Donnerstag, 17. Januar 2019

Pancakes mit Kimchi

Schon oft hat mich die Idee für Kimchi-Pancakes angelacht, aber bis zu diesem Kochbuch hatte ich es noch nicht versucht. Nun habe ich ein neues schnelles Standardrezept gefunden. Kimchi hab ich eigentlich immer im Kühlschrank, das gab es als rasches "Notfallsessen" schon oft genug einfach mit Reis, aber nun habe ich eine zweite Variante.

Für die Fotos hatte ich bis zum Spätherbst zum Glück jede Menge Shiso am Balkon. Das ist mittlerweile ein sehr willkommenes Kraut! Im Frühling kaufe ich einen kleinen Topf, bis zum Herbst habe ich dann eine hüfthohe Pflanze, auch wenn ich laufend ernte.

Das ist wieder einmal ein Arme-Leute-Essen, das zum Niederknien gut schmeckt. Noch dazu geht das total schnell. Kein Wunder, dass es das bei uns schon einige Male gegeben hat, seit ich das Rezept entdeckt habe.


Für 4 Portionen

250 g Mehl
125 g Reismehl
350 ml kaltes Wasser
2 große Eier
3 Frühlingszwiebeln
4 Shisoblätter
1 große rote Chili
1 Knoblauchzehe
250 g Kimchi aus Chinakohl (ich mag gern deutlich mehr, hier 400 g)
½ TL Salz
Öl zum Braten

Zum Servieren: Limetten, gehackte Chili (mild und scharf), geschnittene Shisoblätter

Mehl, Reismehl, kaltes Wasser, Salz und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Kimchi klein schneiden, ebenso Frühlingszwiebeln, Shisoblätter, Chili und Knoblauch, alle Zutaten zum Teig rühren.

1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, jeweils 1 gehäufte El der Teigmasse ins heiße Öl geben, flach drücken. Wenn die Ränder der Pancakes nach 3 − 4 Minuten trocken aussehen, wenden. Den ganzen Teig auf diese Weise verarbeiten, die fertigen Pancakes bis zum Servieren im Rohr warm halten.

Mit Limettenspalten, Shisoblättern und gehackten Chilis servieren.



Ich finde es fein, wenn man zum Drüberstreuen milde und scharfe Chilis zur Wahl hat, dann kann man dadurch nachschärfen oder halt nicht.

Dazu passt ausgezeichnet ein asiatischer Dip, zum Beispiel Mayo mit Sambal Oelek oder Sryracha (2 Teile Mayo mit 1 Teil scharfer Sauce verrührt), ausgezeichnet dazu ist auch Missboulettes Wunderöl, der zweite Aufguss.
Ich mag sehr gern diesen Chinesischen Gurkensalat als Beilage.

Die Wintervariante: Wenn es keine Kräuter auf Balkonien gibt, dann streuen wir einfach Sesamsamen auf den Pancake. Das Grün von Frühlingszwiebel passt auch sehr gut.



Überhaupt finde ich das Kochen mit Kimchi wahnsinnig spannend. Das Rezept habe ich zum Glück entdeckt, als ich Kimchi einmal versalzen habe − da war ich grad besonders verliebt in den Turbohausmann und hatte vergessen, dass ich schon gesalzen hatte ...

Montag, 14. Januar 2019

[Buchbesprechung] Asiatisch kochen

Enthält Werbung (Verlinkungen, Rezensionsexemplar)

Was für ein Schwergewicht! Ein Buch, das über 2 Kilo wiegt, liegt hier vor mir. Die Rezepte sind von Jody Vassallo und von Emily Ezekiel, die Fotos von Deirdre Rooney, erschienen ist das Buch im at-Verlag.

Anfangs ließ mich das Buch ein wenig ratlos zurück, denn es gibt kein Vorwort, keine Einleitung, nichts über die Autorinnen oder die Fotografin, nichts, das einen informiert, warum gerade diese vier Länder ausgewählt wurden. Es geht direkt los mit den Grundlagen, nämlich Reis kochen und den Wok einbrennen, dann werden Rezepte aus Thailand, Japan, China und Korea gezeigt. Vor jeder Länderküche werden Grundrezepte und Zutaten gezeigt. Vor allem bei der unglaublichen Vielfalt an asiatischen Chilis ist das selbst mir als Nichtanfängerin und Chililiebhaberin eine Hilfe.

