.

Zur Menge: Das sind Haubenküche-Mengen für Leute, die gern viele Gänge essen. Wir haben die im Rezept angegebenen Mengen zu zweit ohne Vor- oder Nachspeise gegessen.

 


Für 4 (siehe Anmerkung oben) Personen
400 g frische Sardinen 
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 rote Paprikaschote 
1 Paradeiser
20 g Frühstücksspeck 
2-3 EL Olivenöl
200 g Reis 
750 ml klare Gemüsesuppe
1 TL Salz
1 Msp. Kurkumapulver
1 große rote Chilischote 

Frischer Koriander zum Servieren

Knoblauch-Mayonnaise (siehe unten)


Behutsam zarte Filets mithilfe eines scharfen Messers von den Gräten schneiden.

Zwiebel und Knoblauch schälen, beides fein würfeln. Paprikaschote halbieren, von Samen befreien. Hälften in Streifen schneiden. Paradeis häuten, dafür kreuzweise einschneiden und 30 Sekunden in kochendem Wasser überbrühen. Anschließend Haut abziehen. Fruchtfleisch klein schneiden. Speck in Streifen schneiden. Backofen auf 180 °C (Umluft) verheizen. Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne mit Deckel erhitzen. Speck kurz darin anbraten. Paradeiswürfel und 2-3 in Stücke geschnittene Sardinenfilets sowie Reis hinzufügen, unterrühren und mit Suppe auffüllen. Das Ganze mit etwas Salz und Kurkumapulver abschmecken, gut umrühren und bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten sanft einkochen lassen.

Anschließend restliche Sardinenfilets sowie 1 Chilischote auf den Reis legen, mit geschlossenem Deckel 10 Minuten im Ofen garen. Anschließend Korianderblätter abzupfen und hacken. Sardinenreis mit Koriander bestreuen und mit Knoblauch-Mayonnaise servieren.

 

Zu diesem Gericht passt Knoblauch-Mayonnaise. Dafür 2 zimmerwarme Eigelbe mit 1 TL frisch gepresstem Zitronensaft in einem hohen Becher mithilfe eines Stabmixers pürieren. Dabei nach und nach 300 ml zimmerwarmes Olivenöl in dünnem Strahl dazugießen. Pürieren, bis eine mayonnaiseartige Konsistenz entsteht. Dann 3 Knoblauchzehen schälen, dazupressen und mit 2 TL mittelscharfem Senf unterrühren. Abschließend Mayonnaise mit Salz, Pfeffer abschmecken, das Ganze nochmals kurz pürieren und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. 



 

Dienstag, 11. Mai 2021

[Buchbesprechung] Algarve − Eine kulinarische Reise. Geschichten und Rezepte aus Portugals wildem Süden

Enthält Werbung (Rezensionsexemplar, Verlinkungen, Namensnennungen) ohne Auftrag, ohne Bezahlung.

Reisen! Das ist es, was ich derzeit am meisten vermisse. Aber zum Glück gibt es ja Bücher wie Algarve, von denen man mit auf Urlaub genommen wird. Ich schreibe jetzt absichtlich nicht von einem Kochbuch, denn dieses Buch hier ist stolze 350 Seiten stark und erzählt von sehr viel mehr als von Rezepten. Die Autorin Rita Henss war Journalistin und u.a. Redakteurin in der FAZ-Gruppe. In den 1990-er Jahren hat sie sich selbständig gemacht und dies ist ihr mittlerweile 40. Buch. Sie macht ganz wunderbare Reise-Reportagen und hat einige Bücher über die Kulinarik in diversen Ländern geschrieben. Außerdem haben an dem Buch Markus Bassler und Anja Jahn als Fotograf*in mitgearbeitet, Herausgeberin ist Marianne Salentin-Träger, als Art Director fungiert Oliver Hick-Schulz. 

Die Fotos sind natürlich toll und zeigen alles, was einem zu einer Reise einfällt: Meer, Sonnenuntergänge dramatische Landschaften und Menschen. Was ich spannend finde, sind relativ viele Großaufnahmen wie zum Beispiel ein Seeigel, Spraydosen samt Ausschnitt von Murales (Wandmalerei), Hände, Töpfe usw. Diese Herangehensweise spiegelt das gesamte Buch recht gut wider, weil genau so ist es aufgebaut: Der Blick auf die gesamte Region und dann wieder der Blick aufs Detail. Die Food-Fotografie fügt sich in dieses Konzept ein: Vom Blick auf einen gesamten Teller bis zur Großaufnahme von nur einem einzelnen Sardellenfilet auf einer Eierspeis findet man die gesamte Bandbreite.

