Freitag, 17. Juli 2020

Schwarzbeernocken

Jetzt gibt es überall die tollsten Beeren. Auch richtige Heidelbeeren gibt es auf den Wiener Märkten. Und ich gestehe, ich habe welche gekauft, weil ich im Wald keine gefunden habe. Apothekerpreise zahlt man allerdings schon, wenn man nicht selber suchen mag. Das hab ich davon!

Dieses Rezept ist eine Kindheitserinnerung, als ich mit meinen Eltern in den westösterreichischen Bergen unterwegs war. Daher heißen die bei mir immer noch Schwarzbeernocken und nicht Heidelbeerdatschkerl. Auf den Hütten gab es diese Nocken oft. Dazu gab es immer ein Glas kalte Milch und so halte ich das bis heute. Es ist auch ein so einfaches Rezept, dass man dafür eigentlich keines braucht. Aber so wegen des Erinnern warats ...




Für 2 Dessertportionen
200 g frische Heidelbeeren
50 g griffiges Mehl
15 ml Milch
2 EL Butter Kristallzucker
Staubzucker zum Bestreuen
gesüßter Sauerrahm zum Servieren
1 Glas Milch zum Servieren

Die Heidelbeeren mit Mehl und Milch verrühren, dabei ungefähr die Hälfte der Beeren zerdrücken, damit der Saft austritt.
In einer Pfanne 1 EL Butter aufschäumen lassen. Kleine Nocken mit einem Esslöffel von der Masse machen und darin anbraten. Nach etwa 3-4 Minuten mit Kristallzucker bestreuen, nochmals 1 EL Butter zugeben und wenden. Noch einmal mit Kristallzucker bestreuen und abermals 3 Minuten braten. Mit Staubzucker bestreuen. Mit dem Sauerrahm auf einen Teller legen, mit einem Glas kalter Milch servieren.


Sorry für die Fotos, ich kann das leider nicht schöner. Aber versprochen: Es schmeckt sehr, sehr viel besser als es aussieht!

Kommentare :

  1. Hach, da weckst du ja dolle Erinnerungen! Aus der Kindheit kenne ich die Schwarzbeernocken nicht, denn wegen des eisernen Vorhangs kam ich erst als erwachsene in den genuss echter Berge und der zugehörigen Almhütten. Während meiner Almzeit in Südtirol haben wir auch Heidelbeeren gesammelt und die Tchter der Bäuerin hat Schwarzbeernocken gemacht. ich erinnere mich, dass sie einiges Geschick erforderten, um beim wenden nicht auseinander zu fallen. :-)
    Kennst du auch Stiersäckl und Melchermus?

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    1. Liebe Peggy!

      Na schau, kennst sogar du diese Nocken! Ja, stimmt, so stabil wie Erdäpfelpuffer sind die nicht, aber ich hab kein Problem beim Wenden.
      Melchermus kenne ich, mach ich aber nicht, weil das besteht zu 50 % aus Butterschmalz und das ist dann wirklich etwas für körperlich schwer arbeitende Menschen und das sind wir beide nicht. Stiersäckl kenne ich gar nicht. Klärst du mich bitte auf?

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  2. Oh wie lecker. Gestern bekam ich Heidelbeeren geschenkt, jetzt weiß ich, was ich damit tun kann. Deine köstlichen Nocken bieten sich ja direkt an.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Liebe Sigrid,
      ja bitte, unbedingt nachmachen. Die sind so einfach und daher hat man dann auch den puren Heidelbeergeschmack. Ich liebe die Dinger.

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  3. Hmmmm, liebe Susi, eine meiner Lieblinge!!!!
    Die Fotos sind o.k. Schwarzbeernocken lassen sich nicht fotografieren, dafür genießen.
    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Elisabeth

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    1. Liebe Elisabeth,
      du bist ja die Bergsteigerin! Da kennt man die Nocken natürlich. Und ich bin sicher, deine Fotos wären dennoch besser.

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  4. Deine Schwarzbeernocken verdienen ihren Namen - sie sind ja wirklich fast schwarz! Leider habe ich ja meine Schwiegermama nicht mehr, die jeden Sommer die frischen Heidelbeeren eimerweise aus dem Wald mitgebracht hat ...
    Liebe Grüße! :-)

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    1. Liebe Maria,
      mit "eimerweise" von was auch immer wäre ich wahrscheinlich überfordert. Aber du hast drei Kinder, da geht mengenmäßig schon was weiter. Ich kauf ein Schüsselchen am Markt und wir haben ausreichend.

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  5. Obwohl wie hier mit einem Bein im Schwarzwald stehen gibt es fast nie echte Wald-Heidelbeeren, was ich äußerst bedauerlich finde. Wenn ich denn mal welche ergattere werde ich bestimmt deine Nocken ausprobieren, hab ich noch nie davon gehört.

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    1. Leider gibt es hier auch immer seltener Waldheidelbeeren zu kaufen. Alle geben sich mit den gezüchteten Blaubeeren zufrieden, sodass kaum mehr Bedarf ist. Mir tut das echt sehr leid, denn ich liebe Waldheidelbeeren.

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