Man findet 300 Rezepte mit  jeweils einem Foto vom fertigen Gericht und drei Arbeitsfotos. Diese Aufteilung zeigt auch gleich die Gewichtung: Die Rezepte werden in einige wenige Schritte zerlegt und diese sind bebildert. Man hat mehr ein Bilderbuch als ein erklärendes Kochbuch vor sich. Es ist dadurch ein gutes Anfängerkochbuch.

Die Rezepte sind ganz einfach, sodass nichts schief gehen kann. Das bringt auch mit sich, dass man einen sehr gut sortierten Asia-Laden braucht, wo man die ganzen Zutaten kaufen kann, denn es werden viele fertige Saucen und Gewürzmischungen verwendet. Aber wahrscheinlich bin ich da hoffnungslos altmodisch, denn man kann sicher alles im Internet bestellen. Das ist wohl eine Spezialität asiatischer Länder, dass man die Würzsaucen etc. selber kaum bis gar nicht selber herstellen kann: Fischsauce ist so ein Beispiel, auch Sojasauce, Bonitoflocken, Bohnenpasten etc., daher sollte man sich nicht davor schrecken, wenn ich schreibe, dass viele Fertigprodukte verwendet werden. Ich denke, das geht nicht anders, wenn man asiatisch kochen will.

Wie ich das vom at-Verlag kenne, findet man umfangreiche Inhaltsverzeichnisse: eines, das nach Ländern sortiert ist, eines, das nach Zutaten gereiht ist. Dazu gibt es noch ein umfangreiches Glossar, in dem einzelne Zutaten erklärt werden; das beinhaltet auch, dass ein Ersatzprodukte dabeisteht, wenn es denn eines gibt.

Ich hab mich abgearbeitet an dem Buch und so viel nachgekocht wie selten aus einem Kochbuch. Die Rezepte sind aber auch wirklich einfach und die Fotos zu verführerisch.


China − Gebratener Reis mit Fleisch und Garnelen

Das ist nicht das einzige Rezept für gebratenen Reis in dem Buch, denn das gibt es auch in anderen asiatischen Ländern. Ein gutes Reste-Rezept, wenn Reis vom Vortag übrig ist.
China − Huhn Kung Pao

Das ist nun ein Rezept, das komplett anders ist als das, das ich schon einmal hier vorgestellt habe. Dieses Rezept zeigt es ein reines Fleischgericht nur mit ein bissl Frühlingszwiebel. Das liegt wohl auch daran, dass es ein ganz klassisches Gericht ist, von dem es sehr viele Varianten gibt.
Japan − Huhn Teriyaki

Auch hier ganz einfach: 6 Zutaten, 3 Arbeitsschritte und fertig. Wie immer gibt es eine Beilagenempfehlung.

Für mich war neu, dass man die Haut der Hühnerbrust mehrfach einsticht, damit beim Braten Fett austritt und die Haut schön knusprig wird.
Japan − Tofu mit Ponzu-Sauce

Ponzu habe ich mittlerweile schon als Fertigsauce gesehen, aber die ist so einfach zu machen, dass man die wirklich nicht kaufen muss − wird zum Glück auch im Buch selber gemacht. Sojasauce, Zitronensaft und Mirin werden verrührt, fertig.

Dieses Rezept steht und fällt mit dem Tofu, denn der spielt unangefochten die Hauptrolle, nur unterstützt von einigen wenigen Zutaten. 
Thailand − Mango mit Klebreis

Hier muss ich gestehen, dass ich von Thailand sehr verwöhnt wurde mit genau diesem Essen, denn das gibt es dort an jeder Ecke zu kaufen. Mit Mangos, denen ich jetzt noch eine Träne nachweine. Die Zutaten dieses Rezepts sind Mango, Klebreis, Kokosmilch, Zucker und Salz. Hier hat mir der Knusper gefehlt, den man in Thailand immer dazu serviert bekomme, daher habe ich Sesam geröstet und über den Reis gestreut.
Thailand − Schweinefleisch in Sojasauce

Erstaunlicherweise braucht man hier sogar 8 Zutaten, was schon viel ist für dieses Kochbuch. Als einziges Küchenutensil wird der Wok angeführt, als Beilage Reis. Einfach und gelingsicher.




















Korea − Kimchi

Auch Kimchi wird in dem Buch gemacht − und nicht nur aus Chinakohl. Gurken-Birnen-Kimchi, scharf eingelegte Radieschen und Rote Rüben mit Ingwer werden gezeigt.

