Dienstag, 2. April 2024

Foodierückblick auf März 2024

 Gegessen

 


Ein Familienfest hat im Taubenkobel stattgefunden. Der Chef des Hauses wurde zum Koch 2024 gekürt und das zurecht! Ich hab alle Fotos noch einmal durchgeschaut und gestehe, dass nicht ein einziges dem gerecht wird, was wir dort serviert bekommen haben. Alles war so ausnehmend gut! So Kleinigkeiten wie perfekt gegartes Fleisch und Fisch sind eine Selbstverständlichkeit, die grandiosen Rohstoffe auch unglaublich.

Auf dem Foto zu sehen sind die Abschiedspralinchen. Das erstaunlichste war das Mini-Maccaron, nämlich mit einer Liebstöckel-Creme. Sehr außergewöhnlich, aber wirklich toll. 

Winsel! Viola sperrt zu! Mit ersten Mai ist dieses entzückende kleine Lokal Geschichte, denn das Haus wird komplett saniert und Patisserie passt halt sehr schlecht zu Staub und Dreck. Ich seufze mal ganz tief und hoffe, dass sich im April ein letzter Besuch dort ausgeht. Sicherheitshalber habe ich noch einmal meine liebste Cremeschnitte von Wien gegessen, um das Aroma quasi mitzunehmen. Dieser Hauch von Kardamom! Hach. Ich werde irgendwann versuchen, dieses Schätzchen nachzumachen. Wir waren zu dritt dort und auch die anderen Mitesserinnern waren wieder einmal recht angetan von dem, was man da serviert bekommt. Ich hoffe auf ein Wiedersehen an einem anderen Ort.

Mit ganz lieben Leuten waren wir im Seoul essen. Dazu ist zu sagen, dass wir mit denselben Freunden zu Silvester woanders koreanisch essen waren, das war leider wenig spannendes Asia-Essen. Nun waren wir in diesem rustikalen Lokal mit Plastik-auf-Holz-gemacht-Täfelung, das optisch wirklich nix kann und waren vom Essen echt begeistert. Es ist wirklich ein Familienbetrieb, bei dem die Dame des Hauses den Service macht und der Herr des Hauses die Küche schupft. Wir haben koreanisches BBQ gegessen, halb Schweinebauch, halb Rindfleisch. Zuerst kam Misosuppe, die war okay, dann Teigtäschen und schließlich wurde alles, was man hier sieht, aufgefahren. Der fermentierte Rettich war überhaupt mein Favorit. So arg gut! Und der Rest wirklich in Ordnung. 

Wie immer macht der Tichy Mitte März auf. Dieses Mal in einem Monat, an dem ich schon im Freien gesessen bin und genüsslich Kaffee getrunken habe. Entsprechend lang waren die Schlangen an den ersten Tage. Wir haben also unsere Saisoneröffnung ein bissi später gemacht und haben je ein "kleines" gemischtes Eis gegessen. Wie immer, wenn es das gibt, hab ich Aschanti gegessen, außerdem Malaga und Haselnuss. Das Eis ist sehr süß wie eh und je, aber uns schmeckt es. 

Und ja: Man kann und sollte nach wie vor und trotz allem auf den Reumannplatz gehen.

Mit Christine vom Blog Anna Antonia war ich auf ein Kaffeetschi im Beaulieu. Liebe Christine, es war sehr nett mit dir! Ich hoffe auf ein Wiedersehen.

Christine hat einen Café Beaulieu getrunken, das ist ein Espresso mit Schlagobers und zwei Schokotrüffel, für mich gab es einen Café Antoinette, einen Espresso mit drei Maccarons.



 

 

 

 

 

 

 

Gekauft

Nachdem mein Gemüsekisterl Pause macht, weil das heimische Gemüse abgeerntet und aufgegessen ist, war in diesem Monat italienisches Gemüse angesagt. Hier ist der zweite Teil meiner Lieferung von meinem bei Crowd Farming adoptierten Feld in Italien. Zwölf tolle Artischocken, zwei sehr große Knollen Fenchel, Karotten und Erdäpfel sind zu mir gekommen. Die Artischocken waren wie immer ein Traum, der Rest auch schön. Jedenfalls haben wir uns jetzt an den Artischocken satt gegessen und die heimische Spargelsaison kann von mir aus beginnen. Ich freu mich schon drauf.