Alles, was einem zum Thema Kulinarik einfallen kann, ist in dem Buch beleuchtet: Muschelsammler, Ziegenkäse, Weine, Geschirr, Johannisbroternte, Korkschälerei, Percebes-Jagd (Meeresfrüchte), Salzblüte, Bauerngärten und natürlich auch die Herkunft von verschiedenen Gerichten. Was ich noch nie bei einem Buch gesehen habe: Es gibt Einschübe zu diversen besonderen Themen, die kleinformatiger und wie Broschüren in das Buch eingebunden sind. Ich kann das nicht wirklich gut erklären, daher ein Foto davon. In diesen Broschüren werden Themen wie das Surfen, Wasserhunde, portugiesische Sterneküche, Gezeiten etc. genauer unter die Lupe genommen.

Die ersten 200 Seiten gehören allgemeinen und kulinarischen Themen rund um die Algarve, erst dann kommen Rezepte. Die jeweiligen Spitzenköch*innen werden ausführlich im Rezeptteil vorgestellt und verraten ihre Rezepte, wobei nicht definiert ist, welche Rezepte zu welcher Köch*in gehört. Man findet hier wohl alles, was die Küche der Algarve auszeichnet, von rohen Austern mit einer Hand voll Zutaten, also sehr wenig Kochen, bis zu aufwändigen Schmorgerichten, von modernen Gerichten bis zum schlichten Fischeressen, von winzigen Zwischengängen bis zum Ein-Teller-Sattmacher.

Die Kapitel des Buches heißen: "água − Mutige Muschelsammler, demütige Wellenkenner und engagierte Inselbewohner", "terra − Magische Wälder, Schwarze Schweine und eine Fülle von Schätzen", "alma − Frische Aromen, geselliges Wohlsein und reichlich Futter für die Seele", "saber − Wandgemälde aus der Dose, Kupfertöpfe von Meisterhand und Weine, die überraschen", "sabor − Abenteuerfreudige Akademiker, weit gereiste Autodidakten und Kochen am Ende Europas", dazu kommt noch ein Rezept-Register.

Die gezeigten Gerichte waren auch mit meinen einfachen Mitteln in meiner Zwergenküche nachkochbar. Bei Fischen und Meeresfrüchten bekommt man ein Beschaffungsproblem, wenn man nicht einen guten Fischhändler an der Hand hat, der einem sardinengroße Makrelen besorgen kann. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn es gibt noch jede Menge Rezepte, die man auch mit einem normalen Supermarkt als Beschaffungsquelle nachkochen kann.
 

Ich hoffe, nun habe ich euch alle neugierig gemacht und zeige, was ich nachgekocht habe. 


Ceviche de dourada do mar
Ceviche von der Dorade

Das ist eines der Gerichte, das für mich unter "nicht kochen" fällt: Außer der Dorade kommt nur mehr Avocado zum Einsatz, dazu einige Kräuter, Öl, Chili, Gewürze und ein wenig Zeit zum "Garen" des Fisches in Zitronen- und Ingwersaft und schon hat man ein himmlisches Essen am Tisch stehen. Perfekt für den Sommer.






 

Pudim de mel
Honigpudding

Das ist eines der wenigen Gerichte, mit denen ich ein wenig gerauft habe. Aber unterm Strich ist ein Urlaubsdessert herausgekommen, wie ich es aus dem Süden kenne. Für meinen Geschmack sehr süß.


Grão com espinafres e crocante de pão
Kichererbsen mit Spinat und Brotbröseln

Einfaches und schlichtes Essen, das bei uns unter Arme-Leute-Essen fällt, das ich an der italienischen Küche so mag, gibt es ganz offensichtlich auch an der Algarve. Und mit denselben Elementen wie in Österreich oder Italien: Hülsenfrüchte und Brotbrösel, dazu das, was in den jeweiligen Breiten im Garten wächst. Heraus kommt ein Sattmacher, der in einer großen Schüssel mitten auf den Tisch gestellt wird, damit sich alle bedienen können.