Beim Chinakohl-Kimchi war ich erstaunt über die 100 g Zucker, aber das ist wohl der Quickstarter, denn nach 24 Stunden ist der Chinakohl verzehrfertig. Angeblich hält sich dieses Kimchi nur einen Monat.



Korea − Kimchi Pancakes

Das ist nun etwas, das ich schon lange machen wollte, denn es ist ein sehr weit verbreitetes Gericht, das ich noch nicht kannte. Wieso das bei uns kaum den Weg auf asiatische Speisekarten findet, weiß ich nicht, denn es ist wirklich richtig gut. Ich werde das Rezept daher genauer vorstellen.



 


 
Thailand − Schweinespießchen in Satay-Sauce

Sehr löblich ist, dass für die thailändischen Gerichte die vielen Curryarten selber gemacht werden. Für Rezepte wie dieses wird dann so eine Currypaste eingesetzt.

Mir kam die Menge an Satay-Sauce viel vor, aber meinem erdnusssüchtigen Mann hat die Sauce so geschmeckt, dass er die Reste dann noch pur mit Reis gegessen hat.






Japan − Gyoza

Ja, asiatische Teigtäschen! Die liebe ich und mache sie in letzter Zeit sehr oft, weil ich ja jetzt den Teig im Nu herstellen kann. Im Rezept werden fertige Teigblätter verwendet, die Füllung ist eine Mischung aus Garnelen, Schweinefleisch, Chinakohl und vielen Gewürzen, schmeckt also sehr fein.

Die Sauce ist einfach gehalten, passt aber hervorragend zu der Geschmacksvielfalt der Füllung.




Was es unter dem Strich zu sagen gibt? In der Zwischenzeit habe ich noch einige Gerichte mehr aus dem Buch nachgekocht und nicht ein einziges ist misslungen. Manche Rezepte sind schon recht reduziert, aber sie schmecken alle. Die Mengenangaben passen auch immer. Mir ist es schon öfter passiert, dass bei Teigtaschen die Menge der Füllung nicht mit der Menge der Hülle zusammengepasst hat, aber bei den von mir ausprobierten Rezepten haut das hin. Die Rezepte kannte ich nicht alle, aber mir kommt vor, dass sie schon dem europäischen Gaumen angepasst sind, was kein Fehler ist, wenn man Kochanfänger oder nicht an asiatisches Essen gewöhnt ist: Höllisch scharfe Gerichte wie aus der Sichuan-Küche zum Beispiel muss man schon wollen, die habe ich zum Beispiel in dem Buch nicht gefunden.

Wer einen Blick ins Buch machen will, kann das hier machen: Leseproben

Fakten zum Buch:
Originalausgabe erschienen 2014 bei Hachette Livre
ISBN 978-3-03800-892-7
Gebunden
Umfang: 528 Seiten
Gewicht: 2027 g
Format: 20 cm x 23.5 cm
Preis: 35,- €

Bestellen kann man das Buch wie immer beim Buchhändler ums Eck, direkt beim at-Verlag oder im Internet bei einem der vielen Versender.

Die Links sind alle keine Affilate-Links.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 10. Januar 2019

Wiener Erdäpfelsuppe

Etwas Wärmendes, ganz Klassisches aus der Wiener Küche ist dieses Rezept. Es ist übrigens mit ein Grund, warum wir ein Dörrgerät besitzen, um im Sommer unter anderem Pilze trocknen zu können. Bei mir kommen immer recht viele Pilze rein, weil uns das besser schmeckt. Es gibt kaum etwas Wohligeres, als bei Kälte einen Teller dieser molligen, gehaltvollen Suppe zu schlürfen. Man kann sie theoretisch auch mit Champignons oder im Sommer mit frischen Waldpilzen machen, aber das schmeckt nicht so intensiv wie mit getrockneten Steinpilzen.

Zum Einweichen der Pilze: Es kann sein, dass in Pilzen noch Reste vom Wald drinnen sind. Daher macht man das Einweichen am besten in einem weißen Gefäß. Wenn man später die Pilze herausnimmt, sieht man bei einem weißen Gefäß gut den möglicherweise am Boden liegenden Wald, den man nicht in der Suppe haben will.

Ich kenne keinen Wiener Haushalt, in dem es diese Suppe im Winter nicht gibt. Also wer sie nicht kennt: los, los, los, nachmachen! So viele Wiener irren sich nämlich nicht.


