Dienstag, 20. April 2021

[Kulinarische Weltreise] Waadtländer Flammkuchen

Irgendwie hechle ich meinen Kochbuchbesprechungen nur mehr hinterher, soll heißen, der Rest dessen, was ich so koche, ich Resteverwertung. Nun will ich ja auch noch an Bloggerevents teilnehmen, also musste ich mir für die derzeit in die Schweiz führende Kulinarische Weltreise etwas suchen, was sich aus dem machen lässt, was ich noch daheim hatte. Bei meiner Suche bin ich auf dieses Rezept gestoßen und zack, war es auch schon nachgekocht. Im Original wird für diesen Flammkuchen eine spezielle Wurst namens Saucisson verwendet, die es hier nicht zu kaufen gibt, daher habe ich wie im Rezept empfohlen einfach Speck genommen. Auch sonst habe ich mir einige Änderungen erlaubt.

Zur italienischen Fischsauce: Die schmeckt ganz anders als die asiatische, ist als nicht dadurch ersetzbar. In der italienischen Küche sind eingelegte Sardellenfilets das, was in unseren Küchen oft genug der Suppenwürfel ist. Ich habe nicht immer Sardellenfilets im Kühlschrank, aber fast immer diese Fischsauce. Hat man die nicht, kann man ein ganz, ganz fein gehacktes Sardellenfilet verwenden. Der Belag fischelt dann in keiner Weise, aber gibt der ganzen Sache mehr Umami-Aroma. Hat man auch keine Sardellenfilets, sollte man eher gar nix verwenden.


Mein seit 2012 erprobter Pizzateig für zwei große Pizzen bzw. Flammkuchen
300 Gramm Mehl (glatt)
180 Gramm Wasser
1 TL Salz
1/3 Würfel frische Germ
3 TL Olivenöl

Belag 
200 g Sauerrahm
200 g Erdäpfel
1 TL Olivenöl
2-3 Frühlingszwiebel, weiße und grüne Teile getrennt in feine Ringe geschnitten
1 Hand voll Speckwürfeln
1 TL gehackte Thymianblättchen
Salz
Pfeffer
2-3 Tropfen italienische (wichtig!) Fischsauce

Man kann den Teig bis zu einer Woche vorher vorbereiten − alles gut verkneten, eine Stunde gehen lassen, dann in eine geölte, gut schließende Form geben und im Kühlschrank parken. Der Teig wird sogar besser, wenn man ihn ein paar Tage vorher vorbereitet. Das Rohr auf 240 Grad vorheizen. 

Die gut gewaschenen Erdäpfel gleich mit Schale in feine Scheiben hobeln und in eine Schüssel geben. Mit dem Olivenöl, je einer Prise Salz und Pfeffer mischen. Die Scheiben einzeln auf ein mit Backmatte (240 Grad sind zu heiß für Backpapier, da muss man damit rechnen, dass es eventuell zu brennen anfängt.) ausgelegtes Blech legen, in den Ofen schieben und ca. 7 min. rösten. Die Erdäpfeln sollen nicht zu dunkel sein.

Sauerrahm mit Salz, Pfeffer, Thymian, italienischer Fischsauce und dem weißen Teil der Frühlingszwiebeln mischen.

Pizzateig in 2 Teile teilen, ausrollen und einen auf eine hitzebeständige Matte legen. Den Flammuchen mit der Hälfte der Sauerrahmsauce bestreichen und die Hälfte vom Speck drüberstreuen. Backmatte auf den Pizzastein legen und backen, bis der Flammkuchen die gewünschte Farbe hat, das dauert 5-7 min. In der Zwischenzeit den zweiten Flammkuchen ausrollen und belegen.

Mit dem grünen Teil der Frühlingszwiebeln bestreuen und servieren.


Und schon kommen die in die Schweiz Mitreisenden. Ich freue mich schon, welche kreativen Ideen ich da zu sehen bekommen werde.