 

Die Sachen von Motto Brot sind immer noch so gut. Dieses Mal durften zwei Punderteig-Teilchen mit nach Hause. Eines mit Zitrone-Haselnussfülle, eines mit Weichsel. Sehr, sehr gut machen die das dort.

Nach der langen Winterpause hat der Oberlaaer Dorfmarkt wieder einmal stattgefunden. Nicht nur ich habe den Markt vermisst, sondern gefühlt halb Favoriten. Bitte es war so voll! Und alle haben gekauft, als gäbe es sonst nix in Favoriten. Ich bin sehr sicher, dass das Brot nicht bis zum Marktende gereicht hat. Auch sonst war um halb elf schon viel ausverkauft oder hat sich dem Ende zugeneigt. Aber ich habe bei der Fischgreisslerei ein riesiges und sehr gutes Forellenfilet ergattern können, von dem wir zu zweit satt geworden sind.
 

 

Christine hat nicht nur Colemans Senf, den man in Wien nicht mehr bekommt, mitgebracht, sondern hat mich auch noch mit den Calissons beschenkt. Die waren sehr, sehr gut − quasi Marzipan zum Quadrat. Nachdem ich weiß, wo man die kaufen kann, werde ich sicher noch das ein oder andere Mal zuschlagen.
 

 

 

 

 

 

 

 

Gekocht 

 

Wir waren wieder einmal in Norditalien. Dieses Mal war das Wetter leider sehr bescheiden und viel hab ich nicht zu berichten. Aber wie sehr oft habe ich mir wieder einen Pulpo mitgebracht. Mein alt bewährter Pulpo-Salat war wieder eine Freude. Dieses Mal mit Radicchio-Blättchen von den kleinen Salatrosen, die es um diese Jahreszeit in Italien überall gibt. Außerdem noch ein wenig Puntarelle. Hat ausgezeichnet gepasst.






Endlich hab ich wieder einmal Buchteln gemacht. Das ist echt schon lang her, dass die bei uns auf den Tisch gekommen sind. Es ist nun aber Zeit für eine Notiz von mir an mich: Ich muss das Rezept überarbeiten. Mir ist das mittlerweile zu süß. Wahrscheinlich reicht die halbe Menge Zucker.









Der Turbohausmann hat einen Tarocco-Baum bei Crowd Farming adoptiert und wir haben eine Unmenge an wunderbaren Orangen. Also habe ich diese Blutorangencreme nach Barbaras Spielwiese gemacht und sie war genau so gut, wie Barbara das beschreibt. Daher auch von mir der Tipp: Machts bitte gleich die doppelte Menge!

Sorry für das Foto − wenn die Creme nicht so gut wäre, würde ich es auch ersparen.

 

 

Wie immer duften aus Italien auch wieder Salsicce mit nach Wien kommen und ich hab diese Pasta mit den köstlichen Radiccio-Röschen und der Salsicce gemacht. So ausgezeichnet!










Da war mir glatt ein Kürbis entwischt! Der lag einen Monat herum, aber zum Glück gibt es ja auch noch kalte Tage, da ist so ein molliges Risotto schon etwas sehr Feines. Wie immer mochten wir dieses Kürbisrisotto sehr gern!











Gesehen

 

Da ist er, der 50. Film von Woody Allen: Ein Glücksfall heißt er und ist eine würdige Fortsetzung seiner bisherigen Filme. Auch wenn Woody Allen für mich der Prototyp des typischen New Yorker Films ist, spielt dieser Film in Frankreich. Das ist auch nicht der erste Film von ihm, der in Frankreich spielt: "Midnight in Paris" habe ich noch in sehr guter Erinnerung, außerdem wurden Teile von "Alle sagen: I Love You" in Paris gedreht. Für den "Glücksfall" wurden auch französische Schauspieler engagiert.