Ovos com filetes de biquerão
Eierspeise mit Sardellenfilets

Zu diesem Rezept ist nicht viel zu sagen: Eierspeise mit eingelegten Sardellenfilets und (bei mir mildem, im Kochbuch ist die Schärfe nicht definiert) Chili, dazu geröstetes Brot. Ich nehme an, dass das ein klassisches Fischerfrühstück ist, denn so schmeckt es auch.


Arroz de sardinha
Sardinen-Reis

Dieses Rezept werde ich vorstellen, weil es uns richtig gut geschmeckt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was es unterm Strich zu sagen gibt: Ein schönes Buch! Es ist ein aufwändig gemachtes Buch mit sehr viel Liebe zum Detail. Wenn man in irgendeiner Weise an die Algarve als Reiseziel denkt, dann sollte man auch gleich an dieses Buch denken. Die Rezepte sind großteils gelingsicher und brauchen keine Ausrüstung, wie sie nur in Haubenküchen zu finden sind, aber die sind nicht der Grund, warum man dieses Buch kaufen sollte, sondern es ist eine Liebeserklärung an die Region.

 

Fakten zum Buch 
ISBN: 978-3-95728-469-3
Preis: 40,- €
Seiten: 352 mit 350 farbigen Abbildungen
Gebundenes Buch  mit Schutzumschlag und zwei Lesebändchen
Format: 20.0 x 28.0 cm

Wie immer gibt es das Buch bei der Buchhändler*in ums Eck zu kaufen, man kann es direkt beim Verlag bestellen oder bei allen möglichen Online-Versendern finden. 

Herzlichen Dank an den Knesebeck-Verlag dafür, dass er mir ein Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt hat. 

Die Links sind alle keine Affilate-Links.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Eiernockerl

Eigentlich sind die Nockerl eines der längst dienenden Rezepte am Blog. Bloß als Eiernockerl sind sie noch nicht hier zu finden. Die sind ein richtiges Frühlingsessen, das super ist für Bauern, die die Saat ausgebracht haben und dann arg hungrig heimkommen und etwas Schnelles, das viel Kraft gibt, auf dem Tisch brauchen, bevor sie sich wieder ans Werk machen. Der Turbohausmann und ich sind Schreibtischtäter und beschränken uns mittlerweile auf einmal pro Saison Eiernockerl,  aus Gründen ... Aber die sind enorm gut! So richtiges Wohlfühlessen.

Wir waren am Wochenende beim Apfelbauern und ich habe dort so schöne Eier ergattern können, in unterschiedlichen Farben und auf keinen Fall sortiert nach Größe, wie die Hendln halt die Eier hergeben. Diese Eier haben förmlich geschrien nach einer Verwendung für Eiernockerl.

2 Portionen (Hauptspeise):
200 g Mehl, griffig
2 Eier
1 Prise Salz
50 g Butter, geschmolzen
50 ml Milch

Für den Guss:
2 EL Sauerrahm
3 Eier
2 EL Butter zum Schwenken
 
Zum Servieren:
3 EL Schnittlauch, fein geschnitten
Pfeffer, frisch gemahlen
Salz (am besten Flocken)
 
Dazu passen Blattsalate, am besten mit Kernölmarinade 


Alle Nockerlzutaten bis auf die Butter zum Schwenken mit einem Kochlöffel vermengen und zu einem glatten, relativ flüssigen Teig abschlagen, bis er Blasen wirft. 15 min. rasten lassen.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig durch ein Nockerlsieb in das kochende Wasser streichen. 2 min. kochen lassen, abseihen.

Für den Guss Eier und Sauerrahm miteinander verschlagen. Butter in einer großen Pfanne schmelzen, die abgeseihten Nockerl hineingeben, den Guss drüberleeren und alles auf großer Hitze unter vorsichtigem Rühren stocken lassen.

Mit Schnittlauch bestreuen. Ich mag am liebsten dann über alles drüber Salzflocken (Fleur de Sel, Maldon oder was immer man bevorzugt) und Pfeffer direkt aus der Mühle.

Dazu essen wir eigentlich immer Blattsalate mit Kernölmarinade. Mag sein, dass etwas anderes auch geht, aber so richtig vorstellen kann ich mir das nicht.