Für 4 Personen:
20 g getrocknete Pilze (ersatzweise 100 g frische)
300 g Erdäpfel (speckige = fest kochende)
1 Bund Wurzelgemüse (2 Karotten, 1 gelbe Rübe, 1 Stück Sellerie)
1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
50 g Frühstücksspeck
1 ½ l Rindsuppe
2 EL Schmalz (ersatzweise Butterschmalz)
2 EL Mehl (eventuell mehr)
⅛ l Weißwein
250 g Sauerrahm (200 g zum Binden, 50 g zum Garnieren)
1 Lorbeerblatt
Majoran
 Kümmel (gemahlen)
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz
Pfeffer 
Petersilie (zum Bestreuen)

Getrocknete Pilze in ⅛ l heißes Wasser einweichen.

Erdäpfel und Wurzelgemüse putzen und schälen, in ca. 1 cm große Würferl schneiden.

In einem Topf den Speck sacht anschwitzen, ist genug Fett ausgetreten, nimmt man die Speckwürferl heraus und legt sie auf ein Stück Küchenrolle (ich nehm dafür ein frisches Hangerl=Geschirrtuch) zum Abtropfen. Im verbliebenen Fett die gehackte Zwiebeln hell anschwitzen, Knoblauch kurz mitrösten. Mit 1 EL Mehl stauben, mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Mit Rindsuppe aufgießen. Sollten sich Mehlklumpen bilden, kann man jetzt mit einem Schneebesen fest rühren, dann lösen sich die Klümpchen auf. Das Einweichwasser zur Suppe geben, dabei darauf achten, dass eventuelle Rückstände nicht zur Suppe gegossen werden. Aufkochen lassen und mit Majoran, Lorbeerblatt, Kümmel, frisch gemahlenem Pfeffer und Salz würzen. Pilze ausdrücken, wenn nötig klein schneiden und zur Suppe geben. Nun kann man entscheiden, ob die Suppe dick genug ist oder noch Bindung braucht. Wenn noch Bindung nötig ist, einen Teil vom Sauerrahm nehmen und Mehl einrühren. Ein wenig Suppe dazugeben, um die Temperatur anzugleichen, dann rein mit diesem Gmachterl in die Suppe. Erdäpfel und geschnittenes Wurzelgemüse dazugeben, 10 − 15 min. kochen.

Wenn das Gemüse weich ist, den knusprigen Speck einrühren.

Suppe in Tellern anrichten, jeweils 1 TL Sauerrahm in die Suppe geben, mit Petersilie bestreut servieren.




Endlich gelingt es mir, wieder einmal bei einem Blogevent mitzumachen. Die kulinarische Reise führt dieses Mal nach Österreich, da kann ich ja gar nicht anders!

Montag, 7. Januar 2019

Foodie-Rückblick auf Dezember 2018

Wie immer: enthält Werbung (Namensnennungen, Verlinkungen), aber ich wurde nicht dafür bezahlt, dass ich das hier schreibe. Es gab eine Bloggereinladung, die ist als solche gekennzeichnet, außerdem stelle ich den Pastamaker, den ich von Philips zur Verfügung gestellt bekommen habe, vor.

Mit den Lieblingsnachbarinnen war ich beim Lieblingswirten, dem Meixner. Dort gibt es die besten Kutteln, die ich kenne. Sie tummeln sich in einer würzigen Paradeisersauce, was ihnen sehr gut steht.

Zu meinem Leidwesen will der Lieblingswirt seine Gastwirtschaft abgeben und in Pension gehen. Also falls jemand jemanden weiß, der jemanden kennt, der ...
Weiter geht es mit der Maroniherzen-Verkostung. Dieses Mal ein Heimspiel: Dieses Maroniherz kommt vom Heindl, einer früher in St. Favoriten beheimateten Konfiserie. Diese Herzen schmecken mir schon seit vielen Jahren sehr gut und sind erstaunlicherweise, obwohl sie sehr bekannt sind, auch recht günstig.

Es gibt die Herzen in zwei Größen, für mich ist die kleine ein perfektes Format: Sie sind mit einem Haps gegessen.

Sie gehören immer noch zu den besten, die ich kenne.







 
Schon letzten Dezember gab es eine tolle Bloggereinladung, nämlich #thegrandbloggerdinner , damals im DC Tower, dieses Mal im Hilton Plaza. Da sind 40 handverlesene Blogger eingeladen und wir wurden mit verschiedenen neuen Produkten gekocht, damit man sie einmal kennenlernt. Ich fühle mich einerseits enorm geehrt, dass ich da immer mit dabei sein kann, andererseits ist es auch sehr erfreulich, wenn man Neuheiten verkosten kann, bevor man sie kauft. Vor allem: Das ist alles kein Klumpert, was man da gezeigt bekommt, sondern es sind tolle Produkte.