Jean (Melvil Poupaud) und Fanny (Lou de Laâge) sind ein glamouröses, sehr wohlhabendes Paar, das in einem prächtigen Gebäude im noblen Teil der Stadt lebt. Jean ist ein charismatischer, äußerst erfolgreicher und dazu noch gut aussehender Geschäftsmann. Manchmal hilft er dem eigenen Glück auf eine unfeine Art auf die Sprünge. Fanny ist ebenfalls beruflich erfolgreich, ist klug, kultiviert und unglaublich hübsch. Eines Tages trifft sie Alain (Nils Schneider), einen ehemaligen Schulkameraden, auf der Straße. Alain ist Schriftsteller und will in Paris einen Roman schreiben.

Ich will jetzt nicht viel mehr vom Inhalt verraten, aber nachdem das ein typischer Woody Allen-Film ist, verlieben sich Fanny und Alain in einander. Jean wird misstrauisch und beauftragt einen Detektiv. Muss so sein, denn sonst wäre das Leben ja zu einfach und es würde kein Film drüber gedreht werden. Die Handlung wird dann noch sehr spannend und aus dem entzückenden Liebesfilm wird ein Krimi.

Man sollte den Film auch anschauen, wenn man Paris gern mag: Die Stadt wird in warmen Herbsttönen von ihrer schönsten Seite gezeigt. Allein die warmen Farben, die eingefangen werden, wenn sich Fanny und ihr Liebhaber treffen, sind schon den Kinobesuch wert. Auch die Viertel der Stadt, die gezeigt werden, zeigen die romantischen Fleckchen von Paris.

Der Film wurde auf den Filmfestspielen in Venedig bereits 2023 gezeigt und dort umjubelt. Ab 11.4. ist er in den Wiener Kinos zu sehen.


Die Zeit ist da, in der ich euch wieder mit Balkonienfotos erschlagen werde. Es ist sowas von schön draußen! Ich gartel wieder viel herum, säe erste Samen und ernte schon ordentlich von meinen mehrjährigen Kräutern.

Sonst läuft es auch sehr fein. Alle rundherum sind gesund und munter. Ich genieße das schöne Wetter und bin viel mit Freund:innen unterwegs. Wir haben schon viel Glück mit kulturellen Angeboten in Wien. Im Wien-Museum war ich mittlerweile zum dritten Mal seit der Eröffnung. Das ist nicht nur architektonisch toll gemacht, die Exponate sind mehr als sehenswert und es gibt jeden Menge spannender Veranstaltungen − und fast alle Angebote dort sind gratis! Also bitte hingehen und anschauen. Unbedingt! Allein der Poldi und der Hansi sind sehenswert. Der Poldi ist ein riesengroßer Wal, der einmal im Prater montiert war. Der Wal wurde noch während des Umbaus ins Museums eingebaut, weil er zu groß wäre, um den jetzt noch reinzubringen. Und der Hansi ist das kleinste Ausstellungsstück, ein winziger Kanarienvogel. Der ist über dem Poldi montiert, sodass man mit einem Blick das größte und das kleinste Stück des Museums sehen kann. Sehr entzückend sind die beiden!

Und euch geht es allen gut? Sagts was! Ich schick euch ein Zwickerbussi.



4 Kommentare :

  1. Ich hab ihr Blog gern! Schon viel nachgekocht, noch nie enttäuscht. Zuletzt den Spargelrahmsalat, mit Erdäpfeln ergänzt war er die Beilage zum Osterschinken. Und die Monatsrückblicke sind kleine Perlen, jedesmal mit Freude gelesen.
    Liebe Grüsse aus dem südwestlichen Niederösterreich
    Silvia

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    1. Liebe Silvia, vielen Dank für das Lob! So etwas freut mich sehr.

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  2. Liebe Susi,
    dein Rückblick ist immer wieder spannend zu lesen und deine Balkonblumen sind eine Augenweide. Heute hatten wir einen wunderschönen warmen Tag gehabt, nachdem es gefühlt nur noch regnete, umso mehr liebe ich alle bunten Farbtupfer.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Liebe Sigrid, deswegen sind mir die ersten Blüten des Jahres auch immer so wichtig: Endlich mal ein Farbklecks nach dem winterlichen Grau rundherum.

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