 

Noch ein schneller Hausfrauentrick: Ich hatte den Salat gekauft und ein paar Tage im Kühlschrank vergessen. Daher war der schon ziemlich schlapp. Man braucht den aber auf keinen Fall wegschmeißen! Einfach waschen und dann eine große Schüssel mit handwarmem Wasser füllen, den Salat ca. 15 min. in dieses Wasser legen. Er saugt sich richtig mit dem Wasser voll und wird wieder knackig.

Natürlich soll man Salat nicht immer so behandeln, der gehört frisch gegessen. Aber wenns passiert, kann man sich mit diesem Trick gut helfen.

Montag, 3. Mai 2021

Foodierückblick auf April 2021

 Enthält Werbung (Verlinkungen, Namensnennungen) ohne Auftrag, ohne Bezahlung. 

 

Gegessen

Einmal hat der Turbohausmann fürs Essen gesorgt in diesem Monat. Er schwächelt! Aber er hat dafür etwas Ausgezeichnetes heimgebracht: Wiener Schnitzel vom Alten Beisl. Das ist wirklich eines der besten Lokale, wenn es um Wiener Küche geht. Und es ist gleich bei uns in der Nähe, quasi hinterm Tichy am Reumannplatz. Irgendwann sollte ich mal über das Lokal genauer berichten, das ist nämlich wirklich empfehlenswert. Sieht man aber eh am Schnitzel, denn das war perfekt!

 

 

 

 


 


Gekauft

Ich war auf der Freyung einkaufen und bin bei der Gelegenheit auch gleich ins Beaulieu reingefallen. Ich habe vor einem Jahr zum Geburtstag von einer lieben Freundin einen Gutschein von dort bekommen und brauche den immer noch zizerlweise auf. Ich wusste, die haben tolles Baguette und feine Croissants, außerdem eine tolle französische Käseauswahl. Das hat sich zum Glück nicht geändert.
Aus derselben Quelle stammen diese Petit fours, die mich so arg angelacht haben, dass sie mit nach Hause kommen mussten. Auch am zweiten Tag waren sie eine große Freude!


Der eigentliche Grund für den Besuch auf der Freyung: Der Seebauer vom Gleinkersee war das letzte Mal vor dem Herbst dort. Da hängt der Himmel voll mit den wirklich allerbesten Würsten. Die grünen Bratwürstel von dort sind die besten, die ich kenne und ohne die wollte ich keine Grillsaison aushalten müssen. Außerdem habe ich noch ein Stück Schweinsschulter mitgenommen, um wie seit längerer Zeit wieder einen Schweinsgulasch-Ansatz zu machen, den ich dann einfriere, um ohne großes Tamtam Reisfleisch oder Krautfleisch machen zu können. Somit warat dann der Schweinefleisch-Hunger wieder für den Sommer erledigt.

Noch ein Ausflug in die Innenstadt führte mich zum Joseph-Brot. Ich mag die Focaccia recht gerne, am ersten Tag frisch einfach so zum Essen, am zweiten Tag getoastet. Das Brot ist voll mit Oliven und getrockneten Paradeisern und ordnet sich nicht so leicht unter. Es ist aber hervorragend geeignet, um einen Hauptspeisensalat zu begleiten.

Ebenfalls von dort ist das Joseph-Brot, das heißt wirklich wie die Bäckerei und ist eines der ersten Brote, das es dort zu kaufen gab. Das ist ganz anders als die Focaccia, denn das geht mit Marmelade genau so gut wie mit Käse. Eines meiner Lieblinge, das ich gern kaufe, wenn ich dort in der Nähe bin.
Das ist ein Brot, das ich noch nicht kannte: Der Kasses hat ein hier auch ein Brot gebacken, in dem Oliven und getrocknete Paradeiser sind. Es ist aber anders als das vom Joseph, schon auch hell, aber es sind keine so großen Stücke drinnen, sondern Oliven und Paradeiser sind klein geschnitten, das Brot hat nicht so große Poren wie eine Focaccia. Uns hat es sehr geschmeckt, es war etliche Tage haltbar (zwei Tage einfach so zum Essen, einen weiteren Tag getoastet).