Und nicht zuletzt ist das ein toller Abschluss des Blog-Jahres. Ich habe wieder einige sehr nette Bloggerinnen getroffen und wir haben einen schönen Abend erlebt.


Der Turbohausmann und ich waren im Burgenland und haben dort das fritz heimgesucht. Die haben wirklich sehr geniales Essen dort! Auch das Ambiente stimmt: Es gibt eine große Glasfront zum Neusiedler See hinaus, was sehr schön aussieht, auch im Winter.

Auf dem Foto zu sehen ist ein Dessert. Es nennt sich "Lebkuchen, Bratapfel, Chilischokolade", eine richtig feine Kombination. Die kleinen Chilischokostücke waren wirklich scharf − jetzt nicht so scharf, dass es einen umhaut, sondern mit einer zu einem Dessert passenden, aber deutlich wahrnehmbaren Schärfe. So gehört das!

Überhaupt ist die Karte der Jahreszeit sehr schön angepasst. Alles, was wir gegessen haben, war sehr gut. Großes Lob!
Schon wieder ein Maroniherz: dieses Mal vom Pöhl am Naschmarkt. Es ist handgemacht und entsprechend ist auch der Preis: 4,- pro Stück.

War sehr gut, aber ich werde auf Grund des Preises das Experiment wohl nicht mehr wiederholen.










In unserer Tageszeitung, dem Standard, war ein Artikel über Essen am Brunnenmarkt. Natürlich sind der Turbohausmann dann auch direkt dort hin und haben sehr fein geimbisst: Auf der Höhe Gaullachergasse gibt es ein Standl mit einem Tandoori-Ofen. Es ist ja schon einmal ein Schauspiel, da beim Brotbacken zuzuschauen. Die Fladen werden auf ein großes Kissen gelegt und mit diesem direkt an die Wand des Ofens geklebt. Die Leute stehen wirklich Schlange um das Brot! Man kann direkt dort oder − noch besser − am Stand daneben diese Fladenbrote füllen und zu Dürüms rollen lassen. Am Stand daneben haben wir "mit alles" bekommen, also mit Hummus, Falafel, Paradeisern, eingelegten Roten Rüben, Zwiebel, Salat, Kräutern und "scharf". Es war sehr, sehr gut! Und vis-à-vis gibt es noch ein weiteres Standel, da werden türkische Pide verkauft. Wir haben miteinander die Käse-Variante verkostet und auch die für sehr gut befunden. Also wer noch nicht dort war, sollte unbedingt hinschauen.

Kostenpunkt: 2,- € pro Dürum, ebenso pro Pide.


Zum Jahresende waren wir mit Freunden in der Feinkosterei essen. Das war ja eine grandiose Entdeckung: Dort werden Wiener Spezialitäten in kleinen Portionen serviert, sodass man sich toll durch die Wiener Küche durchkosten kann. Alles, was wir probiert haben, hat sehr gut geschmeckt. Ich hab nun also ein Lokal, das ich Wien-Besuchern empfehlen kann, die möglichst viel ausprobieren möchten.

In diesem kleinen Topf bekam ich mein Beuschel serviert, dazu zwei kleine Knöderl. Es war ausgezeichnet gekocht und abgeschmeckt. Genau so, wie ich es gern mag.

Die Preise sind nicht so arg für diese Lage (pro Paar haben wir mit Getränken um die 40,- € bezahlt). Allerdings ist die Frage, wie lang das so bleiben wird, denn das Lokal ist relativ neu und schon rappelvoll, während die anderen Lokale rundherum relativ leer waren. Es scheint sich also schon herumgesprochen zu haben, dass da ein Kleinod entstanden ist.