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Wilma von Pane-Bistecca mit Meitschibei
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 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Kommentare :

  1. Flammkuchen mit Kartoffeln schmeckt super!

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    1. Oh ja! Spätestens seit ich weiß, wie gut Pizza mit Erdäpfeln drauf sein kann, liebe ich diese Variante.

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  2. köstlich, ich mag auch gern Erdäpfeln auf solchen Fladen!
    Danke für die Erinnerung an die kulinarische Weltreise, ich vergesse immer drauf

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  3. Dein Rezept nehme ich direkt mit, Kartoffeln gibt es bei uns so gut wie nie auf Flammkuchen. Muss ich unbedingt ausprobieren und Sardellen habe ich auch.

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    1. Wirst sehen, das schmeckt richtig gut! Besonders, wenn man sie vorbäckt, denn dann werden sie schön knusprig.

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  4. Hm, das Rezept muss ich unbedingt ausprobieren. Das sieht köstlich aus.
    Liebe Grüße
    Simone

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  5. Kartoffel auf Flammkuchen? Super Idee! Das muss ich direkt die Tage mal ausprobieren. Sieht auf alle Fälle schon mal oberleckerst aus.
    Liebe Grüße
    Tina

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  6. Kartoffeln auf Flammkuchen sind mir bestens bekannt. Italienische Fischsauce ist mir dagegen neu - muss gleich mal googeln gehen (hier sind immer Sardellen im Vorrat, ich liebe die sehr!)

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    1. Wirst sehen, die italienische Fischsauce ist auch ein Muss. Sie heißt Colatura di Alici und es gibt sie von verschiedenen Herstellern.

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    2. Danke, das weiß ich inzwischen :-) Ich werde die Augen offen halten!

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  7. Ich liebe Flammkuchen, habe mich aber noch nie getraut den selbst zu machen, weil ich immer denke das ist zu aufwendig. Aber mit deinem Rezept wird er mir sicherlich gelingen. Aber was ist frische Germ? Noch nie gehört.

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  8. Flammkuchen mit Kartoffeln, muss ich unbedingt mal ausprobieren, allerdings die Fischsauce würde ich für uns weg lassen, da hier keiner Fisch mag. Geht doch bestimmt auch ohne oder?
    Liebe Grüße
    Britta

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  9. Wie es sich für eine bodenständige Regionalküche gehört: Kochen aus dem, was da ist. Um so besser, wenn dazu Teig und Saurrahm gehören.

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  10. Ich bekomme Hunger bei dem köstlichen Anblick, der Flammkuchen sieht einfach zu gut aus!
    Herzliche Grüße
    Conny

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  11. Uii Colatura di Alici liebe ich, ist so vielseitig! Kartoffeln sihnd bei vielen Rezepten der Schweiz mit dabei.

    LG Wilma / Pane-Bistecca

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    1. Die Colatura ist zugegebenermaßen nicht schweizerisch, aber hat so verdammt gut geschmeckt.

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  12. Es klingt und sieht super lecker aus. Tolles Rezept :)

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  13. Dein Flammkuchen sieht saulecker aus, wenn ich das mal so sagen darf.

    Lg Michael

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  14. Also mit Flammkuchen kriegst du mich immer. Der wirklich super gut aus.

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    1. Bei uns sind Flammkuchen auch immer sehr willkommen.

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  15. Mit Kartoffeln als Belag - das ist ja echt mal etwas anderes! Tolle Idee.

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    1. Wenn man die Erdäpfeln vorbäckt wie in diesem Rezept, dann sind sie auch wunderbar knusprig.

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  16. Der sieht ja toll aus! Ich liebe ja Pizza bianca mit Kartoffeln, da rennt dieser Flammkuchen bei mir offene Türen ein :-).

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    1. Oh ja, Erdäpfeln auf der Pizza sind immer ein Renner!

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