Gekocht

Ostern war im April. Wie immer habe ich meine Standard-Palette gemacht mit Schinken, Eierkren, Osterpinze und Kärntner Reindling. Mittlerweile kann ich die Zuckerkruste beim Reindling auch schon sehr gut: Einfach Form sehr gut ausfetten und dick mit Kristallzucker ausstreuen. Nicht Feinkristall, sondern wirklich dem groben Kristallzucker. Das klappt dann super!









Mittlerweile bin ich auch perfekt im Rüberheben von extrem dünnem, gezogenem Strudelteig, was man können muss, damit die Focaccia di Recco was wird. Ist übrigens ein nettes Frühlingsessen mit einem schönen Salat aus allem, was die Bauern gerade so anbieten.








Mit Begeisterung essen wir Carne Asada. Sofern es dafür überhaupt ein Standardrezept gibt, denn das isst man in ganz Südamerika auf verschiedenste Weise zubereitet. Aber ich hab halt dieses Rezept und finde es sehr gut.









Ich habe mich echt getraut und habe diese Charlotte nachgemacht! Das war ein Gastbeitrag und ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich das zusammenbringe. Ich habe die Charlotte nur mit Mango gemacht, da ich mir eine Testkiste Mangos bestellt hatte. War wirklich ganz hervorragend gut. Es zahlt sich ja doch aus, wenn man mehr Zeit investiert.



Bei Petra habe ich mich wieder mal in ein Rezept verliebt: Erdäpfelecken mit Rucolasauce hat sie gemacht. Ich habe die Sauce mit diversen Frühlingskräutern gemacht, was auch gepasst hat. Waren arg gut!
Wohl zum letzten Mal vor dem Sommer habe ich diesen Staudenselleriesalat gemacht. Das Grün vom Staudensellerie ist jetzt nicht mehr so zart wie im Winter, aber trotzdem war der Salat gut.
Und weil ich noch Staudensellerie übrig hatte und die Spargelsaisaon nun endlich auch bei meinem Lieblingsspargelbauern angefangen hat, habe ich gleich den Spargel-Rahm-Salat machen müssen.War ein würdiger Start in die Saison.










Schon mal gesehen, wie Zucht-Preiselbeeren blühen? Also ich bisher nicht. Aber ich habe seit Herbst welche auf Balkonien und die sind gerade ganz emsig am Blühen. Ich hoffe, die Ernte wird dann auch so super.

Ich lese immer wieder gern in englischsprachigen Online-Medien, damit mein Englisch nicht ganz versumpert. Letztens habe ich diesen Artikel in Epicurios gelesen. Vor vielen Jahren war ich einmal bei der Verwandtschaft in den USA zu Gast, dort lag ein "National Geografic" herum und ich habe darin mit großem Erstaunen gelesen, wie viel Wasser und Futter es benötigt, um ein Stück Rindfleisch auf den Teller zu bekommen. Und was es an Dreck bedeutet! Das alles war damals neu für mich. Seit damals gibt es bei uns nur mehr Bio-Rind. Wir essen davon auch nicht arg viel − 45 Rezepte in über 10 Jahren haben sich am Blog angesammelt. Dem gegenüber stehen derzeit 214 vegetarische Gerichte, also die großen Rindfleischesser*innen waren wir eh nie. Dennoch ist es nun auch für mich an der Zeit, konsequenter zu werden. Ich schließe mich Epicurios an und werde ab jetzt keine neuen Rindfleischrezepte mehr posten. Ob ich selber schaffe, gar kein Rind mehr zu essen? Eher nicht. Ich kann da eher auf ein Steak verzichten als ab und zu auf eine gute Rindssuppe. Aber schauen wir mal.

Was es sonst noch zu sagen gibt? Ja, war eh okay, der Monat. Aber hey, ich bin zum ersten Mal geimpft worden und im Mai darf ich noch ein zweites Mal. Zur Aufklärung, warum ich schon dran war: Ich hab ziemlich bediente Bronchien und bin daher Risikogruppe. Es muss mich also niemand um die Impfung beneiden, aber auch nicht bedauern, weil wie man sehen kann, lebe ich sehr gut mit dieser Einschränkung. Ich schaue jetzt schon ein wenig zuversichtlicher drein, nach der zweiten Impfung gehe ich dann zum Wirten. Jede Menge Essen und Getränke werde ich mir servieren lassen. So!