Der Turobohausmann und ich waren ja 2017 in Budapest. Wir sind dort dem Gerbeaud restlos verfallen und ich denke immer noch an diesen Kastanienreis, den ich dort gegessen habe. Nun meinte der Mann, wo sind eigentlich die Patisserie-Tempel in Wien? Gleich vorweg: In der Form nicht vorhanden. In Wien gibt es viele kleine, sehr feine Patisserien, aber die eine, große, die alles kann, die alte und neue Patisseriekunst vereintin, die gibt es nicht. Jedenfalls haben wir nun ein Projekt für die nächsten Monate, uns durch die kleinen Patisserien durchzukosten. Wir waren im Marischka. Das ist ein wirklich winziges Geschäft in der Leopoldstadt. Was man links auf dem Bild sieht, ist alles, was an dem Tag angeboten wurde. Der Mann hat sich Schokotorte mit Salz und ich ein Zitronentartelette mit nach Hause genommen und fanden die Sachen wirklich sehr gut. Nicht nur geschmacklich, sondern auch die Arbeitsweise: Mir gefällt das exakte Arbeiten in der Patisserie und das können die dort wirklich super!





Selber gekocht? Hab ich natürlich mehr als genug! 

Nachdem wieder die passende Jahreszeit ist, habe ich gesucht und bin beim Denns fündig geworden: Es gibt wieder französische Motten, die man unbedingt kaufen sollte, um diese wahnsinnig gute Marmelade zu machen. Der Preis ist auf 4,90 € pro Kilo gestiegen, also dürfte sich herumgesprochen haben, dass diese Früchte gut sind. Ich hab vor zwei Monaten noch ein Glas aus dem Jahr 2016 gefunden und die Marmelade gewinnt mit dem Reifen tatsächlich noch einmal.
Mich hat die Marmelade dieses Jahr ordentlich gehunzt, weil sie nicht gelieren wollte. Aber das war auch zu etwas gut: Ich weiß jetzt, dass Pektin nicht so schnell kaputt wird. Ein Glas Pektinpulver steht seit Jahren im Vorratsschrank, damit habe ich nachgeholfen und nun habe ich wieder einen Vorrat von dieser grandiosen Marmelade.
Ich habe mehr als ein Kilo von den französischen Bergamotten gekauft und habe von den übrigen die Schale kandiert (Rezept).  Die Schale schmeckt sehr gut bergamottig, ist aber sehr dünn und dadurch ledriger als Orangenschale beim Kandieren wird. So richtig weiß ich noch nicht, was ich damit anstellen werde.

Von Philips bekam ich einen Pastamaker zur Verfügung gestellt. Während der Feiertage habe ich ihn ausgiebig getestet. Einer der Höhepunkte waren diese veganen Mandu. Es ist wirklich ein ziemlich trockener Teig, den ich schon öfter nach dem Rezept von Missboulette gemacht habe. Wie man dort nachlesen kann, ist das schon ein ziemliches Procedere, das sich geschmacklich aber lohnt. Nun hab ich einfach die Zutaten in den Pastamaker geschupft und siehe da, heraus kam der bewährte Teig und das innerhalb weniger Minuten.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang schon skeptisch war, ob man einen Pastamaker braucht. Ich bin auch jetzt noch nicht sicher, ob ich meine Nudeln immer selber mache, denn meine Küche ist sehr klein, der Pastamaker sehr groß, daher muss ich ihn zwischendurch immer wegräumen, was dem laufenden Gebrauch nicht so gut tut. Aber für Gäste werde ich die Pasta sicher selber machen.


Das Christkind hat mir etwas gebracht, was ich ganz toll finde: Ich habe nun einen Kimchi-Topf. Diesen Topf habe ich vor mehr als zwei Jahren auf einem Bio-Camp kennengelernt. Ich wurde auch durch dieses Buch angefixt und habe meine Fermente bisher immer in großen Gläsern angesetzt. Das geht auch, keine Frage. Aber ich bin mir jetzt sicher, dass ich weiter fermentieren will, also musste so ein Topf her. Derzeit fermentiert gerade Sauerkraut vor sich hin und ich freu mich schon, wenn es fertig ist. Die Fermentiererei macht Spaß und das Ergebnis schmeckt, also ich werde euch sicher noch mit Rezepten belästigen.


Der Blog? So wenige Zugriffe wie zwischen den Jahren habe ich sonst nicht, da haben wohl alle die Nase vom Essen voll.
An den Suchbegriffen sieht man, dass Zitrusfrüchtezeit ist. Am meisten gesucht wird alles, was mit Bergamotten zu tun hat. Ansonsten wird auch Jahreszeitliches gesucht: Rezepte für saure Rüben interessieren viele Leute, ebenso Haferwurzeln. Wobei ich die dieses Jahr noch nicht auf den Märkten gesehen habe, aber ich mache mich auf die Suche.

Willkommen im Jahr 2019 und keep on cooking!